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Verleihung von Grundstücken in Ziegel durch Balthasar von Haun, Siechenmeister des Klosters Fulda, an Johann Pfutzener
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Urk. 78 Reichsabtei Fulda: Kirchen, Hospitäler, Stiftungen, Seminar, Universität [ehemals: Urkunden: R III, IV]
Reichsabtei Fulda: Kirchen, Hospitäler, Stiftungen, Seminar, Universität [ehemals: Urkunden: R III, IV] >> Siechmeister-Amt
1497 Mai 27
Ausfertigung, Pergament, an Pergamentstreifen anhängendes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gegeben uff sonnabent nach unnsers herrn leichennams tagk nach Christi unnsers lieben herrn gepurte viertzehen hundert und im sibenundneuntzigisten iaren
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Balthasar von Haun, Siechenmeister im Kloster Fulda, bestätigt, dass Heinrich Jeckel (Heintz Jekell) aus Kerzell (Keretzelle) [heute: Ortsteil von Eichenzell, Lkr. Fulda] zusammen mit seiner Ehefrau Katharina sowie seinem Schwiegersohn (eydem) Johann (Hansen) Kremer und seiner Tochter Elisabeth (Elsen) an Johann (Hengen) Pfutzener mehrere Grundstücke samt Zubehör für zehn rheinische Gulden Frankfurter Münze verkauft hat, die alle zum Kremersgut in Ziegel [heute: Ortsteil des Fuldaer Stadtteils Bronnzell] gehören und ein Lehen des Siechmeisteramts sind. Daraufhin hat Balthasar von Haun die genannten Grundstücke gegen einen jährlichen Naturalzins an Johann Pfutzener verliehen. Da das Siechenmeisteramt kein eigenes Siegel führt, hat Balthasar Johann von Hutten, Kellerer des Klosters Fulda und Propst von Höchst (Hochstenen) [Odenwaldkreis], um dessen Siegel gebeten. Ankündigung des Kellereisiegels.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kellerei des Klosters Fulda
Auf der Plica der Urkunde ein später hinzugefügtes Kurzregest.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.