Verschiedene Kirchen- und Schulangelegenheiten, Bd. 31
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10747 Kreishauptmannschaft Dresden, Nr. 2411 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: 34; Rep. 2
10747 Kreishauptmannschaft Dresden
10747 Kreishauptmannschaft Dresden >> 11 Kirchen- und Schulsachen, Religionssachen >> 11.01 Allgemeine Angelegenheiten
1865 - 1867
Enthält u. a.: Testamentarisch verfügte und in den technischen Einzelheiten geregelte Feuerbestattung und Einmauerung der Urne in den Turm seines Wohnhauses des Advokaten Ludwig Wilhelm Tischer, Oberlößnitz, welche jedoch untersagt wurde (Bl. 1-5).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten des Schulvikars zu Crumbach Karl Robert Alexander Grobleben wegen angeblichen "fleischlichen Vergehens" (Bl. 14-15).- Ausstellung eines Totenscheins der Elisabeth Ursula Anna Cordula Xaviere verw. Herzogin von Esclignac, geb. von Sachsen für die französische Gesandtschaft (Bl. 16-19).- Auskunft an das Konsistorium Altenburg über den wegen heimlicher Entfernung von seiner Stelle entlassenen Handelslehrer Julius Albrecht, Oschatz, aus Roda (Bl. 20-21).- Darlehen an Hilfslehrer zur Zahlung des Einstandsgelds zur Befreiung vom Militärdienst.- Mitteilung über die Entlassung des 2. Lehrers zu Neuschönfeld und Schulvikars zu Heiligenborn Heinrich Louis Eckert wegen "wiederholten übermäßigen Genusses geistiger Getränke" (Bl. 32-33).- Einladung zur Teilnahme an den Prüfungen durch die jüdischen Gemeindeschule, Dresden einschließlich Prüfungsordnung und Druckschrift über die Schule (Bl. 34-35, 140-146).- Jahresbericht des Vereins für kirchliche Kunst in Sachsen (u. a. Stiche der Außen- und Innenansicht der Kirche zu Falkenstein und des Altars der Kirche zu Cunewalde) (Bl. 38-39 ff.).- Kloss, Moritz (Direktor der Königlichen Turnlehrer-Bildungsanstalt in Dresden): Blick auf den früheren und jetzigen Stand des Schulturnwesens im Königreich Sachsen nach seiner äußeren und inneren Entwicklung ... (Druckschrift, Bl. 41 ff.).- Überprüfung des Bedürfnisses der Zulassung von Beichte und Andachten in polnischer Sprache durch den katholischen Geistlichen Jastrzebski in Dresden (Bl. 46-51).- Mitteilung über das Ausscheiden des Schullehrers zu Halbendorf Johann Ernst Wirtschin wegen "nicht regelmäßiger Abhaltung der Schulstunden und verbotenen Umgangs mit einem Mädchen" (Bl. 53-54).- Mitteilung über die Entlassung aus dem öffentlichen Schuldienst des Kirchschullehrers zu Wittgendorf Ernst Julius Tietze wegen "öffentlicher Verletzung der Sittlichkeit"; Wiederzulassung als Vikar (Bl. 62-64; 85-86).- Mitteilung über die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Schullehrer zu Pfaffenhain Christian Friedrich Hermann Frenzel wegen eigenmächtigen Verlassens seines Amtes und angeblicher Reise nach Hamburg (Bl. 66-68).- Anforderung von Personenstandsunterlagen des Carl Gottlob Gellert, geboren in Niederau für die Verheiratung mit Marie Madeleine Poccorni, Lille (Bl. 68-74).- Mitteilung über die Entlassung des Schulamtskandidaten Franz Ludwig Klötzer, jetzt Klavierlehrer in Dresden wegen "unwürdigen Verhaltens" (Bl. 84).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste des Schulamtskandidaten des Schulvikars zu Lauterbach Friedrich August Popp wegen vorehelichem Geschlechtsverkehr, unberechtigter Inanspruchnahme des Junggesellentitels bei der Trauung (Kirchenfalsum) und unwürdigem Verhalten (Bl. 90-93).- Mitteilung über die Entlassung des Turnlehrers an der Stadtschule Glauchau des Friedrich Wilhelm Kuhn, aus Ablaß wegen "fleischlichen Vergehens" (Bl. 99-100).- Jahresbericht des Vereins sächsischer Lehrer zu gegenseitiger Unterstützung in Krankheitsfällen (Bl. 101-105).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste der Predigtamtskandidaten des Schuldirektors zu Eibenstock Dr. phil. Karl Heinrich Otto Meding wegen "unzüchtiger Behandlung der ihm anvertrauten weiblichen Schuljugend" (Bl. 106-107).- Entlassung des altenburgischen Seminaraspiranten Friedrich Wilhelm Schieferdecker aus Schlöben, der in Grimma, Crossen und Netzschkau eingesetzt war wegen ungenügender Leistungen und unangemessenem Lebenswandel (Bl. 121-124).- Mitteilung über die Bestrafung des ehemaligen Bürgerschullehrers zu Chemnitz Karl Bernhard Lohmann, derzeit angeblich am Böhmeschen Institut zu Dresden wegen vorehelichem Geschlechtsverkehr und unberechtigter Inanspruchnahme des Junggesellentitels bei der Trauung (Kirchenfalsum) (Bl. 125-127).- Anforderung eines Totenscheins für Augustin Adam aus Luxemburg, verheiratet mit Anna Elisabeth Saenen, der in Dresden gestorben sein soll, durch die belgische Gesandtschaft (Bl. 128-133).- Unterstützung beim Finden einer einträglicheren Stelle für den Kirchschullehrer zu Rübenau Karl August Kreher (Bl. 134).- Mitteilung über die Streichung aus der Liste der Schulamtskandidaten des Gustav Bürger aus Hartmannsdorf (bei Kirchberg), derzeit Privatlehrer in Lugau, vorher an der Bürgerschule Stollberg wegen Trunksucht, eines "tätlichen Angriffs auf die Schamhaftigkeit eines 15jährigen Mädchens" und eigenmächtigen Verlassen seines Amts (Bl. 135-137).- Suche nach einer neuen Stelle für den Kirchschullehrer zu Niebra (bei Werdau) Johann Heinrich Kluge, dessen Schule wegen Neueröffnung einer Schule in Hilbersdorf geschlossen wird (Bl. 139).- Erörterungen über die Eignung und Befähigung des Direktors der Privatschule im Plauenschen Grund Carl Hugo Wendel aus Schneeberg für eine Oberlehrerstelle an der Realschule mit Progymnasium zu Reichenbach (Bl. 147-154).- Mitteilung übe die Entlassung des Bürgerschullehrers und Organisten zu Schneeberg Gustav Sterzel wegen Ehebruchs (Bl. 155-156).- Erörterung des Antrags auf Errichtung einer katholischen Seelsorgestation in Sebnitz (u. a. Zahl der Katholiken in den Gerichtsamtbezirken Neustadt und Sebnitz sowie der Stadt Sebnitz (Bl. 157-163).- Erörterungen über den Kirchschullehrer zu Leubsdorf Franz Herrmann Metall im Rahmen einer Disziplinaruntersuchung wegen u. a. Amtsvernachlässigung (Bl. 165-166).
Kreisdirektion Dresden
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:44 MEZ
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