Der Appellant beanspruchte für seine Frau als Witwe Greins die lebenslange Leibzucht an dessen gesamtem noch vorhandenem Allodial- und Lehensbesitz. Er beruft sich dafür unter anderem auf die jül. Reformationsordnung. Die Appellatinnen hatten dagegen mit dem Argument, kinderlosen Witwen stehe keine Leibzucht am Lehensbesitz ihres Mannes zu, Haus Kiffelberg in Besitz genommen und waren darin von der Vorinstanz bestätigt worden.
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Der Appellant beanspruchte für seine Frau als Witwe Greins die lebenslange Leibzucht an dessen gesamtem noch vorhandenem Allodial- und Lehensbesitz. Er beruft sich dafür unter anderem auf die jül. Reformationsordnung. Die Appellatinnen hatten dagegen mit dem Argument, kinderlosen Witwen stehe keine Leibzucht am Lehensbesitz ihres Mannes zu, Haus Kiffelberg in Besitz genommen und waren darin von der Vorinstanz bestätigt worden.
AA 0627, 426 - B 1029/3702
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1659-1669 (1492-1669)
Enthaeltvermerke: Kläger: Obrist Philipp Jakob von Brempt zu Grasbroek (Grathbroch, Gratbroch, Graitbroch) (Amt Born; Limbricht/Niederlande), namens seiner Ehefrau Katharina Barbara Hoen von Cartils, Witwe Johann 291 Wilhelms von Grein zu Grasbroek, Born und Kiffelberg, der 1653 kinderlos starb, (Bekl.: Witwe Grein) Beklagter: Geschwister Anna und Christina von Grein (Schwestern von Johann Wilhelms Vater), Gevenich (Amt Boslar; Kr. Jülich), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Gülicher sen. (1659) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Schommartz 1660 - Subst.: Lic. Franz Eberhard Albrecht Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei (Kanzler und Räte) zu Düsseldorf extrajudizial 1653-1659 - 2. RKG 1659-1669 (1492-1669) Beweismittel: Bd. 2: Notariatsinstrument zur Apprehension der Possession der von Johann Wilhelm von Grein hinterlassenen Güter, vorbehaltlich der Leibzucht der Witwe, durch seine Verwandten: Werner von und zu Vercken namens seiner Ehefrau Anna von Mülstroe, Anna und Agnes von Olmissen gen. Mülstroe, Elisabeth von Drimborn (Base Johann Wilhelms) und ihren Bruder Wilhelm Alexander von Drimborn (189-193). Dekret des Herzogs Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg zur Ordnung des rechtlichen Austrags von Lehensstreitigkeiten, 1596 (233-238). Auszüge aus dem vor dem jül. Amtmann zu Millen bzw. den herzogl. Räten geführten Prozeß der Elisabeth von Hegem gen. Alffen für sich und ihren schwachsinnigen Ehemann Johann von Westrem sowie ihrer beider Kinder ./. (ihre Stiefmutter) Sophia von Zours, Witwe (von Hegem), 1604-1605 (288- 295). Heiratsvertrag zwischen Johann Wilhelm von Grein zu Kiffelberg, Grasbroek und Born und Katharina Barbara von Cartils gen. Hoen, 1643 (296-300). Letzter Wille des Johann Wilhelm von Grein, 1653 (300-314). Zeugenaussagen (371-405, 422-435, 560-577). Parallelfall der Witwe des Obristen von Palant zu Breitenbend (1613) (454f). Auszüge aus den Lehenserhebungen des Gutes Kiffelberg, 1492-1653 (466f.). Auszüge aus den Lehensbüchern der Mannkammern Born und Millen ab 1560 (578-583). Beschreibung: 2 Bde., 12,5 cm; Bd. 1: 49 Bl., lose; Q 1-11, 13-17, es fehlen Q 3 (Vollmacht Gülicher), 5, 8 Beilagen; Bd. 2: 11,5 cm, 709 Bl., geb.; Q 12. Fünf in Bd. 1 befindliche Vorgänge zu dem RKG- Prozeß des kurpfälz. Regierungsrats und Oberamtmanns zu Germersheim, Johann Nikolaus von Helmstatt ./. Friedrich von Steinkal-292 lenfels zu Morschheim (Kr. Kirchheimbolanden) 1981 an das Landesarchiv Speyer abgegeben. Lit.: Carl Lennaerts, Die Mannkammern des Herzogtums Jülich, Bonn und Leipzig 1923 (Rheinisches Archiv, 3), S. 17-19.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:51 MESZ
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