Mainz, 1585.05.08. (Richter Adam Ebersheim). Der Ratsherr Friedrich Jordan bekundet, daß er den Vormündern (Christoph Molstetter und Johann Glock +) der nachgelassenen Tochter Adam Hattsteins, jetzt Frau des Liz. d.R. Philipp Mor, im Jahre 1574 50 fl. Wiederkaufszins schuldig geworden ist. Er verpfändet dafür mit Wissen seiner Tochtermänner Philipp Anshelm (weltl. Richters) und Walther Faust einen Keller mit firnem Wein, unter weiland Herrn Valentin Spießen Haus zum Stork, ungefähr 40 Fuder Wein haltend, und dann 12 Fuder Wein, die er binnen 14 Tage dorthin einzuführen verspricht. Geschehen im Haus Friedrich Jordans uff dem Mark; Z.: Philipp Hölzer und Wendel Freiel.
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Mainz, 1585.05.08. (Richter Adam Ebersheim). Der Ratsherr Friedrich Jordan bekundet, daß er den Vormündern (Christoph Molstetter und Johann Glock +) der nachgelassenen Tochter Adam Hattsteins, jetzt Frau des Liz. d.R. Philipp Mor, im Jahre 1574 50 fl. Wiederkaufszins schuldig geworden ist. Er verpfändet dafür mit Wissen seiner Tochtermänner Philipp Anshelm (weltl. Richters) und Walther Faust einen Keller mit firnem Wein, unter weiland Herrn Valentin Spießen Haus zum Stork, ungefähr 40 Fuder Wein haltend, und dann 12 Fuder Wein, die er binnen 14 Tage dorthin einzuführen verspricht. Geschehen im Haus Friedrich Jordans uff dem Mark; Z.: Philipp Hölzer und Wendel Freiel.
U / 1585 Mai 8 (in 5 / 7)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
08.05.1585
Stadtgericht Mainz
In 5 / 07, fol. 172 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ