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Konfiskation und Beschlagnahme von Schriften
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10736 Ministerium des Innern, Nr. 00278i (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10736 Ministerium des Innern
10736 Ministerium des Innern >> 17 Presse- und Zensurangelegenheiten, Buchwesen >> 17.04 Zensurangelegenheiten >> 17.04.02 Überwachung und Beschlagnahme - Einzelfälle
1845 - 1846
Enthält u. a.: Verbot sämtlicher Druckerzeugnisse der Verlage O. Wigand und Reclam jun. in Österreich.- Zensurentscheidungen zu Werken von Weitling, Ruge, Glaßbrenner, Dranke, Jacoby, Feuerbach, Ronge u.a.- Untersuchungen zu den Werken "Schaum" von Wilhelm Jordan und "Album".- Originalpoesien von Georg Weerth und dem Herausgeber Dr. Püttmann.- "Satans Leid und Lust", Leipzig 1845 - Le Charivari, März 1846 (franz.).- Das Bekenntnis des freien Menschen über Religion und Christenthum, Leipzig 1846.- Johann Jacoby, Vertheidigung meiner Schrift: Das Königliche Wort Friedrich Wilhelms III., Mannheim 1846.- Denkschrift über die Organisation des deutschen Buchhandels und die denselben bedrohenden Gefahren, Jena.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.