Nachlass Wirthle, Wilhelm (Bestand)
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H Wirthle, Wilhelm
>> Handschriften und Nachlässe
1844/1960
Vorwort: Der Nachlaß wurde im Mai 2002 im Auftrag von Rechtsanwalt und Notar Dr. Karl Heyn, Frankfurt, als Vollstrecker des Testaments von Frau Anna Elise Erika Wirthle übersandt.
Wilhelm Wirthle wurde am 6. April 1874 in Schwenningen geboren. Er war als Postbeamter in Blaubeuren (seit 1901) und in Göppingen (seit 1910) tätig. Im November 1913 wurde er Parteisekretär der Nationalliberalen Partei in Ulm. Nach der Teilnahme im Ersten Weltkrieg wurde er von Dez. 1918 bis Dez. 1919 Parteisekretär der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) in Ulm. 1924 bis 1925 war er Herausgeber der Ulmer Abendpost. In den 1920er Jahren gehörte er dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an und war auch zeitweise Leiter der Ulmer Ortsgruppe. Nach seiner Inhaftierung im KZ Heuberg von April bis Juni 1933 wurde er zum Postamt Tübingen versetzt. Nach seiner Pensionierung 1938 wurde er 1945 wieder in den Postdienst übernommen und 1948 zum Präsidenten der Oberpostdirektion Tübingen ernannt. 1950 trat er endgültig in den Ruhestand. 1947 wurde er in den Landtag von Württemberg-Hohenzollern für die DVP gewählt. Er verstarb am 20. Mai 1960.
Hinweis: Das Manuskript und ein weiteres Exemplar der Chronik befinden sich im Bundesarchiv.
Familienregister des Standesamts Ulm (Band 62 Blatt 165):
Wilhelm Wirthle (vollständig: Friedrich Wilhelm Wirthle) heiratete in Ulm am 7. Mai 1901 die am 9. Februar 1877 in Ulm geborene Wilhelmine Marie geb. Scherer. Sie verstarb am 16. Juni 1921 in Ulm. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Gertrud Hildegard, geb. am 21. Februar 1902 in Blaubeuren und Werner, geb. am 23. August 1908 in Blaubeuren.
In zweiter Ehe war Wilhelm Wirthle mit der am 8. Januar 1882 in Ludwigsburg geborenen Johanna Friederike Luise geb. Rößler verheiratet (Heirat am 28. März 1922 in Ulm). Aus dieser Ehe ging ein Kind hervor: Lore, geb. am 20. April 1923 in Ulm. Sie heiratete in Tübingen am 8. April 1944 einen Karl Gustav Ernst Schütz.
Wilhelm Wirthle wurde am 6. April 1874 in Schwenningen geboren. Er war als Postbeamter in Blaubeuren (seit 1901) und in Göppingen (seit 1910) tätig. Im November 1913 wurde er Parteisekretär der Nationalliberalen Partei in Ulm. Nach der Teilnahme im Ersten Weltkrieg wurde er von Dez. 1918 bis Dez. 1919 Parteisekretär der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) in Ulm. 1924 bis 1925 war er Herausgeber der Ulmer Abendpost. In den 1920er Jahren gehörte er dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an und war auch zeitweise Leiter der Ulmer Ortsgruppe. Nach seiner Inhaftierung im KZ Heuberg von April bis Juni 1933 wurde er zum Postamt Tübingen versetzt. Nach seiner Pensionierung 1938 wurde er 1945 wieder in den Postdienst übernommen und 1948 zum Präsidenten der Oberpostdirektion Tübingen ernannt. 1950 trat er endgültig in den Ruhestand. 1947 wurde er in den Landtag von Württemberg-Hohenzollern für die DVP gewählt. Er verstarb am 20. Mai 1960.
Hinweis: Das Manuskript und ein weiteres Exemplar der Chronik befinden sich im Bundesarchiv.
Familienregister des Standesamts Ulm (Band 62 Blatt 165):
Wilhelm Wirthle (vollständig: Friedrich Wilhelm Wirthle) heiratete in Ulm am 7. Mai 1901 die am 9. Februar 1877 in Ulm geborene Wilhelmine Marie geb. Scherer. Sie verstarb am 16. Juni 1921 in Ulm. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Gertrud Hildegard, geb. am 21. Februar 1902 in Blaubeuren und Werner, geb. am 23. August 1908 in Blaubeuren.
In zweiter Ehe war Wilhelm Wirthle mit der am 8. Januar 1882 in Ludwigsburg geborenen Johanna Friederike Luise geb. Rößler verheiratet (Heirat am 28. März 1922 in Ulm). Aus dieser Ehe ging ein Kind hervor: Lore, geb. am 20. April 1923 in Ulm. Sie heiratete in Tübingen am 8. April 1944 einen Karl Gustav Ernst Schütz.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 12:43 MESZ