Sanitätsdienststellen des Heeres im Heimatkriegsgebiet (Bestand)
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BArch RH 55
call number: RH 55
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Weitere Einheiten
1926-1946
Bestandsbeschreibung: Mit Beginn der Mobilmachung im August 1939 führten gemäß HDv 21/1 alle im Heimatkriegsgebiet bereits bestehenden und neu eingerichteten Lazarette die Bezeichnung "Reservelazarett" unter Hinzufügung der Ortsbezeichnung. Ab Kriegsbeginn wurden durch die Wehrmacht verstärkt zivile Kranken- und Kurhäuser, Sanatorien (Krankenanstalten der freiwilligen Krankenpflege) sowie alsbald auch andere geeignete Gebäude (beispielsweise Hotels, Schulen) als Reservelazarette für die Versorgung schwer Verwundeter und Erkrankter in Anspruch genommen.
Inhaltliche Charakterisierung: Beim Bestand RH 55 handelt es sich um eine unvollständige Überlieferung von Unterlagen zu Reservelazaretten im damaligen Reichsgebiet und in besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkrieges, da von den Reservelazaretten nur Schriftgutreste erhalten geblieben sind. Der weitaus größte Teil der Unterlagen der Sanitätsdienststellen im damaligen Heimatkriegsgebiet muss als in den Kriegs- und Nachkriegswirren verlorengegangen angesehen werden, auch können bewusste oder befehlsgemäße Aktenvernichtungen nicht ausgeschlossen werden.
Ebenso überdauerten von den in den Wehrkreisen mehrfach vertretenen und für die Sanitätseinrichtungen verantwortlichen Sanitätsabteilungen und -staffeln bzw. den Wehrkreisärzten - insgesamt betrachtet - nur wenige Unterlagen das Kriegsende und können darum nicht als Ersatzüberlieferung herangezogen werden. Die relativ umfangreiche schriftliche Hinterlassenschaft der Heeressanitätsinspektion bildet im Militärarchiv den Bestand RH 12-23, doch beinhaltet sie keine weiterreichenden Angaben zum Lazarettwesen.
In nennenswertem Umfang liegen lediglich von den Reservelazaretten Burgstätt (18 Archivalieneinheiten), Kraschnitz (10 AE), Bad Liebenstein (14 AE im Bereich Heeresstandortverwaltung Meiningen, Bestand: RH 56), Meiningen (17 AE im Bereich Heeresstandortverwaltung Meiningen, Bestand: RH 56), Bad Nauheim (20 AE), Saarburg (9 AE), Schleswig (13 AE), Tutzingen (9 AE), Wasserburg (10 AE) und dem Blindensammel-, Reservelazarett XV in Breslau, Chemnitz (ab Jan. 1945) sowie Vojens/Dänemark (ab Febr./März 1945) (27 AE) Unterlagen vor. Einschließlich der Hinweise auf andere Bestände sind 36 Provenienzen aufgeführt.
Ein großer Teil der Dokumente beschäftigt sich mit der Inanspruchnahme verschiedener Gebäude für militär-medizinische Zwecke durch Beschlagnahme oder Anmietung sowie mit Miet- und andere Überlassungsverträge; in geringem Umfang werden grundsätzliche, organisatorische und interne Personal-Angelegenheiten abgehandelt. In einigen Akten spiegelt sich die Problematik Kriegsgefangenschaft wieder.
Für eine Reihe von Lazaretten gibt es über den Zeitpunkt der Kapitulation hinaus bis ins Jahr 1946 Schriftgut über ihre Weiterführung, die Übernahme durch zivile Behörden oder die Auflösung.
Namentliche Erwähnungen einzelner Verwundeter oder Erkrankter oder gar Angaben zu deren Behandlung, Einweisungs- oder Entlassungstermine lassen sich im überlieferten Archivgut nicht finden, einige wenige Krankenbücher dürften im Krankenbuchlager Berlin erhalten geblieben sein.
Erschließungszustand: Findbuch (auch als elektron. Datei)
Zitierweise: BArch RH 55/...
Inhaltliche Charakterisierung: Beim Bestand RH 55 handelt es sich um eine unvollständige Überlieferung von Unterlagen zu Reservelazaretten im damaligen Reichsgebiet und in besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkrieges, da von den Reservelazaretten nur Schriftgutreste erhalten geblieben sind. Der weitaus größte Teil der Unterlagen der Sanitätsdienststellen im damaligen Heimatkriegsgebiet muss als in den Kriegs- und Nachkriegswirren verlorengegangen angesehen werden, auch können bewusste oder befehlsgemäße Aktenvernichtungen nicht ausgeschlossen werden.
Ebenso überdauerten von den in den Wehrkreisen mehrfach vertretenen und für die Sanitätseinrichtungen verantwortlichen Sanitätsabteilungen und -staffeln bzw. den Wehrkreisärzten - insgesamt betrachtet - nur wenige Unterlagen das Kriegsende und können darum nicht als Ersatzüberlieferung herangezogen werden. Die relativ umfangreiche schriftliche Hinterlassenschaft der Heeressanitätsinspektion bildet im Militärarchiv den Bestand RH 12-23, doch beinhaltet sie keine weiterreichenden Angaben zum Lazarettwesen.
In nennenswertem Umfang liegen lediglich von den Reservelazaretten Burgstätt (18 Archivalieneinheiten), Kraschnitz (10 AE), Bad Liebenstein (14 AE im Bereich Heeresstandortverwaltung Meiningen, Bestand: RH 56), Meiningen (17 AE im Bereich Heeresstandortverwaltung Meiningen, Bestand: RH 56), Bad Nauheim (20 AE), Saarburg (9 AE), Schleswig (13 AE), Tutzingen (9 AE), Wasserburg (10 AE) und dem Blindensammel-, Reservelazarett XV in Breslau, Chemnitz (ab Jan. 1945) sowie Vojens/Dänemark (ab Febr./März 1945) (27 AE) Unterlagen vor. Einschließlich der Hinweise auf andere Bestände sind 36 Provenienzen aufgeführt.
Ein großer Teil der Dokumente beschäftigt sich mit der Inanspruchnahme verschiedener Gebäude für militär-medizinische Zwecke durch Beschlagnahme oder Anmietung sowie mit Miet- und andere Überlassungsverträge; in geringem Umfang werden grundsätzliche, organisatorische und interne Personal-Angelegenheiten abgehandelt. In einigen Akten spiegelt sich die Problematik Kriegsgefangenschaft wieder.
Für eine Reihe von Lazaretten gibt es über den Zeitpunkt der Kapitulation hinaus bis ins Jahr 1946 Schriftgut über ihre Weiterführung, die Übernahme durch zivile Behörden oder die Auflösung.
Namentliche Erwähnungen einzelner Verwundeter oder Erkrankter oder gar Angaben zu deren Behandlung, Einweisungs- oder Entlassungstermine lassen sich im überlieferten Archivgut nicht finden, einige wenige Krankenbücher dürften im Krankenbuchlager Berlin erhalten geblieben sein.
Erschließungszustand: Findbuch (auch als elektron. Datei)
Zitierweise: BArch RH 55/...
Sanitätsdienststellen im Heimatkriegsgebiet, 1926-1946
199 Aufbewahrungseinheiten; 2,6 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RH 12-23 Heeressanitätsinspektion/Chef des Wehrmachtsanitätswesens
RH 50 Sanitätsdienststellen im Frontbereich
RL 26 Sanitätsdienststellen der Luftwaffe
MSG 177 Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst von 1921 bis 1945
Literatur: Blaßneck, Klaus: Militärpsychiatrie im Nationalsozialismus. Kriegsneurotiker in der Wehrmacht. Würzburg 2000.
Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst in den ersten Kriegsmonaten des Jahres 1939. In: Wehrmedizinische Monatsschrift 26 (1982), S. 26-27.
Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst 1921-1945. 5 Bde. und 2 Ergänzungsbände mit Registerbd. Osnabrück 1982-85.
Müller, Roland: Weg zum Ruhm. Militärpsychiatrie im Zweiten Weltkrieg. Das Beispiel Marburg. Köln 2001.
Tewes, Ludger: Rotkreuzschwestern. Ihr Einsatz im mobilen Sanitätsdienst der Wehrmacht 1939-1945. Paderborn 2016.
RH 50 Sanitätsdienststellen im Frontbereich
RL 26 Sanitätsdienststellen der Luftwaffe
MSG 177 Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst von 1921 bis 1945
Literatur: Blaßneck, Klaus: Militärpsychiatrie im Nationalsozialismus. Kriegsneurotiker in der Wehrmacht. Würzburg 2000.
Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst in den ersten Kriegsmonaten des Jahres 1939. In: Wehrmedizinische Monatsschrift 26 (1982), S. 26-27.
Fischer, Hubert: Der deutsche Sanitätsdienst 1921-1945. 5 Bde. und 2 Ergänzungsbände mit Registerbd. Osnabrück 1982-85.
Müller, Roland: Weg zum Ruhm. Militärpsychiatrie im Zweiten Weltkrieg. Das Beispiel Marburg. Köln 2001.
Tewes, Ludger: Rotkreuzschwestern. Ihr Einsatz im mobilen Sanitätsdienst der Wehrmacht 1939-1945. Paderborn 2016.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST
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