Vor Herman zur Megden, Richter des Herzogs Wilhelm von Kleve etc. zu Iserlohn (Isernloen), erklärt Johan, Sohn des Schulten zu "Beinckhausen", Eingesessener des Gerichts Iserlohn, er habe sich mit Agathen, Tochter des Johan Smolen zu "Bauwinckhausen" [Bainghaus (?) westlich von Binolen] vermählt. Da Johan und seine Frau aber kein Saatland unterhaben, habe er durch Vermittlung seines Vaters und seiner Freunde mit Caspar von Schorlemer, dem Propst zu Oelinghausen (Eulinckhausen), der Frau Marien Schungels und den Konventsjungfern daselbst vereinbart, daß er auf Lebenszeit den Hof zu Berge, der unbesetzt sei, gegen eine entsprechende Pacht innehaben solle. Voraussetzung ist, daß sich Johan in die Eigenhörigkeit des Klosters begibt. Dies geschieht mit Einwilligung des gleichfalls vor dem Richter erscheinenden Vaters Johan Schulten und der Mutter Margarete. Der Konvent verspricht, Johan fortan in seinen Schutz zu nehmen. Siegelankündigung des Richters. Zeugen: Peter Smelman, Richter zu Menden, Herr Matthias, Kirchendiener zu Oelinghausen, Johannes Meinershagen, Schreiber zu Oelinghausen. Geschehen 1571, Montag Nov. 19.
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Vor Herman zur Megden, Richter des Herzogs Wilhelm von Kleve etc. zu Iserlohn (Isernloen), erklärt Johan, Sohn des Schulten zu "Beinckhausen", Eingesessener des Gerichts Iserlohn, er habe sich mit Agathen, Tochter des Johan Smolen zu "Bauwinckhausen" [Bainghaus (?) westlich von Binolen] vermählt. Da Johan und seine Frau aber kein Saatland unterhaben, habe er durch Vermittlung seines Vaters und seiner Freunde mit Caspar von Schorlemer, dem Propst zu Oelinghausen (Eulinckhausen), der Frau Marien Schungels und den Konventsjungfern daselbst vereinbart, daß er auf Lebenszeit den Hof zu Berge, der unbesetzt sei, gegen eine entsprechende Pacht innehaben solle. Voraussetzung ist, daß sich Johan in die Eigenhörigkeit des Klosters begibt. Dies geschieht mit Einwilligung des gleichfalls vor dem Richter erscheinenden Vaters Johan Schulten und der Mutter Margarete. Der Konvent verspricht, Johan fortan in seinen Schutz zu nehmen. Siegelankündigung des Richters. Zeugen: Peter Smelman, Richter zu Menden, Herr Matthias, Kirchendiener zu Oelinghausen, Johannes Meinershagen, Schreiber zu Oelinghausen. Geschehen 1571, Montag Nov. 19.
Nachtrag B Nr. 73
A 118u Kloster Oelinghausen - Urkunden
Kloster Oelinghausen - Urkunden >> 13. 1551 bis 1600
1571 November 19
Vermerke: Ausf., Perg., deutsch, Siegel des Richters anhängend
Urkunde
Digitalisat vorhanden: Original für die Nutzung gesperrt. Digitalisat vorhanden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:23 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.1. Kölnisches Westfalen (A) (Tektonik)
- 1.1.1. Herzogtum Westfalen (Tektonik)
- 1.1.1.2. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Oelinghausen (Tektonik)
- Kloster Oelinghausen / Urkunden (Bestand)
- 13. 1551 bis 1600 (Gliederung)