Ritter Gumpert von Roisdorf (Roestorp) und seine Ehefrau Sophia von Gymnich und beider Tochter Johanna bekannten, dass sie dem Priester Johann gen. Scheesbret, Rektor des Altars St. Nikolaus in der Krypta der Kirche St. Cassius in Bonn, namens des Tilmann von Isweiler (Iiswiilre) und des Nikolaus Soeten, der Kanoniker, und des Johann von Stommeln (Stummel), des Vikars in St. Cassius, der Testamentsvollstrecker des + Hermann von Wunnenberg, Vikars in St. Cassius, eine Erbrente von 3 Rheinischen Gulden verkauft haben. Diese sind gemäß dem Testament Hermanns unter den Kanonikern und Vikaren von St. Cassius auszuteilen, die an seinem Jahrgedächtnis und seiner jährlichen Ewigmemorie teilnehmen. Die 3 Gulden wurden bisher den Verkäufern und dem + Ritter Hermann von Roisdorf jährlich am Martinstag [11. November] von + Christian gen. Pensche und seiner Ehefrau Alheidis, Bonner Bürgern, und deren Erben von gewissen Erbgütern gezahlt, nämlich von 1 1/2 Morgen Wiesen bei Lessenich neben der Wiese des + Bonner Schöffen Gerlach in Bungassen, von 4 Morgen Ackerland, wovon zwei an dem Ort gen. an der Asbach bei Impekoven (-koeuen) und die anderen zwei bei dem Ort gen. Thenthoiue an der Haynsecker neben der Wiese der Nonnen von [Grau-] Rheindorf (Ryndorp) liegen, sowie von 10 Morgen Busch in Dalen neben dem Busch des + Ritters Goswin von Alfter. Die Kaufsumme von 45 Rheinischen Gulden haben die Testamentsvollstrecker den Verkäufern bezahlt, und diese haben Johann und die drei quitt gesagt. Sie haben die Rente zu Händen Johanns mit Mund, Hand und Halm zu Erbbesitz übertragen und gelobt, den Kauf niemals anzufechten und den Käufern Währschaft zu leisten, und auf alle Einreden und Rechtsbehelfe hiergegen verzichtet. Gumpert und Sophia haben dieser Urkunde ihre Siegel anhängen lassen und Ritter Konrad, Herrn zu Alfter, Marschall der Diözese Köln, gebeten, diesem Instrument sein Siegel vorne anzuhängen, und beide Parteien haben die Instrumentierung begehrt. - Zeugen: Bruder Heinrich de sancto Anthonio, Priester, Minorit, Rudolf gen. Crull, Kleriker, Bürger zu Bonn, Johann von Freialdenhoven (Vredenaldenhouen), Johann gen. Rost von Tomburg (Thoenburgh) und Heinrich gen. Munckeler von Kruft, Laien der Diözese Köln. - ... 1401 indictione nona die Martis decima quinta mensis Martii ... Acta fuerunt hec in castello dictorum vendentium sito in villa Roestorp in aula inferiori eiusdem castelli. - Danach erschien der Knappe Heinrich von Roisdorf, Sohn der Eheleute Gumpert und Sophia, und bestätigte den Verkauf der Rente an Johann Scheesbret als Vertreter der 3 Testamentsvollstrecker zu Behuf der Kanoniker und Vikare von St. Cassius, verzichtete darauf mit Mund, Hand und Halm und übertrug sie an Johann, ließ sein Siegel anhängen und ersuchte um Instrumentierung. - Zeugen: Bruder Johann de Busco vom Predigerorden, Johann gen. Schull der Jüngere, Rentmeister der Stadt Bonn, Johann gen. Wiilre und Johann gen. Stadman, geschworene Notare der Bonner Propstei, und Winrich gen. Mey, Glöckner der Kirche St. Remigius zu Bonn. - Subsequenter ... die vero Iovis decima septima mensis Martii ... Acta fuerunt hec in opido Bunnensi eiusdem diocesis Coloniensis in armario ecclesie sancti Remigii Bunnensis ... - Konrad, Herr zu Alfter, Marschall der Diözese Köln, bekundet, dass er auf Bitten der Verkäufer sein Siegel vorne hat anhängen lassen. - Datum ut supra.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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