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Es wird bekundet, dass die Witwe Anna Justina von Herda (Hörda),
geborene von der Tann, gemeinsam mit ihrem Rechtsbeistand Doktor Heinrich
Rüdiger...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1641-1650
1648 August 21
Ausfertigung, Papier, Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geben unndt geschehen uff furstlich fuldischer Canzley [...] zu Fulda den 21ten Augusti 1648
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass die Witwe Anna Justina von Herda (Hörda), geborene von der Tann, gemeinsam mit ihrem Rechtsbeistand Doktor Heinrich Rüdiger in der fuldischen Kanzlei erschienen ist, um ihren letzten Willen protokollieren zu lassen und ein beglaubigtes Testament zu erhalten. Anna bedankt sich bei [Joachim von Gravenegg], Abt von Fulda, und dessen Räten. Das Testament wird für Annas drei Kinder Georg Sebastian, Appollonia Magdalena und Anna Katharina aufgesetzt. Anna Justina hat alle Blätter des Testaments mit ihrer Ringpetschaft besiegelt. Frau von Eulenberg hat für die schreibunkundige Anna Justina unterschrieben. Anna Justina hat darum gebeten, das Testament rechtlich zu bestätigen, zu hinterlegen und ihr den Empfang schriftlich zu bestätigen. Dadurch soll einem möglichen Fälschungsvorwurf (verdacht criminis falsi) entgegengewirkt werden. Da Anna Justina nicht schreiben kann und das Testament durch ihren Rechtsbeistand hat vorlesen lassen, hat sie darum gebeten, das Testament auch durch die anwesenden Räte verlesen zu lassen, um sicher zugehen, dass das Testament wirklich ihrem Willen entspricht. Das Testament ist auf einem Papierbogen niedergeschrieben und in einen weiteren Bogen eingeschlagen worden. Anfang und Ende des Testaments werden zitiert. Das Testament datiert von 1648 August 20 (Geschehen nach der heyligen menschwerdung unsers Herrn Iesu Christi im iahr 1648 den 20 Augusti). Nach einer erneuten Verlesung des Testaments hat Anna Justina abermals bestätigt, dass dies ihr letzter Wille ist. Das Testament ist hierauf mit Zustimmung des Abtes zu den Akten gelegt worden. Zur Bestätigung der geschilderten Vorgänge erhält Anna Justina diese Urkunde. Ankündigung des Sekretsiegels der äbtlichen Kanzlei. Ausstellungs- und Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, [[jpg:hstam/Urk. 75/Ur...
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich Lukas, Forstmeister von Gelnhausen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Doktor Johann Benler
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Doktor Antonius Schmidtner
Vermerke (Urkunde): Zeugen: alle Räte des Abtes bzw. Oberschultheiß von Fulda
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kanzlei des Abtes von Fulda
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.