Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Falkenhof / Urkunden (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
U 141u
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen >> 4.3. Gewerbebetriebe, Adlige Häuser, Familien, Höfe (U) >> 4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe >> Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.)
1423-1763
Bestandsgeschichte: Burgmannssitz, in Rheine (Kreis Steinfurt); früherer herfordischer Fronhof, bis 1371 im Besitz der Ritter von Hake, bis 1450 Valke, bis 1540 von Langen, danach wieder Valke, danach (aufgrund einer Heirat von 1521) von Morrien, diese auch im Besitz von Kalbeck und seit Ende des 18.Jhs. von Pröbsting, 1895 Kauf durch Graf von Landsberg-Velen.
Form und Inhalt: Der in der Stadt Rheine gelegene Burgmannssitz Falkenhof war ein Lehen der Abtei Herford. Besitzer waren bis 1371 die Ritter von Hake, dann bis 1450 die Valke, bis 1514 die von Langen, die von den Valke zum Rockel beerbt wurden. Durch die Heirat der Anna Valcke mit Dietrich von Morrien (1521) fiel das Gut an diesen, der damit eine neue Linie der Familie von Morrien begründete. Das Archiv enthält u. a. auch Nachrichten über den Besitz der Nebenlinien zu Ottenstein, Stover und den Burgmannssitz zu Horstmar sowie über das Haus auf dem Bispinghof zu Münster. Mitte des 17. Jahrhunderts kam durch die Heirat mit der Anna von Büren auch das Haus Kalbeck an die Familie. Die beiden Güter wurden allerdings in der nächsten Generation zwischen den Brüdern geteilt, kamen aber später im Erbgang wieder zusammen. Anfang des 18. Jahrhunderts beerbte die Familie von Morrien die von Wylich zu Pröbsting. Aus diesem Grunde stehen die Archive Pröbsting, Falkenhof und Kalbeck in enger Beziehung. Als am Ende des 18. Jahrhunderts die Familie von Morrien im Mannesstamm ausstarb, erbte die mit dem von Grüter verheiratete Tochter den Besitz, wobei ihre Schwester, verehelichte von Heeckeren, ihren Anteil abtrat. Auch in der nächsten Generation konnte einer der Erbberechtigten, der Landrat des Kreises Borken v. Basse, alle drei Güter wieder in einer Hand vereinigen. Im Jahre 1895 verkaufte sein Enkel Stach von Goltzheim Falkenhof mit Pröbsting an den Grafen von Landsberg-Velen. Zur Zeit wird der im Besitz der Stadt Rheine befindliche Falkenhof als Museum genutzt.
Münster 1959 / 1979
Dr. Kohl / Dr. Wolf
Form und Inhalt: Der in der Stadt Rheine gelegene Burgmannssitz Falkenhof war ein Lehen der Abtei Herford. Besitzer waren bis 1371 die Ritter von Hake, dann bis 1450 die Valke, bis 1514 die von Langen, die von den Valke zum Rockel beerbt wurden. Durch die Heirat der Anna Valcke mit Dietrich von Morrien (1521) fiel das Gut an diesen, der damit eine neue Linie der Familie von Morrien begründete. Das Archiv enthält u. a. auch Nachrichten über den Besitz der Nebenlinien zu Ottenstein, Stover und den Burgmannssitz zu Horstmar sowie über das Haus auf dem Bispinghof zu Münster. Mitte des 17. Jahrhunderts kam durch die Heirat mit der Anna von Büren auch das Haus Kalbeck an die Familie. Die beiden Güter wurden allerdings in der nächsten Generation zwischen den Brüdern geteilt, kamen aber später im Erbgang wieder zusammen. Anfang des 18. Jahrhunderts beerbte die Familie von Morrien die von Wylich zu Pröbsting. Aus diesem Grunde stehen die Archive Pröbsting, Falkenhof und Kalbeck in enger Beziehung. Als am Ende des 18. Jahrhunderts die Familie von Morrien im Mannesstamm ausstarb, erbte die mit dem von Grüter verheiratete Tochter den Besitz, wobei ihre Schwester, verehelichte von Heeckeren, ihren Anteil abtrat. Auch in der nächsten Generation konnte einer der Erbberechtigten, der Landrat des Kreises Borken v. Basse, alle drei Güter wieder in einer Hand vereinigen. Im Jahre 1895 verkaufte sein Enkel Stach von Goltzheim Falkenhof mit Pröbsting an den Grafen von Landsberg-Velen. Zur Zeit wird der im Besitz der Stadt Rheine befindliche Falkenhof als Museum genutzt.
Münster 1959 / 1979
Dr. Kohl / Dr. Wolf
108 Urkunden.; 108 Urkunden, Findbuch U 141u.
Bestand
German
Franz Kolck, Rheine im Wandel der Zeiten, Rheine 1965; Gebriele Böhm, Ein Inventar des Falkenhofs aus dem Jahr 1670 im Staatsarchiv Münster, in: Rheine gestern, heute, morgen 54 (2005), S. 15-30.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen (Tektonik)
- 4.3. Gewerbebetriebe, Adlige Häuser, Familien, Höfe (U) (Tektonik)
- 4.3.2. Adelige Häuser, Familien, Höfe (Tektonik)
- Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.) (Tektonik)
- Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Falkenhof / Urkunden (Bestand)