Gutsarchiv Brumby (bei Staßfurt) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
H 39 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
1698 - 1944
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch von 2004 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Brumby gehört zur Stadt Staßfurt, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Brumby gehörte im Spätmittelalter zum Erzstift Magdeburg, das 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg fiel und 1816 in der preußischen Provinz Sachsen aufging, die bis 1945 bestand.
In Brumby bestanden seit der Frühen Neuzeit zwei Rittergüter. Das erste Rittergut, nach einer Besitzerfamilie als Wardenslebensches Gut bezeichnet, wurde 1683 als heimgefallenes Lehen eingezogen, war bis 1828 landesherrliches Amt und gehörte danach verschiedenen bürgerlichen Besitzern.
Der Bestand bezieht sich auf das zweite Gut, das nach einer auf seinem Grund gelegenen Ruine als Rittergut Burg Brumby bezeichnet wurde.
Das schon 1403 greifbare Lehen war seit 1428 im Besitz derer von Homburg (Hornburg). 1614 verkaufte Caspar von Homburg an Bruno Friedrich Brand von Lindau, der das Gut 1617 in einem Tausch an Caspar von Arnstedt abtrat. Nach dem Tod des Melchior von Arnstedt fiel das Lehen 1641 an das Erzstift heim und wurde 1645 an Otto Johann von Steinäcker neu ausgegeben. 1887 ging das schon 1872 parzellenweise verpachtete Gut durch die Eheschließung der Ehrengard Johanna Freiin von Steinäcker an die Familie von Trotha auf Hecklingen über, die es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 besaß.
Zum 1842 als landtagsfähig bezeichneten Rittergut gehörte nur die Patrimonialgerichtbarkeit über das unmittelbare Gutsgesinde, während das Dorf unter den Ämtern Brumby und Calbe stand und das Pfarrpatronat beim Rittergut Neugattersleben lag.
Die Besitzer des Gutes seit 1700 waren :
1. Baron Franz Christian von Steinäcker (2.4.1704 - 23.10.1750)
2. Baron Friedrich Wilhelm von Steinäcker (31.7.1745 - 21.10.1824)
3. Freiherr Franz Ernst Karl Ludwig Anton Gotttlob Julius von Steinäcker (21.5.1786 –
26.3.1862)
4. Freiherr Franz Bruno Wilhelm Johann Heinrich von Steinäcker (19.3.1820 - 22.11.1879)
5. Bruno Christian Friedrich Wilhelm Karl Franz (2.5.1855 - 11.1.1903)
6a. Freiin Ehrengard Johanna Martha von Steinäcker (25.3.1858 - 18.10.1932)
6b. Gustav Adolf (Gustolf) von Trotha (7.10.1857 - 26.5.1932)
7. Friedrich Bruno von Trotha (geb. 24.7.1888)
Bestandsinformationen: Der Bestand enthält Akten von 1698-1942, wobei vor allem Unterlagen aus dem 19. Jahrhundert erhalten sind.
Nachdem der Bestand 1945 enteignet worden war, gelangte er über das Kreisarchiv Barby unter der Akzessionsnummer 46/65 am 25.10.1965 an das Staatsarchiv Magdeburg.
Im Juni 2000 wurde vom Landesarchiv Oranienbaum der Nachlass von Steinäcker nach Wernigerode abgegeben, der vermutlich aus dem Gutsarchiv Hecklingen stammte, der nach der Heirat der Ehrengard Johanna Martha von Steinäcker ihr Hauptwohnsitz war (Gliederungspunkt 3.1.).
Die Erschließung des Bestandes erfolgte 2000.
Am 16. Oktober 2013 wurde der Bestand um 0,26 lfm unverzeichneter Unterlagen ergänzt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findbuch von 2004 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Brumby gehört zur Stadt Staßfurt, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Brumby gehörte im Spätmittelalter zum Erzstift Magdeburg, das 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg fiel und 1816 in der preußischen Provinz Sachsen aufging, die bis 1945 bestand.
In Brumby bestanden seit der Frühen Neuzeit zwei Rittergüter. Das erste Rittergut, nach einer Besitzerfamilie als Wardenslebensches Gut bezeichnet, wurde 1683 als heimgefallenes Lehen eingezogen, war bis 1828 landesherrliches Amt und gehörte danach verschiedenen bürgerlichen Besitzern.
Der Bestand bezieht sich auf das zweite Gut, das nach einer auf seinem Grund gelegenen Ruine als Rittergut Burg Brumby bezeichnet wurde.
Das schon 1403 greifbare Lehen war seit 1428 im Besitz derer von Homburg (Hornburg). 1614 verkaufte Caspar von Homburg an Bruno Friedrich Brand von Lindau, der das Gut 1617 in einem Tausch an Caspar von Arnstedt abtrat. Nach dem Tod des Melchior von Arnstedt fiel das Lehen 1641 an das Erzstift heim und wurde 1645 an Otto Johann von Steinäcker neu ausgegeben. 1887 ging das schon 1872 parzellenweise verpachtete Gut durch die Eheschließung der Ehrengard Johanna Freiin von Steinäcker an die Familie von Trotha auf Hecklingen über, die es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 besaß.
Zum 1842 als landtagsfähig bezeichneten Rittergut gehörte nur die Patrimonialgerichtbarkeit über das unmittelbare Gutsgesinde, während das Dorf unter den Ämtern Brumby und Calbe stand und das Pfarrpatronat beim Rittergut Neugattersleben lag.
Die Besitzer des Gutes seit 1700 waren :
1. Baron Franz Christian von Steinäcker (2.4.1704 - 23.10.1750)
2. Baron Friedrich Wilhelm von Steinäcker (31.7.1745 - 21.10.1824)
3. Freiherr Franz Ernst Karl Ludwig Anton Gotttlob Julius von Steinäcker (21.5.1786 –
26.3.1862)
4. Freiherr Franz Bruno Wilhelm Johann Heinrich von Steinäcker (19.3.1820 - 22.11.1879)
5. Bruno Christian Friedrich Wilhelm Karl Franz (2.5.1855 - 11.1.1903)
6a. Freiin Ehrengard Johanna Martha von Steinäcker (25.3.1858 - 18.10.1932)
6b. Gustav Adolf (Gustolf) von Trotha (7.10.1857 - 26.5.1932)
7. Friedrich Bruno von Trotha (geb. 24.7.1888)
Bestandsinformationen: Der Bestand enthält Akten von 1698-1942, wobei vor allem Unterlagen aus dem 19. Jahrhundert erhalten sind.
Nachdem der Bestand 1945 enteignet worden war, gelangte er über das Kreisarchiv Barby unter der Akzessionsnummer 46/65 am 25.10.1965 an das Staatsarchiv Magdeburg.
Im Juni 2000 wurde vom Landesarchiv Oranienbaum der Nachlass von Steinäcker nach Wernigerode abgegeben, der vermutlich aus dem Gutsarchiv Hecklingen stammte, der nach der Heirat der Ehrengard Johanna Martha von Steinäcker ihr Hauptwohnsitz war (Gliederungspunkt 3.1.).
Die Erschließung des Bestandes erfolgte 2000.
Am 16. Oktober 2013 wurde der Bestand um 0,26 lfm unverzeichneter Unterlagen ergänzt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 0.4
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ