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Es wird bekundet, dass Philipp [Schenck zu Schweinsberg], Abt von
Fulda, auf dem Landtag in Fulda, der 1546 Dezember 30 (Donnerstag nach
dem heili...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1541-1550
1547 März 3
Ausfertigung, Papier, zwei aufgedrückte Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben zu Fulda Donnerstags nach Invocavit im funffzehenhunderten sieben unndvierzigsten ihare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass Philipp [Schenck zu Schweinsberg], Abt von Fulda, auf dem Landtag in Fulda, der 1546 Dezember 30 (Donnerstag nach dem heiligen Christagk nehstverschienen) mit Dekan und Konvent, Ritterschaft und Gesandten der Städte des Klosters abgehalten worden ist, eine allgemeine Steuer zur Erstattung der an den Kurfürsten von Sachsen gezahlten Brandschatzung (in entrichtung des krigs volcks) beschlossen hat. Nach dem auf dem Landtag erzielten Vergleich haben sich zwischen dem Abt und den Erben der von Eberstein einige Streitigkeiten wegen ihrer Lehnsleute im Amt Bieberstein, die zu den Gerichten in Hofbieber (Hofbibra) und (Landzall) gehören, wegen ihres Huldigungseides und ihrer Steuer ergeben. Die Erben der von Eberstein haben dem Abt Huldigungseid und Steuer verweigert. Der Abt hat auf den Huldigungseid und die Steuer bestanden, wie es zuvor in einer besiegelten Urkunde (abrede) von 1544 Januar 10 (Geben zu Fulda Donnerstags nach Trium Regum im funffzehenhunderten vier unnd vhierzigsten ihare) beschlossen worden ist. Ludger von Mansbach hat die Steuer von den Lehnsleuten der von Eberstein eingezogen und einbehalten, was der Abt ihm aber nicht erlaubt hatte. Darauf hat Ludger die eingenommene Steuer mit einem Verzeichnis der Personen, die bezahlt haben, in die Küchenmeisterei des Abtes geliefert. Dies soll aber die Rechte und Gewohnheiten aller Beteiligten nicht einschränken und auch die Gültigkeit der genannten Urkunde [von 1544 Januar 10] nicht in Frage stellen. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Seite 2 und 3, Rückseite; Siegel: Papiersiegel 1, Papiersiegel 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Philipp, Ludger von Mansbach
Während des Schmalkaldischen Kriegs hatte das Kloster im Dezember 1546 an die Anführer der durchziehenden Truppen, u. a. den Kurfürsten von Sachsen, eine Brandschatzung von 30.000 Gulden zum Abkauf von Plünderungen zu zahlen, vgl. Leinweber, Fuldaer Äbte und Bischöfe, S. 108; Germania Benedictina VII, S. 293 f.
Die Urkunde mit dem Datum 1544 Januar 10 ist nicht im Bestand Urk. 75 enthalten.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.