Kaiser Franz II. (voller Titel) belehnt Klemens (Clemens Wenzeslaus) Schenk Graf von Stauffenberg aus der Wilflinger Linie für sich selbst und als Lehenträger seines Onkels Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg und seines Bruders Ignaz Schenk Graf von Stauffenberg mit dem Halsgericht und Blutbann in dem Dorf Rißtissen und seinen Zugehörungen, die als Privilegien vom Kaiser und vom Heiligen Reich zu Lehen rühren. Das Halsgericht und den Blutbann hatte Kaiser Franz II. am 25. Juli 1793 zuletzt an Anton (Damian Friedrich Anton) Schenk Freiherr von Stauffenberg für sich selbst und als Lehensträger seines Bruders Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg 25. Juli 1793 als Lehen verliehen. Nach dem Tod von Anton Schenk Freiherr von Stauffenberg erfolgt die Belehnung durch den Aussteller auf der Grundlage eines Teilungsrezesses zwischen den beiden Brüdern Johann Jakob Schenk und Wolfgang Friedrich Schenk von Stauffenberg, der bisherigen Lehenbriefe und einer von Kaiser Rudolf II. am 3. November 1609 der freien Reichsritterschaft in Schwaben erteilten Freiheit über die Belehnung aller Erben und künftigen Besitzer mit dem Blutbann. Die Obrigkeitsrechte des Kaisers, des Heiligen Reiches und die Rechte und Gerechtigkeiten anderer Rechteinhaber bleiben davon unbeeinträchtigt. Als Bevollmächtigter des Belehnten hat Leopold Hinsberg als Agent am kaiserlichen Hof das übliche Gelübde und den üblichen Eid geleistet, den der Belehnte auch seinen Amtleuten abnehmen soll, die die Blutgerichtsbarkeit ausüben werden. Der Belehnte wird verpflichtet, als unparteiischer Richter keinen Unterschied zwischen Armen und Reichen zu machen, sich nicht durch Geld, Gaben, Gunst, Furcht, Freundschaft, Feindschaft oder andere Dinge beeinflussen zu lassen, gerechtes Gericht und Recht zu beachten und wird daran erinnert, dass er sich am Jüngsten Gericht vor dem allmächtigen Gott zu verantworten hat und dem Kaiser und dem Heiligen Reich gehorsam und dienstbar sein soll.