Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Klage des Hans Focke in Lübeck namens seiner Frau und der übrigen Erben, der Eheleute Johan und Klara Brandt gegen M. Johan Mollenbecke in Münster.
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Darin: Anlagen 1 10.4. 1512, (auf Paschabend) 2 Urkunden 28.9. 1511 (am abend Michaelis) Vor dem Stadtrichter Johan Bischopinck verkaufen Kannegießer Herman Nyssert u. Frau Aleke dem Johan Brandt und Frau Clara Renten aus Ihrem Hause in Martini zwischen der alten Thorne und dem Hause des Heinrich von Detten. Zeugen: Krispien Poetter und Herman Schürman. 2. Emonitorium des Domvikars Herbort Kannegeiter, und Register der Einkünfte des Vikars am alten Dom für das Jahr 1520. Darin werden genannt: Gerdt Bodde; Johan Sünderman; Mathias Hangesbecke; Johan Coesfelt vel Grüter; Bernhard Buesche in Warendorf; Margarete Brockhagen; Christian Kerckerinck; Hugo Kerckerinck; Cordt Fabii, Hinrich Hinrickinck; Bertolt Bischopinck in Ahlen; Hermann Hobrink in Billerbeck; Goike Dusaes in Bösensell; Johan Valcke in Darfeld; Evert to Beckentrüppe in Drensteinfurt; Berndt von Mervelde in Dodorpe; Johan Bolant und Michael Moderson in Ägidii; Witwe Theodor von Berge in Enniger; Cordt Travelman und Albert Cleisor in Lamberti; Johan Kremer, portarius Servatii; Heinrik Kerckerinck in Martini; Johan Trippenhauwer; Alef van der Marcke in Ottenstein; Witwe Bertold Bispinck und Göke Unraste in Telgte; Johan Droste in Überwasser; Johan ton Broicke in Ahlen; Johan van Lünen in Ascheberg; Johan Kock in Billerbeck; Hinrich Coldelinck in Dülmen; Berndt Holtorp alias Holscher in Ägidii; Johan Mencke in Enniger; Otto van dem Berge in Telgte; Herman Hoigker und Johan Lonne in Warendorf; Egbert Volbert und Johan Schenckel in Wolbeck; Heinrick van der Leite (nunc Schenckinck) in Ascheberg; Theodor Ketteler miles in Assen; Gerdt van Heeck in Nienborg; Herman Kotter in Wolbeck, Herman Buck; Dirick Torck in Vorhelm; Johan van Besten in Haltern; Albert Wulffert in Lamberti; Ermgart Naschertz in Ascheberg; Bertram Nesselrode in Ostenfelde; Evert Hoerstel in Telgte; Engelbert tom Vloge und Rikquin Meinershagen in Überwasser; Arnold van der Becke in Wüllen; Berndt Potter in Wüllen; Witwe Wolter von Münster in Billerbeck; Herman van Langen in Everswinkel; Johan Kerckerinck in Rinkerode; Herman Koninck alias Wippup in Dülmen; Klaus von Ascheberg; Johan Juncker in Coesfeld; Johan Hettersche; Johan von Werden; Johan Goeckman; Hinrik Sudercker; Witwe Johan von Stenvorde und Hw. Anton Tünneke in Ludgeri; van Geisteren in Nienborg; Evert Hoenhorst und Evert Mey in Warendorf; Johan Torck und Witwe Johan Schenckinck in Albachten; Witwe Gerda Rokelose und Berndt van Erme in Lüdinghausen; Bäcker Johan Swarte in Martini; Hinrich Munteloe in Ahlen; Johan von Senden; Sündag van Monster in Winterswick; Albert Sickman in Ascheberg; Bernard Huesser; + Kanonikus Wolter Herde; + Alheid Hagemester; + Vikar Gerhard von Metelen; + Vikar Ludwig Gotten; Johan Stoter; Hw. Johan Volquini; Boldewin Gotten; + Domdechant Theodor Schade; Ludolf Schreyer; Johan Grüter, Dechant in Martini; Vikar Herbort Meinershagen; Johan Staecke; Hieronimus Danckelman; Magister Herman Tilebeck. Sonst werden erwähnt: Eheleute Johan und Else (1546) Schürman in Dülmen; Anna Mollenbecke, Schwester des Beklagten (1546) ; Hw. Herman Mersman; Christoph Messerschmidt; Johan Schrage; Heidenreich Droste zu Vischerinck; Johan Joddefeld; + Hw. Peter Vreese; Gerdt Tünneken; Türwärter Walter Reiners, Hw. Herman Stevens; Berndt Pigge; Johan Bramsche.
Enthält: Als Richter sind zunächst tätig die Richtsherren Heinrich Travelman und Heinrich Bispinck, später der Stadtrichter. Verlangt werden die seit der Belagerung Münsters rückständigen Renten aus der Rentlichen Anlage 1. die Verkäufer der Rente, die Eheleute Nissert, sind beerbt von ihrer Tochter Anna, Frau Heinrich Mollenbeck; diese war die Mutter des Beklagten. Der Beklagte befindet, dass sein Haus das in den Rentbriefen genannte sei; er behauptet auch, die Renten seien abgelöst, da die Briefe zerschnitten seien. Zum Beweise der Identität des Hauses legt der Kläger Rentregister des verstorbenen Herbort Kannegeiter, Vikar im alten Dom, vor und zum Beweis der Echtheit Rentenregister des Vikar am alten Dom. Über die Echtheit der Register werden Gograf Christian Lennep, 46 J. alt und M. Berndt Mersman vernommen. Ferner wird der Bürgermeister Herman Heerde durch den Bürgermeister Lic. Albrecht Mumme darüber vernommen, ob der Wiedertäufer Berndt Knipperdollinck, der eine Tochter der Eheleute Brandt zur Frau hatte, seiner Schwiegermutter Rentbriefe weggenommen, die Siegel abgeschnitten und die Briefe dem Vater des Beklagten ins Haus geworfen, ob diese aber die Briefe zurückgegeben hat. Der Zeuge hat etwas davon gehört. Der Kläger behauptet, die Mandanten der Münster. Landschaft hätten ihm gestattet, die Güter des Knipperdollinck, an denen er berechtigt sei, einzufordern und an sich zu nehmen. Urteil: Der Beklagte soll schwören, dass er von der Rentverpflichtung nichts weiß. Die Berufung des Klägers wird zurückgewiesen.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.