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Stadt Warendorf Urkunden
1651 September 21
Regest: Hans Jakob Viechmann und Dietrich und Ursula Sterneberg sowie deren Vormünder Henrich Sterneberg und Jasper Ahagen, Bürger und Bäcker in Warendorf, verkaufen Heinrich Roelves und seinem Vormund Arnold Heckmann ihr Haus mit dem Hof an der Brünebrede beim Haus der Witwe Sommersell und an der Kurzen Straße, die von der Brünebrede zur Oststraße läuft, bei Hartlieb Heßelings Haus, und die zwei zum Haus gehörenden Bäckeramtsbänke in der Alten Kirche für 530 Reichstaler, die zu verschiedenen genannten Terminen gezahlt werden. Das Haus ist belastet mit je 1 Goldgulden für das Domkapitel und die Minoriten in Münster. Der in dem verkauften Haus wohnende Schwager bzw. Vater Christian Sterneberg kann für ein halbes Jahr in dem Haus des Käufers am Markt wohnen oder er erhält dafür 10 Reichstaler. Geschehen im Haus des Henrich Sterneberg an der Freckenhorster Straße in der Küche. Zeugen: Richter Werner Pagenstecher und Bürger und Baumseidenmacher Heinrich Westheide. Notariatsinstrument des Johannes Amersbeck.
Ausfertigung - Foliobogen. Alt: Abt. 2 D VI 3, jetzt: A 279.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.