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Schrägluftbilder der Landesplanung, Rheinland-Westfalen 1910-1941 RW 0261 (Bestand)
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Schrägluftbilder: Es handelt sich um Bilder der Rheinprovinz sowie der Provinz Westfalen, die die jeweiligen Provinzialverwaltungen im Rahmen der Landesplanung gesammelt hatten. Die Aufnahmen umfassen Gebiete der heutigen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes.
Form und Inhalt: Die Schrägluftbilder diese Bestandes wurden von der Staatskanzlei Abt. Landesplanung im Jahr 1980 an das damalige Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (heute Landesarchiv NRW Abt. Rheinland) abgegeben. Es handelt sich um Bilder der Rheinprovinz sowie der Provinz Westfalen, die die jeweiligen Provinzialverwaltungen im Rahmen der Landesplanung gesammelt hatten. Die insgesamt 2817 Aufnahmen umfassen Gebiete der heutigen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes.
Hergestellt wurden sie in den Jahren von 1910 bis 1941 durch die folgenden Firmen:
Hansa Luftbild GmbH, Münster, Berlin
Bildflug GmbH, vom. Junkers Luftbildzentrale, Leipzig
Aerokartographisches Institut AG, Breslau
Hamburger Luftbild GmbH, Hamburg
Akaflieg (Akademische Fliegergruppe an der TH Aachen)
Richard J. Kern, Düsseldorf, Berlin-Wilmersdorf
Luftverkehr Strähle (heute: Strähle Luftbild), Schorndorf
Hubert Fischer
Stefan Prager
Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen
Luftbild-Gesellschaft Roeßler und Co., Chemnitz
Der Bestand besteht aus SW-Positiven im Format 13x18, die überwiegend auf Pappe aufgezogen sind. Stammen die Aufnahmen von der Firma Hansa Luftbild oder solchen Firmen, die später in dieser aufgegangen sind, befinden sich die zugehörigen Negative zum Teil im Bestand RW 0229.
Dort, wo auf der Karte kein Aufnahemdatum vorhanden ist, wurde das auf der Rückseite befindliche Freigabedatum als Laufzeit aufgenommen. Dies kann jedoch u.U. mehrere Jahre hinter dem tatsächlichen Aufnahmedatum liegen.
Bei den Bildern der Hansa Luftbild (und der in ihr aufgegangenen Firmen Junkers, Bildflug Leipzig, AKI, etc.) ist eine Datierung mitunter aufgrund der Plattennummer möglich oder wenn das Negativ der Aufnahme im Bestand RW 0229 vorliegt.
Die Datierung der Bilder der Strähle Luftbild basiert auf einer Auskunft der Firma im April 2019. Die Flugdaten konnten dort anhand der Plattennummern ermittelt werden (s. Vorgang 2019/05391).
Weitere Teile der Übernahme aus der Staatskanzlei NRW wurden aus lagerungstechnischen Gründen zu eigenen Beständen zusammengefasst. Es sind dies die Bestände RW 0268 mit Schrägluftbildern der Fa. Luftfahrt-Technik Deutsches Luftbild aus den 1950er-Jahren (Freigabedatum 1955), RW 0331 mit Luftbildkarten und -plänen und RW 0420 mit Reihenmessbildern.
Bei der Nutzung der Bilder, insbesondere bei Reproduktionen und Veröffentlichungen sind die Bestimmungen des Urheberschutzes zu beachten.
2.817 SW-Aufnahmen (Abzüge überwiegend auf Pappe aufgezogen)
Bestand
German
Luftbilder-Verzeichnis der Luftbildersammlung der Landesplanung der Rheinprovinz, in: Landesplanung der Rheinprovinz: Bericht über die Förderung des Karten- und Luftbildwesens durch den Rheinischen Provinzialverband, Schriften des Rheinischen Provinzialverbandes, Heft 1 (1935), Anhang
(Dienstbibliothek VI S 444)
Stephan Prager: Das Deutsche Luftbildwesen, in: Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Heft 97, Köln und Opladen 1961, S. 7-52.
Marco Rasch: Das Luftbild in Deutschland von den Anfängen bis zu Albert Speer. Geschichte und Rezeption des zivilen ”Stiefkinds der Luftfahrt“, Paderborn 2021.
Matthias Meusch: ”Fragen an Raum und Landschaft. Das Luftbild im Spiegel seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten“, in: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Heft 5-6/2020, 67. Jahrgang, S. 336-351.
Elke Dittrich: Der Flughafen Tempelhof. Der Filmbunker und die Hansa Luftbild in Tempelhof, Berlin 2013.
Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie, Heft 45/46 (1992): Himmlische Bilder. Luft Raum Fotografie.
Eamonn McCabe, Gemma Padley: Von oben. Die Geschichte der Luftbildfotografie, Berlin 2019.
Manuel Köppen: Luftbilder. Die Medialisierung des Blicks“, in: Gerhard Paul (Hrsg.): Das Jahrhundert der Bilder, Bd. 1: 1900 - 1945, Göttingen 2009, S. 180-187.
Jörg Albertz: 100 Jahre Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation e.V., in: Photogrammetrie. Fernerkundung. Geoinformation, Heft 6 (2009), S. 487-560.
Detlef Siegfried: ”Kartierung der Welt. Das Luftbild in der Weimarer Republik“, in: Adam Paulsen, Anna Sandberg (Hrsg.): Natur und Moderne um 1900. Räume, Repräsentationen, Medien, Bielefeld 2013, S. 285-302.
Heinrich de Fries (Hrsg.): Deutschland aus der Vogelschau. Landschaft und Siedlung im Luftbild, bearb. v. Erich Ewald, Berlin 1925.
Eugen Diesel: Das Land der Deutschen, Leipzig 1933.
Deutsches Land in 111 Flugaufnahmen, Königstein i. Ts., Leipzig 1933.
Wolfgang Schulze, Günter Richard: Historische Luftbilder des Ruhrgebiets 1924-1938, Essen 1991.
Matthias Meusch (Hrsg.): Die Eifel in alten Luftbildern, Jünkerath: Eifel-Verlag, 2016.
Matthias Meusch (Hrsg.): Der Rhein in alten Luftaufnahmen, Teil 1: Der Mittelrhein von Eltville bis Bonn (Historische Bilder des Rheinlandes, Bd. 1.1, hrsg. von der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde), Jünkerath: Gaasterland-Verlag, 2019.
Matthias Meusch (Hrsg.): Der Rhein in alten Luftaufnahmen, Teil 2: Kölner Bucht und Niederrhein. Von Brühl bis Emmerich (Historische Bilder des Rheinlandes, Bd. 1.2, hrsg. von der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde), Jünkerath: Gaasterland-Verlag, 2021.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.