Die Vögte, Gerichte und Gemeinden der vier Flecken Geislingen, Ostdorf, Owingen und Erlaheim (Erlach) vergleichen sich mit Zustimmung ihrer jeweiligen Obrigkeit und Herrschaft über die Bannmark, den Viehtrieb und den Weidegang zwischen dem allgemeinen Holzschlag (withaue) und dem Pfarnberg von Geislingen, um die bereits bisher vorhandene gute Nachbarschaft fortzusetzen. Den Bann der vier Flecken scheidet eine weiße Tanne auf der Hauserwies im Mildersbach, die stehen gelassen und mit vier weißen Kreuzen versehen wurde. Bei dieser Tanne wurde ein Markstein, in den ebenfalls vier weiße Kreuze geschlagen wurden, mit Kohle, Glas und Ziegelsteinen eingegraben. Alle vier Flecken sollen diese Grenze künftig nicht mehr übertreten. Die Obrigkeit, Herrlichkeit und Gerechtigkeiten der Herren dieser vier Flecken, insbesondere bei den Herrenwäldern, allgemeinen Holzschlägen sowie Eigen- und Lehenwäldern, bleiben davon unberührt. Beim Viehtrieb wird verabredet, dass die Flecken Geislingen und Ostdorf den Viehtrieb auf der einen Seite und die Flecken Erlaheim und Ostdorf den Viehtrieb auf der anderen Seite des Baches besitzen. Nach fünfzehn Jahren werden die abgenützten Marksteine wieder erneuert. Der Vergleich wird in vier Exemplaren ausgefertigt und jedem Flecken übergeben. Bei Verlust dieser Urkunde durch Krieg, Hochwasser oder Brand soll sofort eine neue Urkunde ausgestellt werden.