Der Abt des Klosters St. Stephan [in Würzburg] Heinrich beurkundet: Der Kanoniker des Stifts Haug (sancti Johannis) Rüdiger hat vom Kloster 5 Joch Weinberge an zwei Orten bei dem Wald Lindach [in der Gemarkung Würzburg] auf Lebenszeit erhalten. Er soll davon jedes Jahr ein Drittel des Ertrages an das Kloster abführen. Nach seinem Tod fallen die Weinberge zu Erbrecht an seinen Neffen Konrad. Er hat von 3 Joch, deren Böden besser sind, jedes Jahr die Hälfte des Ertrages abzuliefern und von den restlichen 2 Joch, die auf unfruchtbareren Böden stehen, ein Drittel. Sollte Konrad die Weinberge drei Jahre lang vernachlässigen und nicht ordnungsgemäß bebauen, fallen sie an das Kloster. Wenn Konrad vor seinem Onkel stirbt, gehen die Weinberge auf Lebenszeit an seinen Bruder. Zeugen: Aus dem Kloster der Prior Berthold, der Kaplan Helwig, der Kustos Wortwin, Heinrich und der Propst Herold sowie die Leibeigenen Richolf, Erkenbert und Wolfram. Aussteller: Abt des Klosters St. Stephan. Empfänger: Kloster St. Stephan