Heimatbund Badenerland (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Heimatbund Badenerland
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Archive von Anstalten, Körperschaften und Stiftungen >> Bürgerbewegungen und politische Gruppen >> Heimatbund Badenerland
1930-2020
Überlieferungsgeschichte
Die Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg am 25. April 1952 führte zum Zusammenschluß einiger Alt-Badener zum Heimatbund Badenerland im Oktober desselben Jahres. Der Verein sollte "die badischen Belange vertreten" mit dem Ziel, das Land Baden in seinen Grenzen vor 1945 wieder herzustellen. Er hatte seinen Sitz in Karlsruhe. Unter seinem ersten Vorsitzenden, dem Architekten und Karlsruher Stadtrat Reinhold Grund, erreichte der Verein mit Hilfe des von ihm beauftragten Rechtsanwalts Franz Gönner im Jahr 1956 die Zulassung eines Volksbegehrens für die Restituierung Badens. Nach der Niederlage der Alt-Badener im Volksentscheid vom Juni 1970 verlor der Verein seine Daseinsberechtigung und löste sich auf.
In den Jahren 1994/95 schenkte Felix Gönner aus dem Nachlass seines Vaters Franz Gönner, zeitweise Vorsitzender des Heimatbundes Badener Land, dem Generallandesarchiv Schriftgut des Vereins. Die 2005 in das Generallandesarchiv gelangten privaten Unterlagen von Reinhold Grund (1912-1999), dem letzten Vorsitzenden des Heimatbunds Badnerland, wurden 2008 von Konrad Krimm bewertet und 2019 von Peter Exner verzeichnet und in den Bestand integriert.
Die 2021 und 2023 dem Generallandesarchiv geschenkten privaten Unterlagen von Heinz Dörr, Überlingen, wurden 2022 und 2024 von Peter Exner in den Bestand eingegliedert (Nr. 139-150).
Inhalt und Bewertung
Gründung, Satzungen und Geschäftsführung des Vereins.- Korrespondenz zur Badenfrage und zum Neugliederungsgesetz u.a. mit Konrad Adenauer.- Prozess vor dem Bundesverfassungsgericht.- Werbung.- Publikationen.- Zeitschrift Badenerland.- Zeitungsausschnittsammlung zur Badenfrage
Organisationsgeschichte: Der Heimatbund Badenerland e.V. betrieb nach der Schaffung des Landes Baden-Württemberg die Wiederherstellung des Landes Baden in seinen ursprünglichen Grenzen. Ein erster Erfolg war die Zulassung des Volksbegehrens für die Restituierung Badens 1956 durch das Bundesverfassungsgericht. Nach der Niederlage der Alt-Badener im Volksentscheid im Juni 1970 war die ursprüngliche Aufgabe des Heimatbundes - wenn auch nicht im erwünschten Sinn - erledigt.
Bestandsgeschichte: Das im Bestand enthaltene Archivgut stammt aus dem Nachlass von Franz Gönner, der als Rechtsanwalt und Beauftragter des Heimatbundes 1956 das Volksbegehren zur Wiederherstellung des Landes betrieb und zeitweise Vorsitzender des Heimatbundes war; weitere Unterlagen anderer Herkunft können künftig hier angeschlossen werden. Der Bestand umfasst bisher 135 Nummern mit ca. 4,5 lfd. m. Er wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg anlässlich des Landesjubiläums 2002 als Online-Findmittel nach erschlossen Vorarbeiten von Frau Eva Gabriel von Frau Ulrike Gradmann erschlossen. Die 2005 in das Generallandesarchiv gelangten privaten Unterlagen von Reinhold Grund (1912-1999), dem letzten Vorsitzenden des Heimatbunds Badnerland, wurden 2008 von Konrad Krimm bewertet und 2019 von Peter Exner verzeichnet sowie in den Bestand integriert. Weitere Abgaben des Heimatbund-Mitglieds Heinz Dörr, Überlingen, wurden 2022 und 2024 von Peter Exner in den Bestand eingegliedert (Nr. 139-150).
Inhalt: Der Bestand umfasst sowohl politische Denkschriften, Korrespondenz, Hintergrundmaterial und eine Zeitungsausschnittsammlung als auch die periodische Publikation des Vereins "Badenerland" sowie Wahlkampf- und Werbematerial. Die Laufzeit beginnt 1945, kurz nachdem die Absicht einer Neugliederung des deutschen Südwesten erkennbar war, und endet mit dem Volksbegehren 1970. Vereinzelte Dokumente zur Südweststaatsfrage reichen bis in das Jahr 1930 zurück.
Literatur: Robert Albiez: Sachwalter des Mehrheitswillens. Der Heimatbund Badenerland von 1952-61 und der politische Lösungsversuch durch die Badische Volkspartei bei der Landtagswahl 1960, in: Der überspielte Volkswille. Die Badener im südwestdeutschen Neugliederungsgeschehen (1945-1970). Fakten und Dokumente, hrsg. von Robert Albiez/Karl Glunk/Paul-Ludwig Weinacht, Baden-Baden 1992², S. 98-183.
Die Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg am 25. April 1952 führte zum Zusammenschluß einiger Alt-Badener zum Heimatbund Badenerland im Oktober desselben Jahres. Der Verein sollte "die badischen Belange vertreten" mit dem Ziel, das Land Baden in seinen Grenzen vor 1945 wieder herzustellen. Er hatte seinen Sitz in Karlsruhe. Unter seinem ersten Vorsitzenden, dem Architekten und Karlsruher Stadtrat Reinhold Grund, erreichte der Verein mit Hilfe des von ihm beauftragten Rechtsanwalts Franz Gönner im Jahr 1956 die Zulassung eines Volksbegehrens für die Restituierung Badens. Nach der Niederlage der Alt-Badener im Volksentscheid vom Juni 1970 verlor der Verein seine Daseinsberechtigung und löste sich auf.
In den Jahren 1994/95 schenkte Felix Gönner aus dem Nachlass seines Vaters Franz Gönner, zeitweise Vorsitzender des Heimatbundes Badener Land, dem Generallandesarchiv Schriftgut des Vereins. Die 2005 in das Generallandesarchiv gelangten privaten Unterlagen von Reinhold Grund (1912-1999), dem letzten Vorsitzenden des Heimatbunds Badnerland, wurden 2008 von Konrad Krimm bewertet und 2019 von Peter Exner verzeichnet und in den Bestand integriert.
Die 2021 und 2023 dem Generallandesarchiv geschenkten privaten Unterlagen von Heinz Dörr, Überlingen, wurden 2022 und 2024 von Peter Exner in den Bestand eingegliedert (Nr. 139-150).
Inhalt und Bewertung
Gründung, Satzungen und Geschäftsführung des Vereins.- Korrespondenz zur Badenfrage und zum Neugliederungsgesetz u.a. mit Konrad Adenauer.- Prozess vor dem Bundesverfassungsgericht.- Werbung.- Publikationen.- Zeitschrift Badenerland.- Zeitungsausschnittsammlung zur Badenfrage
Organisationsgeschichte: Der Heimatbund Badenerland e.V. betrieb nach der Schaffung des Landes Baden-Württemberg die Wiederherstellung des Landes Baden in seinen ursprünglichen Grenzen. Ein erster Erfolg war die Zulassung des Volksbegehrens für die Restituierung Badens 1956 durch das Bundesverfassungsgericht. Nach der Niederlage der Alt-Badener im Volksentscheid im Juni 1970 war die ursprüngliche Aufgabe des Heimatbundes - wenn auch nicht im erwünschten Sinn - erledigt.
Bestandsgeschichte: Das im Bestand enthaltene Archivgut stammt aus dem Nachlass von Franz Gönner, der als Rechtsanwalt und Beauftragter des Heimatbundes 1956 das Volksbegehren zur Wiederherstellung des Landes betrieb und zeitweise Vorsitzender des Heimatbundes war; weitere Unterlagen anderer Herkunft können künftig hier angeschlossen werden. Der Bestand umfasst bisher 135 Nummern mit ca. 4,5 lfd. m. Er wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg anlässlich des Landesjubiläums 2002 als Online-Findmittel nach erschlossen Vorarbeiten von Frau Eva Gabriel von Frau Ulrike Gradmann erschlossen. Die 2005 in das Generallandesarchiv gelangten privaten Unterlagen von Reinhold Grund (1912-1999), dem letzten Vorsitzenden des Heimatbunds Badnerland, wurden 2008 von Konrad Krimm bewertet und 2019 von Peter Exner verzeichnet sowie in den Bestand integriert. Weitere Abgaben des Heimatbund-Mitglieds Heinz Dörr, Überlingen, wurden 2022 und 2024 von Peter Exner in den Bestand eingegliedert (Nr. 139-150).
Inhalt: Der Bestand umfasst sowohl politische Denkschriften, Korrespondenz, Hintergrundmaterial und eine Zeitungsausschnittsammlung als auch die periodische Publikation des Vereins "Badenerland" sowie Wahlkampf- und Werbematerial. Die Laufzeit beginnt 1945, kurz nachdem die Absicht einer Neugliederung des deutschen Südwesten erkennbar war, und endet mit dem Volksbegehren 1970. Vereinzelte Dokumente zur Südweststaatsfrage reichen bis in das Jahr 1930 zurück.
Literatur: Robert Albiez: Sachwalter des Mehrheitswillens. Der Heimatbund Badenerland von 1952-61 und der politische Lösungsversuch durch die Badische Volkspartei bei der Landtagswahl 1960, in: Der überspielte Volkswille. Die Badener im südwestdeutschen Neugliederungsgeschehen (1945-1970). Fakten und Dokumente, hrsg. von Robert Albiez/Karl Glunk/Paul-Ludwig Weinacht, Baden-Baden 1992², S. 98-183.
Nr. 1-150 und 0,70 lfd. m unverzeichnetes Material
Bestand
Weiteres Schriftgut des Heimatbundes und ergänzende Archivalien zur Badenfrage siehe GLAK Nichtstaatliches Archivgut Archive von Vereinen, Verbänden, Parteien, Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen Badische Volkspartei.- Archivalien zur Kreisgruppe Freiburg werden im Staatsarchiv Freiburg verwahrt (Signatur: V 50/1).
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Nichtstaatliches Archivgut (Archival tectonics)
- Archive von Anstalten, Körperschaften und Stiftungen (Archival tectonics)
- Bürgerbewegungen und politische Gruppen (Archival tectonics)
- Heimatbund Badenerland (Archival tectonics)
- Heimatbund Badenerland (Archival holding)