Die Ratmannen der Stadt Luckau bekunden, dass sie mit Zustimmung "unsrer gewerken und gemeyne" Lorenz Kliestow, Bürger der Stadt Frankfurt (Oder), seiner Ehefrau Margaretha und ihrer beider rechten Kindern einen Zins von 10 Schock Groschen böhmischer Münze, "alle jar czu gehen und czu beczalen czu Frankenforde uff senth Wolburgen tag" (1. Mai) für 100 Schock verkauft haben. "Were ouch sache, das wir [...] uff [...] sent Wolburgen nicht also beczalten, als hie geschreben steit, ap denne die vorgeschreben Laurencz Clysto, Margaretha syn eliche husfrawe adir die denne lebeten, die dar recht hetten zu den vorgeschreben czinsen, nemen uff redlichen schaden zu Cristen adir czu Juden und darczu botlon und brieffelon, allen sulchin schaden globen wir [...] den egnantin sachwaldigen czu geben und czu beczalen gliche den vorgeschreben czinsen." Nach dem Tod von Lorenz Kliestow, seiner Ehefrau und ihrer beider Kinder, "die von yrer beidir libe in yrem eebette, die wile sy bide bie enander lebin, geborn werden", sollen die 10 Schock an die Stadt Luckau fallen "und nicht fort an yre erben kommen nocht an anders nyemandes gefallen". "Gegeben nach Cristus gebort vyrczenhundert jar in dem achtczenden jare am dinstage in den Ostirheiligen tagen."