Domäne Hornsen (Teilnachlass Backe) (Bestand)
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NLA HA, Dep. 124
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Familien- und Gutsarchive
1761-1974
Bestandsgeschichte: Herbert Backe wurde am 1. Mai 1896 im kaukasischen Batumi geboren. Die Vorfahren seiner Eltern Albrecht und Luise, geb. Wetzel, wanderten Anfang des 19. Jahrhundert aus Schwaben in den Kaukasus aus. Nach dem Besuch der deutschen Kirchenschule und des russischen Gymnasiums in Tiflis legte Backe sein Abitur in Sterkrade im Rheinland ab und lebte während des Ersten Weltkrieges als Zivilinternierter im Ural. Nach 1918 arbeitete er in Deutschland u.a. als Lohnrechner, Drainagearbeiter und Landwirtschaftslehrling. Dem Studium der Landwirtschaft an der Universität Göttingen (1920 - 1923) folgten Tätigkeiten als Gutsverwalter, Hochschulassistent in Hannover, Domänenpächter und Kreislandbundvorsitzender in Alfeld/Leine. Im Juli 1933 wurde Dr. Herbert Backe zum Reichskommissar und im Oktober 1933 zum Staatssekretär für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin bestellt. 1936 wurde er Leiter der Geschäftsgruppe Ernährung in der Vierjahresplanbehörde, 1942 mit der Führung der Geschäfte des Reichsernährungsministeriums und Reichsbauernführers beauftragt. 1944 wurde er in gleicher Diensteigenschaft zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich und 1945 zum Minister bei der Regierung Dönitz ernannt. In alliierter Internierung nahm sich Herbert Backe am 7. April 1947 in Nürnberg das Leben.
Im Jahre 1984 übergab Frau Ursula Backe dem Hauptstaatsarchiv Hannover einen Teil des Nachlasses ihres Mannes als Depositum. Bei den Unterlagen handelt es sich vor allem um die Wirtschaftsführung ihres ehemaligen Domänengutes Hornsen, das die Familie Backe von 1928 bis 1949 bewirtschaftete. Die Überlieferung der Betriebsführung beginnt jedoch schon Mitte des 19. Jahrhunderts und liegt bis auf Lücken in den Jahren um 1860 bis zur Aufgabe des Gutes 1949 vollständig vor.
Bestandsgeschichte: Neben diesen Gutsakten gab Frau Backe vier Aktenbündel aus dem persönlichen Nachlass ihres Mannes ab. Es handelt sich hierbei um Schriftgut aus der Tätigkeit ihres Mannes als preußischer Landtagsabgeordneter 1931/1932 sowie als Bauernführer des Hannoverschen Landbundes bzw. Kreislandbundes Alfeld/Leine und späterem Staatssekretär im Reichsernährungsministerium. Ein Teil des Backe-Nachlasses wurde Mitte der 1970er Jahre von Frau Backe an das Bundesarchiv in Koblenz abgegeben. Der vorliegende Teilnachlass wurde als Akzession 36/84 in den Bestand Dep. 124 eingeordnet und vom Unterzeichnenden im Oktober 1998 geordnet und verzeichnet.
Hannover, im Oktober 1998
gez. Johann Krizsanits
Im Jahre 1984 übergab Frau Ursula Backe dem Hauptstaatsarchiv Hannover einen Teil des Nachlasses ihres Mannes als Depositum. Bei den Unterlagen handelt es sich vor allem um die Wirtschaftsführung ihres ehemaligen Domänengutes Hornsen, das die Familie Backe von 1928 bis 1949 bewirtschaftete. Die Überlieferung der Betriebsführung beginnt jedoch schon Mitte des 19. Jahrhunderts und liegt bis auf Lücken in den Jahren um 1860 bis zur Aufgabe des Gutes 1949 vollständig vor.
Bestandsgeschichte: Neben diesen Gutsakten gab Frau Backe vier Aktenbündel aus dem persönlichen Nachlass ihres Mannes ab. Es handelt sich hierbei um Schriftgut aus der Tätigkeit ihres Mannes als preußischer Landtagsabgeordneter 1931/1932 sowie als Bauernführer des Hannoverschen Landbundes bzw. Kreislandbundes Alfeld/Leine und späterem Staatssekretär im Reichsernährungsministerium. Ein Teil des Backe-Nachlasses wurde Mitte der 1970er Jahre von Frau Backe an das Bundesarchiv in Koblenz abgegeben. Der vorliegende Teilnachlass wurde als Akzession 36/84 in den Bestand Dep. 124 eingeordnet und vom Unterzeichnenden im Oktober 1998 geordnet und verzeichnet.
Hannover, im Oktober 1998
gez. Johann Krizsanits
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ