Einheiten und Einrichtungen der Sanitätstruppe der Luftwaffe (Bestand)
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BArch RL 26
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Luftwaffe >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten
1939-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Ab 1936 begann die Luftwaffe mit dem Ausbau eines eigenen Sanitätsdienstes. Die Sanitätsabteilungen, Fliegeruntersuchungsstellen, Zahnstationen und Sanitätsparke der Luftwaffe wurden im 2. Weltkrieg durch motorisierte Sanitätsbereitschaften bei den Flieger-und Flakkorps sowie durch Sanitätsflugbereitschaften ergänzt.
Bestandsbeschreibung: Die Luftwaffe hatte schon vor dem Kriege einen Sanitätsdienst aufgebaut und verfügte deshalb über eigene Sanitätseinheiten, Lazarette, Labors, Sanitäts-Nachschubeinrichtungen und Forschungsstellen.
Bei den Luftgaukommandos (LGK) gab es Lw. Sanitätsabteilungen, denen die Sanitätsstaffeln auf den Fliegerhorsten unter den Fliegerhorst-Ärzten unterstanden, und Sanitätsmittel-Ausgabestellen. Die Sanitätsabteilungen, Flieger-Untersuchungsstellen, Zahnstationen und Sanitätsparke waren dem Luftgau-Arzt unterstellt.
Die im Erdkampf eingesetzten Lw. Verbände (Fallschirmtruppe und Lw. Feldverbände) hatten eigene Sanitätsabteilungen und -kompanien.
Bei Kriegsbeginn wurden bei den Flughafenbereichen Sanitätsbereitschaften (mot.) aufgestellt, die auf Grund ihrer Beweglichkeit und einer geringeren Stärke den Anforderungen der Luftwaffe besser entsprachen als die Sanitätskompanien des Heeres. Durch ihre Besetzung mit zwei Chirurgengruppen konnten sie sowohl als Hauptverbandsplatz als auch als Ortslazarett eingesetzt werden, waren also unabhängig von stationären Einrichtungen und konnten u.a. den fliegenden Verbänden schneller folgen. Sanitätsbereitschaften (mot.) wurden deshalb den Flieger-Korps und Flak-Korps zugeteilt. Die Steuerung erfolgte durch den Luftflotten-Arzt, der sich auch eine Reserve an San. Bereitschaften (mot.) für Schwerpunkteinsätze vorhielt.
Wo es die Lage erforderte, wurden die Transportleistungen der Sanitätsbereitschaften durch Krankenkraftwagen erhöht. Ein Zug aus zehn Krankenkraftwagen konnte 40 liegende und 80 sitzende Personen befördern. Ein weiteres neues Beförderungsmittel waren die bereits im Frankreichfeldzug erprobten Sanitätsflugbereitschaften, selbständige von einem Sanitätsoffizier mit fliegerischer Ausbildung geführte Einheiten. Die Zuteilung zu den Luftflotten oder Fliegerkorps veranlasste der Chef des Sanitätswesen auf der Ebene des Reichsluftfahrtministeriums (RLM). Den örtlichen Einsatz leiteten die Bereitschaftsführer in eigener Verantwortung.
Die Sanitätsflugbereitschaft bestand aus fünf Sanitätsflugzeugen Ju 52, mehreren Störchen Fi, dem notwendigen fliegenden und Bodenpersonal, Last- und Personenkraftwagen sowie zehn Krankenkraftfahrzeugen.
Ab 1936 begann die Luftwaffe mit dem Ausbau eines eigenen Lazarettwesens. Abgesehen von den eigentlichen Lw. Lazaretten wurden auch Kurlazarette und eine Reihe von Erholungsheimen der Luftwaffe eingerichtet.
Inhaltliche Charakterisierung: Erhalten geblieben sind nur Aktensplitter einzelner Sanitätseinheiten und -einrichtungen. Von nahezu allen Kriegsschauplätzen sind Fragmente von Kriegstagebüchern und sonstigen Aufzeichnungen überliefert.
Erschließungszustand: Online-Findbuch 2006
Vorarchivische Ordnung: Die überlieferten Schriftgutsplitter stammen aus Rückführungen aus den USA und England an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie 1968 an das Militärarchiv abgegeben wurden.
Umfang, Erläuterung: 91 AE
Zitierweise: BArch RL 26/...
Bestandsbeschreibung: Die Luftwaffe hatte schon vor dem Kriege einen Sanitätsdienst aufgebaut und verfügte deshalb über eigene Sanitätseinheiten, Lazarette, Labors, Sanitäts-Nachschubeinrichtungen und Forschungsstellen.
Bei den Luftgaukommandos (LGK) gab es Lw. Sanitätsabteilungen, denen die Sanitätsstaffeln auf den Fliegerhorsten unter den Fliegerhorst-Ärzten unterstanden, und Sanitätsmittel-Ausgabestellen. Die Sanitätsabteilungen, Flieger-Untersuchungsstellen, Zahnstationen und Sanitätsparke waren dem Luftgau-Arzt unterstellt.
Die im Erdkampf eingesetzten Lw. Verbände (Fallschirmtruppe und Lw. Feldverbände) hatten eigene Sanitätsabteilungen und -kompanien.
Bei Kriegsbeginn wurden bei den Flughafenbereichen Sanitätsbereitschaften (mot.) aufgestellt, die auf Grund ihrer Beweglichkeit und einer geringeren Stärke den Anforderungen der Luftwaffe besser entsprachen als die Sanitätskompanien des Heeres. Durch ihre Besetzung mit zwei Chirurgengruppen konnten sie sowohl als Hauptverbandsplatz als auch als Ortslazarett eingesetzt werden, waren also unabhängig von stationären Einrichtungen und konnten u.a. den fliegenden Verbänden schneller folgen. Sanitätsbereitschaften (mot.) wurden deshalb den Flieger-Korps und Flak-Korps zugeteilt. Die Steuerung erfolgte durch den Luftflotten-Arzt, der sich auch eine Reserve an San. Bereitschaften (mot.) für Schwerpunkteinsätze vorhielt.
Wo es die Lage erforderte, wurden die Transportleistungen der Sanitätsbereitschaften durch Krankenkraftwagen erhöht. Ein Zug aus zehn Krankenkraftwagen konnte 40 liegende und 80 sitzende Personen befördern. Ein weiteres neues Beförderungsmittel waren die bereits im Frankreichfeldzug erprobten Sanitätsflugbereitschaften, selbständige von einem Sanitätsoffizier mit fliegerischer Ausbildung geführte Einheiten. Die Zuteilung zu den Luftflotten oder Fliegerkorps veranlasste der Chef des Sanitätswesen auf der Ebene des Reichsluftfahrtministeriums (RLM). Den örtlichen Einsatz leiteten die Bereitschaftsführer in eigener Verantwortung.
Die Sanitätsflugbereitschaft bestand aus fünf Sanitätsflugzeugen Ju 52, mehreren Störchen Fi, dem notwendigen fliegenden und Bodenpersonal, Last- und Personenkraftwagen sowie zehn Krankenkraftfahrzeugen.
Ab 1936 begann die Luftwaffe mit dem Ausbau eines eigenen Lazarettwesens. Abgesehen von den eigentlichen Lw. Lazaretten wurden auch Kurlazarette und eine Reihe von Erholungsheimen der Luftwaffe eingerichtet.
Inhaltliche Charakterisierung: Erhalten geblieben sind nur Aktensplitter einzelner Sanitätseinheiten und -einrichtungen. Von nahezu allen Kriegsschauplätzen sind Fragmente von Kriegstagebüchern und sonstigen Aufzeichnungen überliefert.
Erschließungszustand: Online-Findbuch 2006
Vorarchivische Ordnung: Die überlieferten Schriftgutsplitter stammen aus Rückführungen aus den USA und England an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie 1968 an das Militärarchiv abgegeben wurden.
Umfang, Erläuterung: 91 AE
Zitierweise: BArch RL 26/...
Einheiten und Einrichtungen der Sanitätstruppe der Luftwaffe, 1936-1945
93 Aufbewahrungseinheiten; 1,8 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Nachlass Erich Hippke (Inspekteur des Sanitätswesens der Lw.) im Universitätsarchiv Düsseldorf
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RL 2-III Generalstab der Luftwaffe / Generalquartiermeister (Organisationsbefehle)
RL 4 Chef Ausbildungswesen, darin Inspektion des Sanitätswesens (L In 14)
RH 12-23 Heeressanitätsinspektion
RL 39 Forschungsinstitute der Luftwaffe,darin Luftfahrtmedizinisches Institut in Berlin-Adlershof
MSG 177 Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst von 1921 bis 1945
Amtliche Druckschriften: RLD 15
Sanitätsbericht über die Luftwaffe 1935/36, 1936/37 und 1938/39
Einzelne Mitteilungen aus dem Gebiet der Luftfahrmedizin, Forschungsbericht 1942/43
Anweisungen für Truppenärzte 1941-1944
Literatur: Busse, Helmut: Soldaten ohne Waffen. Das Sanitätskorps im Krieg und Frieden. Berg am See 1990
Deckenbrock, Walter: Die Versorgung der Wehrmacht (Heer und Luftwaffe) mit Arzneimitteln im Zweiten Weltkrieg. Düsseldorf 1984
Dierich, Wolfgang: Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945. Stuttgart 1976
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst 1921-1945. Organisation, Dokumente und persönliche Erfahrungen. 5. Bde. Mit 2 Supplementbänden und Registerband. Osnabrück 1982-1991, Bd. 1 (S. 122-131) und Bd. 3 (2001-2155)
Knoche, Heinrich: Die Entwicklung und Organisation des Sanitätswesens der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Düsseldorf 1974
Kühn, Volkmar: Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe. Der dramatische Einsatz einer Handvoll Männer für Freund und Feind. Stuttgart 1978
Löbel, Waltraut und J. Zinke: Vom Feldscher zum Sanitätsoffizier: mit einer Literaturzusammenstellung und einem Überblick über das militärische Zeitschriften-und Bibliothekswesen. Darmstadt 1965
Löbel, Waltraut.: Das Sanitätswesen im Zweiten Weltkrieg. In: Jahresbibliografie 1967 in der Bibliothek für Zeitgeschichte. Stuttgart 1966 (S. 433-483)
Püschel, Erich: Die Seenotverbände der deutschen Luftwaffe und ihr Sanitätsdienst 1939-1945. Aufgaben - Leistungen - Probleme. Düsseldorf 1978
Ruff, Siegfried. und Hubertus Strughold: Grundriß der Luftfahrtmedizin. München 1957 3. Aufl.
Ruff, Siegfried. und Hubertus Strughold: Atlas der Luftfahrtmedizin. Leipzig 1942
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939-1945. Osnabrück 1965 ff.
Zabler, Paul.: Der Dienst des deutschen Wehrmachtapothekers im Heer, in der Kriegsmarine und in der Luftwaffe. Berlin 1944 2. Aufl.
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RL 2-III Generalstab der Luftwaffe / Generalquartiermeister (Organisationsbefehle)
RL 4 Chef Ausbildungswesen, darin Inspektion des Sanitätswesens (L In 14)
RH 12-23 Heeressanitätsinspektion
RL 39 Forschungsinstitute der Luftwaffe,darin Luftfahrtmedizinisches Institut in Berlin-Adlershof
MSG 177 Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst von 1921 bis 1945
Amtliche Druckschriften: RLD 15
Sanitätsbericht über die Luftwaffe 1935/36, 1936/37 und 1938/39
Einzelne Mitteilungen aus dem Gebiet der Luftfahrmedizin, Forschungsbericht 1942/43
Anweisungen für Truppenärzte 1941-1944
Literatur: Busse, Helmut: Soldaten ohne Waffen. Das Sanitätskorps im Krieg und Frieden. Berg am See 1990
Deckenbrock, Walter: Die Versorgung der Wehrmacht (Heer und Luftwaffe) mit Arzneimitteln im Zweiten Weltkrieg. Düsseldorf 1984
Dierich, Wolfgang: Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945. Stuttgart 1976
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst 1921-1945. Organisation, Dokumente und persönliche Erfahrungen. 5. Bde. Mit 2 Supplementbänden und Registerband. Osnabrück 1982-1991, Bd. 1 (S. 122-131) und Bd. 3 (2001-2155)
Knoche, Heinrich: Die Entwicklung und Organisation des Sanitätswesens der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Düsseldorf 1974
Kühn, Volkmar: Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe. Der dramatische Einsatz einer Handvoll Männer für Freund und Feind. Stuttgart 1978
Löbel, Waltraut und J. Zinke: Vom Feldscher zum Sanitätsoffizier: mit einer Literaturzusammenstellung und einem Überblick über das militärische Zeitschriften-und Bibliothekswesen. Darmstadt 1965
Löbel, Waltraut.: Das Sanitätswesen im Zweiten Weltkrieg. In: Jahresbibliografie 1967 in der Bibliothek für Zeitgeschichte. Stuttgart 1966 (S. 433-483)
Püschel, Erich: Die Seenotverbände der deutschen Luftwaffe und ihr Sanitätsdienst 1939-1945. Aufgaben - Leistungen - Probleme. Düsseldorf 1978
Ruff, Siegfried. und Hubertus Strughold: Grundriß der Luftfahrtmedizin. München 1957 3. Aufl.
Ruff, Siegfried. und Hubertus Strughold: Atlas der Luftfahrtmedizin. Leipzig 1942
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939-1945. Osnabrück 1965 ff.
Zabler, Paul.: Der Dienst des deutschen Wehrmachtapothekers im Heer, in der Kriegsmarine und in der Luftwaffe. Berlin 1944 2. Aufl.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Bundesarchiv (Archivtektonik)
- Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) (Tektonik)
- Militär (Tektonik)
- Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 (Tektonik)
- Luftwaffe (Tektonik)
- Kommandobehörden, Verbände und Einheiten (Tektonik)
- Einheiten und Einrichtungen der Sanitätstruppe der Luftwaffe (Bestand)