Requisitionen von Vieh, Früchten und Waffen; Anordnungen zum Friedhofswesen und zur Behandlung von Vagabunden
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2201
I 5 Süchteln Süchteln
Süchteln >> Altes Reich, Französische Zeit >> 2. Akten >> 2. 5. Militär >> 2.5.2. Requisitionen
1794 - 1795
Enthält: Beschluß der Kantons-Administration, daß die Munizipalitäten keine Beerdigungen innerhalb der Siedlungen gestatten sollen, für die sofortige Verscharrung von verendetem Vieh zu sorgen sowie eine Liste sämtlicher Früchte- und Viehrequisitionen seit Einmarsch der französischen Truppen einzuliefern (23.03.1795); Mitteilung des Empfängers der National-Domainen, Krey, über seine Einsetzung in den Ämtern Geilenkirchen, Heinsberg, Sittard, Born, Wassenberg, Brüggen, Dahlen und Gladbach (07.04.1795); Empfangsbestätigungen und Zahlungsaufforderungen Kreys; Erlaß der Jülich-Aachener- Bezirks-Verwaltung, daß es bei Strafe von 300 Livres verboten ist, Pferde bei der Ankunft von Truppen fortzuschaffen (22.04.1795); Befehl an die Munizipalitäten der Jülich-Aachener-Bezirksverwaltung, den Anweisungen des Kriegs-Kommissars Desnoyers gemäß, die Versorgung der Truppen sicherzustellen (17.04.1795); Festsetzung des Preises für schwarze Seife (14.12.1794); Mitteilungen des Central-Administrators J. C. Reinbach, daß dem Obersteuerempfänger für gutes Land 30 Stüber und für schlechtes Land 20 Stüber pro Morgen der vormals freien Ländereien zu zahlen seien (12.12.1794); Befehl an die Munizipalität unter Androhung der Todesstrafe dafür zu sorgen, daß sofort alle Flinten, Pistolen, Säbel und Degen auf dem Rathaus abgegeben werden (15.01.1795); Schreiben Soullain's an die durch Truppen des Generals Compere besetzte Stadt Roermond, daß Eigentum und Person durch das Gesetz geschützt sind (08.10.1794); Verbot der Ein- und Ausfuhr von Früchten über die Kantongrenzen (31.03.1795); Gesuch der Honschaften Vorst und Sittard, der Honschaft Hagenbroich zu befehlen, ihre Dienst-Berechnungen einzureichen (09.03.1795); Anweisung an die Munizipalität, allen Vagabunden einen Paß und einen Amtsbrief auszustellen und solche Bettler, die fortan ohne Dokumente angetroffen werden, zu verhaften (23.04.1795); Befehl an die Munizipalität, die ausstehenden Stück Vieh, Fleisch, Früchte und Fouragerequisitionen zu entrichten und über die Ablieferung der Gewehre zu berichten (11.09.1795)
Akten
Compere (frz. General)
Soullain
Desnoyers (Kriegskommisar)
Reinbach, J.C. (Kantonsadministrator)
Vorst
Roermond
Sittard
Hagenbroich
Dahlen, Mönchengladbach
Brüggen
Heinsberg
Bestattung, Verbot innerhalb der Stadt Süchteln
National-Domainen, Einsetzung der Einnehmer
Amt Heinsberg
Amt Brüggen
Amt Dahlen
Amt Gladbach
Bezirksverwaltung, Jülich-Aachener; Pferderequisitionen
Pferde
Koalitionskriege, Sambre-Maas Armee; Einnahme von Roermond
Kanton, Wassenberg
Koalitionskriege, Sambre-Maas Armee; Requirierung aller Waffen
Landstreicher, Paß
Bettelei, Amtsbriefe
Kommissare, Kriegskommissare; Desnoyers
Friedhöfe
Steuerempfänger, Generaleinnehmer; Krey
Friedhöfe, Verbot von Bestattungen innerhalb der Stadt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:04 MEZ