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Johann Haug (Hawg), Propst des Klosters St. Sola in Solnhofen
(Solhofen) in der Diözese Eichstätt (Eystetensis diocesis) bekundet, dass
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1507 März 10
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimoquingentesimoseptimo die vero decima mensis Marcii
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Haug (Hawg), Propst des Klosters St. Sola in Solnhofen (Solhofen) in der Diözese Eichstätt (Eystetensis diocesis) bekundet, dass er eine im Folgenden inserierte Urkunde von Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, erhalten hat. Er schwört, sein Amt mit größtmöglicher Sorgfalt auszuführen, wie es die Kirchendisziplin laut der Benediktsregel erfordert; hinsichtlich der weltlichen Verwaltung (temporalium administratione) verspricht er, zum Nutzen des Klosters zu wirken und entfremdete und verlorene Güter nach Kräften wieder zurückzuerlangen. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde: Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, überträgt Johann Haug (Hawg), Professus des Klosters St. Sola in Solnhofen, auf dessen Bitte die durch den Tod des früheren Propstes von Solnhofen, Johann Kastner (Iohannes Castener [?]), vakante Propstei des Klosters, deren Kollatur (ius presentandi, instituendi, ordinandi) dem Abt von Fulda zusteht. Der Abt überträgt ihm angesichts seiner langen Angehörigkeit zum Konvent und seiner diesbezüglichen Verdienste die Propstei hinsichtlich des Geistlichen und Weltlichen. Er schärft ihm ein, dem Kloster nicht nur vorzustehen, sondern auch zu nützen. Er verfügt, dass der Konvent von Solnhofen Johann Haug als Propst und Prälat (prelatum) aufnehmen, ihm den schuldigen Gehorsam leisten und in den Vollbesitz der Pfründe (stallum in choro und locum in capitulo) einweisen soll. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johanns. Ausstellungs- und Handlungsort: Burg Neuhof. (Datum et actum in castro nostro Newenhoue anno Domini millesimoquingentesimoseptimo die vero decima mensis Marcii). (siehe Abbildung: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Propsteisiegel Kloster Solnhofen
Vgl. Nr. 1383 und 1384.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.