Die Richter des Mainzer Stuhls beurkunden: Zwischen dem Rektor der Pfarrkirche in Dettelbach Konrad Rimbach als Kläger auf der einen Seite sowie Abt Konrad [Herloch] und dem Konvent des Klosters St. Stephan in Würzburg als Beklagte auf der anderen Seite war es zu einem Rechtsstreit wegen einiger Novalzehnten und anderer Dinge gekommen. Dieser Rechtsstreit wurde zunächst vor dem Würzburger Domherren und Generalvikar des Würzburger Bischofs Lorenz [von Bibra] Johannes Schott ausgetragen. In seinem Endurteil hatte dieser die Klage des Konrad Rimbach verworfen und diesen dazu verurteilt, das Kloster in der Angelegenheit nicht weiter zu belästigen. Dagegen hatte dieser Appellation an den Mainzer Erzbischof eingelegt. Daraufhin wurde die Angelegenheit nun vor ihnen ausgetragen. Nach Schilderung des Prozessverlaufs sprechen die Stuhlrichter ihr Endurteil. Sie bestätigen darin das von Johannes Schott gefällte Urteil, weisen die Appellation zurück und verurteilen den Kläger zum Tragen der Prozesskosten. Dies wird in ihrem Auftrag von dem öffentlichen Notar Bernhard Hußlin beurkundet. Zeugen: Die öffentlichen Notare Baptist Leiss und Johannes Fries. Aussteller: Mainzer Stuhlrichter. Empfänger: Geistliche Amtsträger sowie öffentliche Schreiber und Notare im Erzbistum Mainz
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Die Richter des Mainzer Stuhls beurkunden: Zwischen dem Rektor der Pfarrkirche in Dettelbach Konrad Rimbach als Kläger auf der einen Seite sowie Abt Konrad [Herloch] und dem Konvent des Klosters St. Stephan in Würzburg als Beklagte auf der anderen Seite war es zu einem Rechtsstreit wegen einiger Novalzehnten und anderer Dinge gekommen. Dieser Rechtsstreit wurde zunächst vor dem Würzburger Domherren und Generalvikar des Würzburger Bischofs Lorenz [von Bibra] Johannes Schott ausgetragen. In seinem Endurteil hatte dieser die Klage des Konrad Rimbach verworfen und diesen dazu verurteilt, das Kloster in der Angelegenheit nicht weiter zu belästigen. Dagegen hatte dieser Appellation an den Mainzer Erzbischof eingelegt. Daraufhin wurde die Angelegenheit nun vor ihnen ausgetragen. Nach Schilderung des Prozessverlaufs sprechen die Stuhlrichter ihr Endurteil. Sie bestätigen darin das von Johannes Schott gefällte Urteil, weisen die Appellation zurück und verurteilen den Kläger zum Tragen der Prozesskosten. Dies wird in ihrem Auftrag von dem öffentlichen Notar Bernhard Hußlin beurkundet. Zeugen: Die öffentlichen Notare Baptist Leiss und Johannes Fries. Aussteller: Mainzer Stuhlrichter. Empfänger: Geistliche Amtsträger sowie öffentliche Schreiber und Notare im Erzbistum Mainz
Kloster St. Stephan Würzburg Urkunden 646
StA Würzburg: Würzburger Urkunden 88 / 23
Registratursignatur/AZ: 881 (18. Jh.); 19 (18. Jh.); No. 3 (18. Jh.); anno 1501 N. 19 (18. Jh.); D 1 § 6 n 10 (18. Jh.); L 16 N 36 (18. Jh.)
Kloster St. Stephan Würzburg Urkunden
Kloster St. Stephan Würzburg Urkunden >> Einzelregestierung von Urkunden
1501 Januar 28 / Februar 4, Mainz
Pergament
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: siehe Feld: Äußere Beschreibung
Überlieferung: Notariatsinstrument
Ausstellungsort: Mainz
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 10, S. 106
Vermerke: Rückvermerke: Inhaltsangabe (16. Jh.)
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf., Notariatsinstrument; lat. Beschreibstoff: Perg. Siegel: S 1: Stuhlrichter; an Pergamentstreifen anhängend, stark besch. S 2: Notar; Signet, unbesch.
Überlieferung: Notariatsinstrument
Ausstellungsort: Mainz
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 10, S. 106
Vermerke: Rückvermerke: Inhaltsangabe (16. Jh.)
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf., Notariatsinstrument; lat. Beschreibstoff: Perg. Siegel: S 1: Stuhlrichter; an Pergamentstreifen anhängend, stark besch. S 2: Notar; Signet, unbesch.
Rimbach, Konrad, Dettelbach, Pfarrer
Herloch, Konrad, Würzburg, Kloster St. Stephan, Abt
Schott, Johannes, Würzburg, Domherr sowie bischöflicher Generalvikar
Bibra, Lorenz von, Würzburg, Bischof
Staffel, Peter, Anwalt
Lapicida, Nikolaus, Anwalt
Alexander VI., Papst
Leist, Baptist, Notar, öffentlicher
Fries, Johannes, Notar, öffentlicher
Hußlin, Bernhard, Notar, öffentlicher
Mainz (Rheinland-Pfalz), Stuhlrichter
Dettelbach (Lkr. Kitzingen), Pfarrer
Würzburg, Kloster, St. Stephan, Abt
Würzburg, Kloster, St. Stephan, Konvent
Würzburg, Domstift, Kanoniker
Würzburg, Bischof, Generalvikar
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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20.08.2025, 9:55 AM CEST
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