Klage gegen die Verletzung der Jurisdiktionsgewalt des jül. Vogts und Meiers in Aachen, der dem Weltlichen Hohen Gericht vorsitzt und das Recht zur Einstellung und Entlassung der Justizdiener, auch der Schultheißen, besitzt. Anlaß des Prozesses ist die Verhaftung des Schultheißen Gerhard Pütz und seine achtmonatige Gefangenhaltung im „Graß“ genannten Gefängnis. Gerhard Pütz sei lediglich seinen Amtspflichten nachgekommen, als er auf Antrag des Gerlach Rademechers, Kanonikers des Marienstifts in Aachen, von dessen Schuldner Ercken von der Wehr (Wehe) einen Karren mit zwei Pferden, einen Kessel und Brandkohlen pfändete.
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Klage gegen die Verletzung der Jurisdiktionsgewalt des jül. Vogts und Meiers in Aachen, der dem Weltlichen Hohen Gericht vorsitzt und das Recht zur Einstellung und Entlassung der Justizdiener, auch der Schultheißen, besitzt. Anlaß des Prozesses ist die Verhaftung des Schultheißen Gerhard Pütz und seine achtmonatige Gefangenhaltung im „Graß“ genannten Gefängnis. Gerhard Pütz sei lediglich seinen Amtspflichten nachgekommen, als er auf Antrag des Gerlach Rademechers, Kanonikers des Marienstifts in Aachen, von dessen Schuldner Ercken von der Wehr (Wehe) einen Karren mit zwei Pferden, einen Kessel und Brandkohlen pfändete.
AA 0627, 2108 - G 828/2826
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 3. Buchstabe G
1603 - 1604
Enthaeltvermerke: Kläger: Herzog Johann Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg Beklagter: Bürgermeister, Schöffen und Rat des kgl. Stuhls und der Stadt Aachen Prokuratoren (Kl.): Dr. Andreas Pfeffer 1603 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Daniel Seiblin [1600] 1603 Prozeßart: Mandati der pfandung den verstrickten Schultheißen zu Aach betreffend Instanzen: RKG 1603 - 1604 Beschreibung: 1 cm, 10 Bl., lose; Q 1 - 5, es fehlen Q 6* und 7*.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:18 MESZ