A Rep. 010-01-04 Magistrat der Stadt Berlin, Städtisches Vermessungsamt / Hauptvermessungsamt (Bestand)
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A Rep. 010-01-04
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.4 Nachgeordnete städtische Behörden und Einrichtungen
1818 - 1944
Vorwort: A Rep. 010-01-04 Städtisches Vermessungsamt / Hauptvermessungsamt
1. Behördengeschichte
Die Anfänge des Vermessungsamtes beruhen auf der Entstehung einer Plankammer im Bereich des Generalbüros des Magistrats. Dort nahm man vor allem durch Kauf erworbene Kartensammlungen und Einzelkarten auf. Die Plankammer wurde der Tiefbauverwaltung und der Baudeputation zugeordnet. Die "Allgemeine Instruktion für die Verwaltung des städtischen Bauwesens in Berlin" vom 4. Juni 1866 legte fest, dass sämtliche vorhandenen Situationspläne und Bauzeichnungen von den fertigen Gebäuden in der Magistratsplankammer aufzubewahren und zu inventarisieren seien.
Durch personelle Aufstockung entwickelte sich das von der Tiefbaudeputation ressortierende Vermessungsamt mit den beiden Bereichen Vermessungsabteilung und Plankammer. Die Geschäfte wurden in der Anweisung der Tiefbaudeputation vom 28. Juni 1909 und in der Geschäftsordnung für das Vermessungsamt vom 12. Mai 1911 geregelt. Dem Aufgabenbereich der Vermessungsabteilung gehörten die Verwaltung des städtischen Vermessungswerks und dessen Berichtigung, die Anfertigung von Planunterlagen und Lageplänen, von Lage- und Höhenplänen für Baufluchtlinienfestsetzungen sowie Vermessungsarbeiten an. Zum Geschäftsbereich der Plankammer rechnete u. a. die Verwaltung von Plänen (Bebauungsplänen, Entwürfen und Revisionszeichnungen) für städtische Anstalten, Straßen- und Brückenanlagen, Zeichnungsmaterialien der Technischen Bibliothek der Tiefbaudeputation und der Modellkammer, auch die Berichtigung und Ergänzung der Pläne und die Aufstellung von Parzellierungsplänen. Teile der Plankammer wurden nach 1920 auf die neu entstandenen sechs Innenstadtbezirke aufgeteilt.
Nachdem durch die Satzung für die Tiefbaudeputation vom 4. Mai/9. Juni 1921 das Vermessungswesen der Tiefbauverwaltung zugeteilt war, wurde durch die "Grundsätze für die Geschäftsführung der Bezirksämter in Angelegenheiten des Tiefbaues usw." vom 14. September 1921 festgesetzt, dass jeder Verwaltungsbezirk ein Vermessungsamt erhalten sollte. Nur für die sechs Innenbezirke ließ sich die Einrichtung einzelner Vermessungsämter aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht durchführen, so dass für diese das der zentralen Tiefbaudeputation angegliederte Vermessungsamt zuständig blieb.
Am 1. März 1923 wurde die Lichtpausanstalt des Bauamtes Nordsüdbahn dem Vermessungsamt zugeordnet.
Die Überlieferung des Hauptvermessungsamtes hat die Kriegseinwirkungen im Berliner Rathaus im Wesentlichen ohne Verluste überstanden. Teile der Plankammerüberlieferung sind in die Kartenabteilungen des ehemaligen Stadtarchivs und des Landesarchivs Berlin eingegangen. Die Unterlagen aus der Neuvermessung 1876-1899, einschließlich der Revisionen bis in die 1930er Jahre sind Anfang der 1990er Jahre an die Vermessungsämter der Bezirke ausgeliehen worden und dort zugänglich.
Die allgemeinen Akten der Personalstelle wurden dem Stadtarchiv Berlin 1952 vom Amt für Vermessung bei der Abteilung für Personal und Verwaltung übergeben.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 164 Akten mit der Laufzeit 1897 - 1952.
Er beinhaltet Akten zu Personalfragen und Arbeitsplänen sowie Akten zu Grundstücksbewertungen. Der größte Teil der Akten beschäftigt sich mit Gebäudebeschreibungen.
Nicht erschlossen: ca. 59,00 lfm Akten zu Bebauungsplänen, Feldbücher und Vermessungsakten sind ebenfalls überliefert. Erstellung des Vermessungswerks der Stadt Berlin 1818-1944.
Übernahme von Akten der Schätzungsabteilung zu Eigentumsveränderungen, v.a. Prenzlauer Berg 1910-1960
Handriss-Bände der Neuvermessung des heutigen Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg (ca. 1876-1899) befinden sich in der Kartensammlung.
3. Korrespondierende Bestände
LAB A Rep. 010-01-02 Magistrat der Stadt Berlin, Städtische Tiefbaudeputation
LAB F Rep. 270 Karten und Pläne (Allgemeine Kartensammlung)
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Eichberg, Paul: Aufgaben des städtischen Vermessungswesens. In: Probleme der neuen Stadt Berlin, Berlin 1926, S. 305-309.
Matschenz, Andreas: Vom Marienturm zum Trümmerberg - Berliner Vermessung 1876-1945. In: Berlin-Brandenburg im Kartenbild, hrsg. von Wolfgang Scharfe und Holger Scheerschmidt, Berlin 2000 (= Staatsbibliothek zu Berlin PK, Ausstellungskataloge, NF 42).
100 Jahre Berliner Vermessungsverwaltung, hrsg. vom Senator für Bau- und Wohnungswesen, Abt. V - Vermessung, Berlin 1976 (= Mitteilungen aus dem Vermessungswesen 6).
Tiefbauverwaltung. 2., erg. Aufl., Berlin 1914, S. 11-12, 34-36. (= Berliner Gemeinderecht, Bd. 8).
[1.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil S.O.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(4)
[2.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil S.W.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(3)
[3.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil N.O.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(2)
[4.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil N.W.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(1)
Berlin, März 2013/November 2017 Kerstin Bötticher
1. Behördengeschichte
Die Anfänge des Vermessungsamtes beruhen auf der Entstehung einer Plankammer im Bereich des Generalbüros des Magistrats. Dort nahm man vor allem durch Kauf erworbene Kartensammlungen und Einzelkarten auf. Die Plankammer wurde der Tiefbauverwaltung und der Baudeputation zugeordnet. Die "Allgemeine Instruktion für die Verwaltung des städtischen Bauwesens in Berlin" vom 4. Juni 1866 legte fest, dass sämtliche vorhandenen Situationspläne und Bauzeichnungen von den fertigen Gebäuden in der Magistratsplankammer aufzubewahren und zu inventarisieren seien.
Durch personelle Aufstockung entwickelte sich das von der Tiefbaudeputation ressortierende Vermessungsamt mit den beiden Bereichen Vermessungsabteilung und Plankammer. Die Geschäfte wurden in der Anweisung der Tiefbaudeputation vom 28. Juni 1909 und in der Geschäftsordnung für das Vermessungsamt vom 12. Mai 1911 geregelt. Dem Aufgabenbereich der Vermessungsabteilung gehörten die Verwaltung des städtischen Vermessungswerks und dessen Berichtigung, die Anfertigung von Planunterlagen und Lageplänen, von Lage- und Höhenplänen für Baufluchtlinienfestsetzungen sowie Vermessungsarbeiten an. Zum Geschäftsbereich der Plankammer rechnete u. a. die Verwaltung von Plänen (Bebauungsplänen, Entwürfen und Revisionszeichnungen) für städtische Anstalten, Straßen- und Brückenanlagen, Zeichnungsmaterialien der Technischen Bibliothek der Tiefbaudeputation und der Modellkammer, auch die Berichtigung und Ergänzung der Pläne und die Aufstellung von Parzellierungsplänen. Teile der Plankammer wurden nach 1920 auf die neu entstandenen sechs Innenstadtbezirke aufgeteilt.
Nachdem durch die Satzung für die Tiefbaudeputation vom 4. Mai/9. Juni 1921 das Vermessungswesen der Tiefbauverwaltung zugeteilt war, wurde durch die "Grundsätze für die Geschäftsführung der Bezirksämter in Angelegenheiten des Tiefbaues usw." vom 14. September 1921 festgesetzt, dass jeder Verwaltungsbezirk ein Vermessungsamt erhalten sollte. Nur für die sechs Innenbezirke ließ sich die Einrichtung einzelner Vermessungsämter aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht durchführen, so dass für diese das der zentralen Tiefbaudeputation angegliederte Vermessungsamt zuständig blieb.
Am 1. März 1923 wurde die Lichtpausanstalt des Bauamtes Nordsüdbahn dem Vermessungsamt zugeordnet.
Die Überlieferung des Hauptvermessungsamtes hat die Kriegseinwirkungen im Berliner Rathaus im Wesentlichen ohne Verluste überstanden. Teile der Plankammerüberlieferung sind in die Kartenabteilungen des ehemaligen Stadtarchivs und des Landesarchivs Berlin eingegangen. Die Unterlagen aus der Neuvermessung 1876-1899, einschließlich der Revisionen bis in die 1930er Jahre sind Anfang der 1990er Jahre an die Vermessungsämter der Bezirke ausgeliehen worden und dort zugänglich.
Die allgemeinen Akten der Personalstelle wurden dem Stadtarchiv Berlin 1952 vom Amt für Vermessung bei der Abteilung für Personal und Verwaltung übergeben.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand umfasst 164 Akten mit der Laufzeit 1897 - 1952.
Er beinhaltet Akten zu Personalfragen und Arbeitsplänen sowie Akten zu Grundstücksbewertungen. Der größte Teil der Akten beschäftigt sich mit Gebäudebeschreibungen.
Nicht erschlossen: ca. 59,00 lfm Akten zu Bebauungsplänen, Feldbücher und Vermessungsakten sind ebenfalls überliefert. Erstellung des Vermessungswerks der Stadt Berlin 1818-1944.
Übernahme von Akten der Schätzungsabteilung zu Eigentumsveränderungen, v.a. Prenzlauer Berg 1910-1960
Handriss-Bände der Neuvermessung des heutigen Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg (ca. 1876-1899) befinden sich in der Kartensammlung.
3. Korrespondierende Bestände
LAB A Rep. 010-01-02 Magistrat der Stadt Berlin, Städtische Tiefbaudeputation
LAB F Rep. 270 Karten und Pläne (Allgemeine Kartensammlung)
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
Eichberg, Paul: Aufgaben des städtischen Vermessungswesens. In: Probleme der neuen Stadt Berlin, Berlin 1926, S. 305-309.
Matschenz, Andreas: Vom Marienturm zum Trümmerberg - Berliner Vermessung 1876-1945. In: Berlin-Brandenburg im Kartenbild, hrsg. von Wolfgang Scharfe und Holger Scheerschmidt, Berlin 2000 (= Staatsbibliothek zu Berlin PK, Ausstellungskataloge, NF 42).
100 Jahre Berliner Vermessungsverwaltung, hrsg. vom Senator für Bau- und Wohnungswesen, Abt. V - Vermessung, Berlin 1976 (= Mitteilungen aus dem Vermessungswesen 6).
Tiefbauverwaltung. 2., erg. Aufl., Berlin 1914, S. 11-12, 34-36. (= Berliner Gemeinderecht, Bd. 8).
[1.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil S.O.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(4)
[2.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil S.W.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(3)
[3.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil N.O.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(2)
[4.] Liegenschaftsplan der Stadt Berlin ; Teil N.W.
Bestand vom 01.01.1931. - Selbstverl. (1931) Signatur: 06/0756(1)
Berlin, März 2013/November 2017 Kerstin Bötticher
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 010-01-02 Magistrat der Stadt Berlin, Städtische Tiefbaudeputation
LAB F Rep. 270 Karten und Pläne (Allgemeine Kartensammlung)
LAB F Rep. 270 Karten und Pläne (Allgemeine Kartensammlung)
Zugangsbestimmungen: Einige Akten sind aufgrund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es gesonderter Zustimmung des Landesarchivs.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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- Landesarchiv Berlin (Archivtektonik)
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