Verschiedene Untersuchungssachen (Akte des ministerialen Zentralbüros), Bd. 5: Untersuchungs- und Strafsachen wegen politischer Vergehen und wegen Spionage
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I. HA Rep. 84a, Nr. 49639
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.03 Bewegungen von 1850 bis 1918 >> 04.03.03.01 Arbeiterbewegung >> 04.03.03.01.01 Zusammenstöße mit der Staatsgewalt >> 04.03.03.01.01.03 Sozialdemokratische Partei
1913 - 1915
Enthält u. a.:
- Untersuchung gegen den Stenotypisten Karl Richter wegen Entwendung von Dokumenten, die über Kriegslieferungen der Siemens-Schuckert-Werke an die japanische Kriegsmarine und die Bestechung hoher japanischer Militärs Aufschluß geben; dabei: Rede Karl Liebknechts im Abgeordnetenhaus, Nov. 1913 - Mai 1914
- Untersuchung gegen den Jesuitenpater Johannes Aßmann aus Milwaukee wegen Majestätsbeleidigung, Juli 1914 - Februar 1915
- Strafsache gegen den Arbeiter Johannes Hastedt aus Perleberg wegen Brandstiftung, Aug. 1914
- Festnahme des amerikanischen Pressevertreters Conger wegen Spionageverdachts, Aug. 1914
- Entwendung des Artillerieaufstellungsplans der Festung Breslau, Okt. 1914
- Majestätsbeleidigungsprozess regen den russischen Staatsangehörigen Heinrich Conzeff aus Dorpat; dabei: zahlreiche Pressestimmen zum Freispruch, Nov. 1914
- Strafverfahren gegen den Redakteur des "Vorwärts" Alfred Scholz wegen Majestätsbeleidigung in dem Artikel "Kaiserhoch und Klassenkampf", Juli 1914
- Untersuchung gegen Rosa Luxemburg u. a. wegen eines Beschlusses der sozialdemokratischen Verbandsgeneralversammlung über die Erzwingung des gleichen Wahlrechts in Preußen durch Vorbereitung zum Massenstreik, Juni 1914 -Dez. 1914, dabei: zahlreiche sozialdemokratische Pressestimmen
- Untersuchung wegen eines Artikels der "Gazeta Grudziadzka": Das Martyrium der polnischen Kinder in den preußischen Schulen, Okt. 1914 und wegen des Artikels "Wilhelm III., ein Bild der Zukunft", Ausschreitungen von Polen in der katholischen Pauluskirche in Moabit, Okt. 1914
- Untersuchung gegen den russischen Staatsangehörigen Baron Buxhoeveden aus Warschau wegen Spionageverdachts, August 1914 - Sept. 1914
- Strafverfahren gegen den Kapitän zur See a. D. und Schriftsteller Lothar Persius wegen Verrats militärischer Geheimnisse in dem Artikel "Welche Aussichten hat unsere Flotte" im "Berliner Tageblatt", Sept. 1914
- Untersuchung gegen den Verfasser des im Verlag von Payot&Co. in Lausanne erschienenen Buches "I'accuse", Rechtsanwalt Dr. Richard Goelling, Juli 1915.
- Untersuchung gegen den Stenotypisten Karl Richter wegen Entwendung von Dokumenten, die über Kriegslieferungen der Siemens-Schuckert-Werke an die japanische Kriegsmarine und die Bestechung hoher japanischer Militärs Aufschluß geben; dabei: Rede Karl Liebknechts im Abgeordnetenhaus, Nov. 1913 - Mai 1914
- Untersuchung gegen den Jesuitenpater Johannes Aßmann aus Milwaukee wegen Majestätsbeleidigung, Juli 1914 - Februar 1915
- Strafsache gegen den Arbeiter Johannes Hastedt aus Perleberg wegen Brandstiftung, Aug. 1914
- Festnahme des amerikanischen Pressevertreters Conger wegen Spionageverdachts, Aug. 1914
- Entwendung des Artillerieaufstellungsplans der Festung Breslau, Okt. 1914
- Majestätsbeleidigungsprozess regen den russischen Staatsangehörigen Heinrich Conzeff aus Dorpat; dabei: zahlreiche Pressestimmen zum Freispruch, Nov. 1914
- Strafverfahren gegen den Redakteur des "Vorwärts" Alfred Scholz wegen Majestätsbeleidigung in dem Artikel "Kaiserhoch und Klassenkampf", Juli 1914
- Untersuchung gegen Rosa Luxemburg u. a. wegen eines Beschlusses der sozialdemokratischen Verbandsgeneralversammlung über die Erzwingung des gleichen Wahlrechts in Preußen durch Vorbereitung zum Massenstreik, Juni 1914 -Dez. 1914, dabei: zahlreiche sozialdemokratische Pressestimmen
- Untersuchung wegen eines Artikels der "Gazeta Grudziadzka": Das Martyrium der polnischen Kinder in den preußischen Schulen, Okt. 1914 und wegen des Artikels "Wilhelm III., ein Bild der Zukunft", Ausschreitungen von Polen in der katholischen Pauluskirche in Moabit, Okt. 1914
- Untersuchung gegen den russischen Staatsangehörigen Baron Buxhoeveden aus Warschau wegen Spionageverdachts, August 1914 - Sept. 1914
- Strafverfahren gegen den Kapitän zur See a. D. und Schriftsteller Lothar Persius wegen Verrats militärischer Geheimnisse in dem Artikel "Welche Aussichten hat unsere Flotte" im "Berliner Tageblatt", Sept. 1914
- Untersuchung gegen den Verfasser des im Verlag von Payot&Co. in Lausanne erschienenen Buches "I'accuse", Rechtsanwalt Dr. Richard Goelling, Juli 1915.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:39 MESZ
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- 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) (Gliederung)
- 04.03.03 Bewegungen von 1850 bis 1918 (Gliederung)
- 04.03.03.01 Arbeiterbewegung (Gliederung)
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