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4.2.24.1. Ministerium für Bundesangelegenheiten
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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 4. Oberste und obere Landesbehörden NRW >> 4.2. Oberste Landesbehörden >> 4.2.24. Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung
Behördengeschichte 1. Entstehung: 1953, Vorgängerbehörden: Bevollmächtigter des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, ab 1948 Landesminister als Bevollmächtigter, nach der Bildung der Bundesrepublik: Landesvertretung Nordrhein-Westfalens beim Vereinigten Wirtschaftsgebiet aufgelöst und in die Vertretung des Landes beim Bund umgewandelt. 2. Schließung: 1995, Nachfolgebehörden: Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten 3. Zuständigkeiten: zum einen der verlängerte Arm der Landesregierung gegenüber der Bundesregierung; zum anderen war die erforderliche Hilfsstelle, um die Mitwirkung des Landes bei der Gesetzgebung des Bundes wirksam zu vertreten 4. Organisationsstruktur: von 1973 bis zur Bildung der Landesregierung 1975 war der Minister für Bundesangelegenheiten zugleich Chef der Staatskanzlei; es gab einen Staatssekretär. Mit dem Haushalt 1979 beschloss der Landtag für das Ministerium für Bundesangelegenheiten einen gesonderten Einzelplan. Seit 1985 zur Vertretung des Ministers wieder ein Staatssekretär. Stand 1978: Minister, darunter sein Vertreter, darunter 7 Referate und zusätzlich Verwaltung und Registratur, Referat 1: Finanz- und Haushaltsangelegenheiten, Steuern, Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifangelegenheiten, Referat 2: Wirtschaft, Wirtsch. Zusammenarbeit, Europ. Angelegenheiten, Verkehr, Post- und Fernmeldewesen, Referat 3: Kultus, Wissenschaft, Forschung und Technologie, ständige Vertragskommission, Referat 4: Inneres, Wiedergutmachung, Vorbereitung für Vermittlungsausschuss, Berichterstattung für und über Plenarsitzungen, Referat 5: Ernährung, Forsten, Land- und Wasserwirtschaft, Umweltschutz, Raumordnung, Landesplanung- und -entwicklung, Wohnungs- und Städtebau, Geschäftsführer der Argebau, Referat 6: Justiz, Auswärtige Angelegenheiten, innerdeutsche Beziehungen, Verteidigung, Referat 7: Arbeit und Soziales, Familie und Jugend, Gesundheitswesen, Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, Umweltschutz, Reinhaltung der Luft und Lärmbekämpfung; Stand 1984: Minister für Bundesangelegenheiten, darunter Leitender Beamter und Vertreter des Bevollmächtigten des Landes beim Bund, darunter 8 Referate, zusätzlich Referat K: Vertreter der leitenden Beamten, Referatskoordination, Vermittlungsausschuss, Plenarsitzungen des Bundesrates, Auswärtiges, Verteidigung, innerdeutsche Beziehungen, Justiz, Justitiariat, Referat V: Organisationsreferent, Personalangelegenheiten, Innerer Dienst, Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, Beauftragter für den Haushalt; Stand 1995: Ministerium untersteht dem Ministerpräsidenten, wird geführt von der Bevollmächtigten des Landes beim Bund (Staatssekretärin), 10 Referate, zusätzlich Büro Berlin und Referat V (Organisations-, Personal- und Haushaltsangelegenheiten, Innerer Dienst für den Haushalt, Kommunikationstechnologien, Bauangelegenheiten). 5. Amtssitz: Bonn 6. Minister: Carl Spiecker (05.04.1948-16.11.1953), Karl Arnold (27.01.1954-27.07.1954), Artur Sträter (27.07.1954-20.02.1956), Karl Siemsen (20.02.1956-25.07.1958), Dr. Franz Meyers (25.07.1958-12.10.1959, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten), Johannes Ernst (12.10.1959-06.08.1960), Artur Sträter (06.08.1960-23.07.1962), Gerd Lemmer (23.07.1962-08.12.1966), Dr. Fritz Kaßmann (08.12.1966-01.11.1968), Dr. Diether Posser (01.11.1968-13.09.1972), Prof. Dr. Friedrich Halstenberg (13.09.1972-27.05.1975), Inge Donnepp (04.06.1975-09.02.1978), Dr. Christoph Zöpel (09.02.1978-28.05.1980), Johannes Rau (04.06.1980-17.08.1980, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten), Dr. Dieter Haak (18.08.1980-Dezember 1983), Günther Einert (14.12.1983-13.06.1990), Johannes Rau (1990-1995, in Personalunion mit dem Amt des Ministerpräsidenten).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.