Abteilung Gewerkschaften und Sozialpolitik im ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Um unmittelbar politischen Einfluss auf die sich reorganisierenden Gewerkschaften nehmen zu können, wurde im Juni 1945 eine Abt. Arbeit und Sozialfürsorge in der KPD-Zentrale geschaffen. Diese, zunächst provisorisch unter der Anleitung von Walter Ulbricht stehend, setzte ihre Tätigkeit nach der SED-Gründung (Apr. 1946) bis zum Ende des Jahres 1949 fort. Sie war für Fragen des Lohn- und Arbeitsrechts, der Berufsausbildung, des Sozial- und Wohnungswesens, für Belange der Umsiedler, Opfer der Nazidiktatur und Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft, für die Kontrolle und Anleitung der Gewerkschaften sowie für Wettbewerbsinitiativen zur Steigerung der Produktion zuständig. Auf Beschluss des PB vom 03.06.1950 wurde die Abt. aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden bis 1952 vom Sektor Arbeit und Gewerkschaften in der ® Abt. Wirtschaftspolitik bzw. in der Abt. Leitende Organe der Partei und Massenorganisationen (® Abt. Parteiorgane) wahrgenommen. Am 11.11.1952 entstand auf Beschluss des PB die Abt. Arbeitskräfte, Sozialversicherung und Gesundheitswesen (ab 1953 Abt. Arbeit, Sozial- und Gesundheitswesen). Der Sektor Gewerkschaftspolitik verblieb zunächst noch in der Zuständigkeit der Abt. Leitende Organe der Partei und Massenorganisationen, ehe auf PB-Beschluss vom 26.01.1957 die Abt. Gewerkschaften, Sozial- und Gesundheitswesen gebildet wurde. 1959 entstand aus dem Bereich Gesundheitswesen die selbständige ® Abt. Gesundheitspolitik. Die Abt. Gewerkschaften und Sozialpolitik existierte in unveränderte Form von 1959 bis 1989. Abteilungsleiter waren Rudolf Weck (1946-1949), Emil Paffrath (1949-1950), Fritz Schellhorn (1953-1956), Fritz Rettmann (1957-1962), Josef Steidl (1962-1965) und Fritz Brock (1965-1989). Die Abt. unterstand von 1946 bis Anfang 1949 den Sekretären des ZS Paul Merker und Helmut Lehmann paritätisch, nach Bildung des PB im Jan. 1949 bis Juni 1950 nur noch Helmut Lehmann. Ab Mitte der 50er Jahre oblag die Verantwortung für die Abt. den jeweiligen Sekretären für Wirtschaft Gerhart Ziller, Erich Apel, Günter Mittag und Werner Krolikowski. Der Teilbestand enthält u. a. Dokumente über die Vorbereitung und Auswertung von Sitzungen des PB und des Sekretariats des ZK, von Parteitagen und ZK-Tagungen, über die Anleitung nachgeordneter Parteiorgane, die Tätigkeit des FDGB und seiner Einzelgewerkschaften, über die Umsetzung von Beschlüssen zur Lohn- und Sozialpolitik, über Wettbewerbsaktivitäten in der Produktion sowie über die internationale Zusammenarbeit. Ergänzende Überlieferung befindet insbesondere im DY30/ Sekretariat Lehmann sowie in den DY30-Teilbeständen Sekretariat Merker, Büro Apel, Büro Mittag und Büro Krolikowski. 20,5 lfm (teilweise unbearbeitet), 1947, 1952-1989 Wiedergutmachung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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