Schiedsspruch der Brüder und Markgrafen Friderich und Sigmund zu Brandenburg zwischen dem Deutschen Haus zu Virnsperg (Komtur ist Dietherich vom Stain) und Hans v. Seckendorff zu Nydernzenne: 1. Die von Rappenaw sollen nicht mehr als 200 Schafe halten und sie nicht auf die seckendorffischen Felder treiben; wegen des Triebs auf die Feldmark von Obernalttenpern sollen von beiden neue Beweise vor dem Hofgericht vorgebracht werden. - 2. Das abgebrochene Haus auf dem Ordensgrund zu Niedernalttenpern darf neu errichtet werden, doch steht dem Seckendorff der Zehnt daraus zu. - 3. Im BAch zu Oberalttenpern soll das Deutsche Haus kein Fischrecht haben, es sei denn, dass es sein Recht vor dem Hofgericht beweisen kann, hingegen steht ihm im Bach zu Nydernalttenpern das Fischrecht gemeinsam mit Hans v. Seckendorff zu. - 4. Wenn der Mesner und Flurer zu Nydernnalttenpern dem Seckendorff wegen der Flur besonders verpflichtet wird, soll er auch der Kommende wegen der Lehenschaft der Pfarrei verpflichtet werden. - 5. Wegen des Holzschlagens der Ordensuntertanen zu Brachpach, Eschbach und Nydernzenne soll noch besondere Kundschaft eingeholt werden. Genannt werden der Sohn Moritz des Hans v. Seckendorff und Lutz Müller. - Siegler: Aussteller (mit gemeinsamen Siegel).
Vollständigen Titel anzeigen
Schiedsspruch der Brüder und Markgrafen Friderich und Sigmund zu Brandenburg zwischen dem Deutschen Haus zu Virnsperg (Komtur ist Dietherich vom Stain) und Hans v. Seckendorff zu Nydernzenne: 1. Die von Rappenaw sollen nicht mehr als 200 Schafe halten und sie nicht auf die seckendorffischen Felder treiben; wegen des Triebs auf die Feldmark von Obernalttenpern sollen von beiden neue Beweise vor dem Hofgericht vorgebracht werden. - 2. Das abgebrochene Haus auf dem Ordensgrund zu Niedernalttenpern darf neu errichtet werden, doch steht dem Seckendorff der Zehnt daraus zu. - 3. Im BAch zu Oberalttenpern soll das Deutsche Haus kein Fischrecht haben, es sei denn, dass es sein Recht vor dem Hofgericht beweisen kann, hingegen steht ihm im Bach zu Nydernalttenpern das Fischrecht gemeinsam mit Hans v. Seckendorff zu. - 4. Wenn der Mesner und Flurer zu Nydernnalttenpern dem Seckendorff wegen der Flur besonders verpflichtet wird, soll er auch der Kommende wegen der Lehenschaft der Pfarrei verpflichtet werden. - 5. Wegen des Holzschlagens der Ordensuntertanen zu Brachpach, Eschbach und Nydernzenne soll noch besondere Kundschaft eingeholt werden. Genannt werden der Sohn Moritz des Hans v. Seckendorff und Lutz Müller. - Siegler: Aussteller (mit gemeinsamen Siegel).
Ritterorden, Urkunden 5970
Zusatzklassifikation: Schiedssbrief
Ritterorden, Urkunden
Ritterorden, Urkunden >> Ritterorden, Urkunden >> 21. Vogtei Virnsberg
1489 Juni 2
Pergament
Urkunden
ger
Ausstellungsort: Ansbach
Originaldatierung: Geschen und geben zu Onoltzpach am Dynstag nach Exaudi 1489.
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: 1. Ausf., Perg., mit Siegel. - 2. Abschrift, Papier. Blattzahl: 4
Originaldatierung: Geschen und geben zu Onoltzpach am Dynstag nach Exaudi 1489.
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: 1. Ausf., Perg., mit Siegel. - 2. Abschrift, Papier. Blattzahl: 4
Brandenburg, Friedrich d.Ä. v. (Markgraf)
Brandenburg, Sigmund v. (Markgraf)
Seckendorff-Aberdar, Johann v. (zu Unternzenn)
Seckendorff-Aberdar, Moritz v.
Stein, Dietrich vom
Müller, Ludwig
Ansbach, Ausstellungsort
Unteraltenbernheim (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim)
Oberaltenbernheim (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim)
Rappenau (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim)
Unternzenn (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim)
Virnsberg (Gde. Flachslanden, Lkr. Ansbach), Kommende
Brandenburg-Ansbach, Hofgericht
Unteraltenbernheim (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim), Pfarrei
Brachbach (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim)
Esbach (Gde. Obernzenn, Lkr. Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:54 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Staatsarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Staatsarchivs Nürnberg (Tektonik)
- I. Altbestände (Territorien und Institutionen des Alten Reichs) (Tektonik)
- Deutscher Orden (Tektonik)
- Selekte (Tektonik)
- Ritterorden, Urkunden (Bestand)
- Ritterorden, Urkunden (Gliederung)
- 21. Vogtei Virnsberg (Gliederung)