Interview mit Peter Lilienthal/ Tonmitschnitt und Diskussion zum Ausstrahlung des Planspiels "Frieden ist der Ernstfall"
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 A140068/101
J 25_G031_177
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente >> Tondokumente >> Tondokumente zum Film "Jud Süß"
1977
Enthält:
00:00:00 - 00:33:09
Interview mit Peter Lilienthal, Regisseur und Drehbuchautor, von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin.
[Beginn inmitten des Interviews mit Peter Lilienthal]
Er spricht über: Theodor Herzl (Schriftsteller und Publizist) und die zionistische Bewegung als gegenwärtiges Beispiel zu Joseph Süß Oppenheimer. Grundsituation, die ihm beim Film "Jud Süß" interessierte. Fortschrittliche Juden:"Das Fremde verunsichert." Mentalität und Identifikationen in Bezug auf Joseph Süß Oppenheimer: "Ich könnte nur die Hälfte was Oppenheimer machen könnte. Ich könnte immer nur das darstellen, womit ich mich identifiziere". Unglaube der Juden an die deutsche Barbarei. Warum die Verfilmung zu "Jud Süß" vertagt wurde. Seine Schwierigkeiten, diesen Stoff zu verfilmen. Persönliche Wahrnehmung von Juden: "Man braucht nicht Jude zu sein, um Jude zu sein." Auseinandersetzung mit Rainer Werner Fassbinder. Verständnis des Antisemitismus.
[Ton von Peter Lilienthal übersteuert, Ton von Friedrich Knilli zu leise]
Siehe auch: R 20/005 23_A130067/101
00:33:10 - 00:42:05
Tonmitschnitt des Planspiels "Frieden ist der Ernstfall", 6.6.1977, 21.45 Uhr, ARD.
Tagesschau-Sprecher Werner Veigel verliest Katastrophenmeldungen, das Kabinett tagt im atombombensicheren Eifelbunker, Panzer rollen an die Grenzen, Regierungssprecher Bölling wiegelt ab ("Kein Anlaß zur Dramatisierung"). Nach einem Geheimpapier über die Nato-Stabsübung "Hilex 75" hat der Brüsseler ARD-Korrespondent Martin Schulze ein beklemmend realistisches Ernstfall-Spiel über einen möglichen III. Weltkrieg montiert, der in letzter Sekunde - dank heißem Draht zwischen Washington und Moskau - verhindert wird.
00:42:06 - 01:19:33
Anschließende Diskussion zum Planspiel "Frieden ist der Ernstfall", 06.06.1977, 22.50 Uhr, ARD
Über den Sinn und Wert von Verteidigungsvorbereitung und -übungen sprechen:
- Georg Leber, Bundesminister der Verteidigung;
- Wolf Graf von Baudissin, General a. D., Lehrbeauftragter für europäische Sicherheitspolitik und Direktor des Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg;
- Johannes Steinhoff, General a. D., Vorsitzender des Nato-Militär-Ausschuss;
- Martin Schulze, ARD Korrespondent in Brüssel, Autor des Films "Frieden ist der Ernstfall"
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40887654.html)
00:00:00 - 00:33:09
Interview mit Peter Lilienthal, Regisseur und Drehbuchautor, von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin.
[Beginn inmitten des Interviews mit Peter Lilienthal]
Er spricht über: Theodor Herzl (Schriftsteller und Publizist) und die zionistische Bewegung als gegenwärtiges Beispiel zu Joseph Süß Oppenheimer. Grundsituation, die ihm beim Film "Jud Süß" interessierte. Fortschrittliche Juden:"Das Fremde verunsichert." Mentalität und Identifikationen in Bezug auf Joseph Süß Oppenheimer: "Ich könnte nur die Hälfte was Oppenheimer machen könnte. Ich könnte immer nur das darstellen, womit ich mich identifiziere". Unglaube der Juden an die deutsche Barbarei. Warum die Verfilmung zu "Jud Süß" vertagt wurde. Seine Schwierigkeiten, diesen Stoff zu verfilmen. Persönliche Wahrnehmung von Juden: "Man braucht nicht Jude zu sein, um Jude zu sein." Auseinandersetzung mit Rainer Werner Fassbinder. Verständnis des Antisemitismus.
[Ton von Peter Lilienthal übersteuert, Ton von Friedrich Knilli zu leise]
Siehe auch: R 20/005 23_A130067/101
00:33:10 - 00:42:05
Tonmitschnitt des Planspiels "Frieden ist der Ernstfall", 6.6.1977, 21.45 Uhr, ARD.
Tagesschau-Sprecher Werner Veigel verliest Katastrophenmeldungen, das Kabinett tagt im atombombensicheren Eifelbunker, Panzer rollen an die Grenzen, Regierungssprecher Bölling wiegelt ab ("Kein Anlaß zur Dramatisierung"). Nach einem Geheimpapier über die Nato-Stabsübung "Hilex 75" hat der Brüsseler ARD-Korrespondent Martin Schulze ein beklemmend realistisches Ernstfall-Spiel über einen möglichen III. Weltkrieg montiert, der in letzter Sekunde - dank heißem Draht zwischen Washington und Moskau - verhindert wird.
00:42:06 - 01:19:33
Anschließende Diskussion zum Planspiel "Frieden ist der Ernstfall", 06.06.1977, 22.50 Uhr, ARD
Über den Sinn und Wert von Verteidigungsvorbereitung und -übungen sprechen:
- Georg Leber, Bundesminister der Verteidigung;
- Wolf Graf von Baudissin, General a. D., Lehrbeauftragter für europäische Sicherheitspolitik und Direktor des Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg;
- Johannes Steinhoff, General a. D., Vorsitzender des Nato-Militär-Ausschuss;
- Martin Schulze, ARD Korrespondent in Brüssel, Autor des Films "Frieden ist der Ernstfall"
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40887654.html)
1'19
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Bild-/Tonträger: Kopie von Tonband
Bild-/Tonträger: Kopie von Tonband
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
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