Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass seine Getreuen Graf Johann von Wertheim und Jörg Hund (Hundt) [von Wenkheim] in Unwillen, Fehde und offener Feindschaft gestanden haben, die ihm nicht genehm war. Auf seine Bitten haben sie sich wie folgt vertragen: alle Fehde und Feindschaft zwischen den Parteien und ihren Helfern wird abgestellt, alle Händel sollen geschlichtet sein. Keine Partei soll sich an der anderen rächen. Die Gefangenen sind freizulassen, Schatzungen, Brandschatzungen und nicht gegebene Gelder werden annuliert. Graf Johann soll Jörg wieder in dessen Güter zu Urphar (Urferr) und Kembach (Kempach) einsetzen oder ihm für die Gefälle zu Kembach den Zehntanteil zu "Wergerstetten" geben. Wegen ihrer Forderungen sollen sie vor den Pfalzgrafen und seine Räte kommen, die die Sachen in ziemlicher Zeit verhören und gütlich oder rechtlich entscheiden werden. Diese Sühne soll am 10.09.1494 (mitwoch nach nativitatis) bei Sonnenaufgang in Kraft treten. Der Friede soll von beiden Parteien und ihren Helfern gehalten werden, insbesondere denen von Boxberg (Boxperg) [= von Rosenberg?] und Ripperg (Rieperg) [Rippberg]. Beide Parteien haben die Einhaltung versichert und eine besigelte Ausfertigung dieser Vereinbarung erhalten.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass seine Getreuen Graf Johann von Wertheim und Jörg Hund (Hundt) [von Wenkheim] in Unwillen, Fehde und offener Feindschaft gestanden haben, die ihm nicht genehm war. Auf seine Bitten haben sie sich wie folgt vertragen: alle Fehde und Feindschaft zwischen den Parteien und ihren Helfern wird abgestellt, alle Händel sollen geschlichtet sein. Keine Partei soll sich an der anderen rächen. Die Gefangenen sind freizulassen, Schatzungen, Brandschatzungen und nicht gegebene Gelder werden annuliert. Graf Johann soll Jörg wieder in dessen Güter zu Urphar (Urferr) und Kembach (Kempach) einsetzen oder ihm für die Gefälle zu Kembach den Zehntanteil zu "Wergerstetten" geben. Wegen ihrer Forderungen sollen sie vor den Pfalzgrafen und seine Räte kommen, die die Sachen in ziemlicher Zeit verhören und gütlich oder rechtlich entscheiden werden. Diese Sühne soll am 10.09.1494 (mitwoch nach nativitatis) bei Sonnenaufgang in Kraft treten. Der Friede soll von beiden Parteien und ihren Helfern gehalten werden, insbesondere denen von Boxberg (Boxperg) [= von Rosenberg?] und Ripperg (Rieperg) [Rippberg]. Beide Parteien haben die Einhaltung versichert und eine besigelte Ausfertigung dieser Vereinbarung erhalten.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 122
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1494 September 7 (uf sonntag vor des hailigen crutz tag exaltationis)
fol. 135r-135v
Urkunden
Ausstellungsort: Germersheim
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Kopfregest: "Vertrag zuschen Johansen graven zu Wertheym und Jorgen Hundt".
Hund von Wenkheim, Jörg; erw. 1495
Ripperg (Rippberg), Familie
Germersheim GER
Kembach : Wertheim TBB
Urphar : Wertheim TBB
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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