Mainz, 1653.07.30. (Richter Pfeffer). Nachdem das gerichtlich feilgestandene Haus zum Kranich um den Schätzungswert (2100 fl.) nicht anzubringen gewesen, verkaufen die Gläubiger es dem Jakob Becker u.s.Fr. Anna Margreth für 1050 fl. B.; die Präsenz von St. Peter hat davon 256 fl. B. zu fordern, die Inhaber St. Bonifazaltars des St. Albanstifts 95 fl. B., Christoph Kucheler, Kantor zu Liebfrauen, und Johann Ulrich Kucheler, Hofgerichtsprokurator, 540 fl. B. Das Haus zinst den Weißen Frauen 7 1/2 Pfund h; das Kloster hat außerdem noch etliche 70 fl. zu fordern. Die Kapitalien sind auf Petri Kettenfeier zu verzinsen; Sonderabmachung mit den Herrn Kucheler (Abzahlung: 108 fl. auf Martini, Rest in Jahresraten zu 60 fl.). Anwesend: 1) Seitens St. Peter: Heinrich Engel, Stiftsherr, und Mathias Hannig, Vikar, Keller und Kistenmeister; 2) für St. Alban: Peter Caesar, Scholaster, Vikar und Kistenmeister von St. Stephan und St. Alban, und Andreas Rhein, Prokurator von St. Alban und des Stadtgerichts; 3) für die Herrn Kucheler: Johann Ulrich Kucheler. Z.: Kilian Milz, Schaffner von Heiliggeist, Peter Hain, Bäcker und Martin Oswald, Biersieder.

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