Ulrich, Propst des Stifts Weilburg, verleiht Herrn Hermann Piscatoris, Kanoniker ebenda, das Dekanat desselben Stifts, das durch Tod oder Verzicht des + Herrn Johann Hothdorffer, des letzten Dekans, vakant ist und dessen Verleihung dem Aussteller zusteht. Er investiert ihn durch Übergabe des Buches und befiehlt den Kanonikern und dem Kapitel des Stifts Weilburg bei Strafe der Exkommunikation, jenen binnen 6 Tagen, von denen je zwei als 1., 2. und 3., peremptorischer Termin und kanonische Mahnfrist zählen sollen, zu dem Dekanat zuzulassen, in den körperlichen Besitz einzuführen und die Einkünfte und Rechte des Dekanats zu überantworten.
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Ulrich, Propst des Stifts Weilburg, verleiht Herrn Hermann Piscatoris, Kanoniker ebenda, das Dekanat desselben Stifts, das durch Tod oder Verzicht des + Herrn Johann Hothdorffer, des letzten Dekans, vakant ist und dessen Verleihung dem Aussteller zusteht. Er investiert ihn durch Übergabe des Buches und befiehlt den Kanonikern und dem Kapitel des Stifts Weilburg bei Strafe der Exkommunikation, jenen binnen 6 Tagen, von denen je zwei als 1., 2. und 3., peremptorischer Termin und kanonische Mahnfrist zählen sollen, zu dem Dekanat zuzulassen, in den körperlichen Besitz einzuführen und die Einkünfte und Rechte des Dekanats zu überantworten.
88, U 105
88 Stift Weilburg, St. Walpurgis, Chorherren
Stift Weilburg, St. Walpurgis, Chorherren >> 1 Urkunden >> 1376-1425
Speyer, 1407 August 11
Ausfertigung, Pergament. Das Siegel nebst Pressel ab. -- Druck: Würdtwein, Nova subsidia IV, 203-204 Nr. 71
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. et actum Spire 1407, in der 15. Indiktion, im 2. Jahr von Papst Gregor XII., am 11. August, vor Herrn Konrad Holtman, Sexprebendarius des Domstifts Speyer, Johannes Emmerici von Straßburg (de Argentina) und Johannes Breckenheim, einem Kleriker MzD
Struck, St. Walpurgisstift Weilburg, Nr. 1262
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:08 MESZ