Vor Conrad Gassel, namens des Kurfürsten Ferdinand
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 158
Telgte U Stadt Telgte Urkunden Stadt Telgte Urkunden
Stadt Telgte Urkunden
1624 Sept. 5
Regest: Vor Conrad Gassel, namens des Kurfürsten Ferdinand und Bischofs von Münster verordnetem Richter zu Telgte, errichtet Catharina Hüls, Witwe Johann Schumachers gnt. Brosy, Bürgerin zu Telgte - leibsschwach, jedoch bei Verstand - ihr Testament. Sie widerruft alle früheren, diesem Testament widersprechenden Bestimmungen, verpflichtet die Exekutoren, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen, bedenkt die kenntlichen Armen der Stadt Telgte, ihre beiden Halbschwestern Dorothea und Catharina, sodann das Töchterlein Elschen der Eheleute Bernd Schuhmacher und Merrien Akolck, ferner den Bernd Schumacher selbst, Bruder ihres verstorbenen Ehegatten gnt. Brosies (100 Rt.), ferner Anneken Schumacher gnt. Brosies, Schwester ihres Gatten und deren Ehemann Heinrich Bodeker und ihre Kinder (100 Rt.). Im Folgenden werden ferner bedacht: Trineken Schumacher gnt. Brosies, Halbschwester des verstorbenen Gatten, und die bereits genannten Geschwister mit Hausgerät, ihr eigener Bruder, der in Bremen wohnt, sofern er nach Telgte kommt. Als Erben für Haus und Hof in Telgte setzt sie die Eheleute Serries Langen und Christine Schomacher gnt. Brosies, Schwager und Schwester ihres Ehemanns und Bürger zu Telgte, ein. Es folgen salvatorische Klauseln zur Einhaltung des Testaments. Siegelankündigung des Richters. Zeugen: Johann Kluenrock, Gödeke Schwarte, Heinrich Klocke, Evert Bunge, Johann Belmann, Mellies Hertten und Johann Greve, alle Bürger der Stadt Telgte.
Ausf.—Papier; Oblatensg. des Richters. Beglaubigung des Notars und Telgter Gerichtsschreibers Johannes Lethmate.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ