Amtsphysikat Oldendorf (Bestand)
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NLA BU, H 186c
Nds. Landesarchiv, Abt. Bückeburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Akten >> 1.2 Fachbehörden >> 1.2.3 Gesundheit und Soziales
1828-1869
Bestandsgeschichte: 1840 existierten im Kreis Grafschaft Schaumburg drei Physikate, nämlich je eines in Obernkirchen und Rodenberg,
die von den jeweiligen Amtsphysici (Amtsärzten) verwaltet wurden, sowie ein weiteres für das Landgericht Rinteln und
das Amt Oldendorf, das von mindestens 1820 an bis 1843 Dr. Franz Wilhelm Kahler und seit 1845 der Kreisphysikus Dr. Justus Friedrich Ludwig Wilhelmi leiteten. Erst mit dem Dienstantritt von Dr. Wilhelm Kahler im Jahre 1851 wurde das Amtsphysikat wieder von Rinteln gelöst. 1870 wurden die bis dahin den vier Amtsphysikaten unterstellten ausübenden Ärzte direkt dem Kreisphysikus zu Rinteln unterstellt. Der Königlich-Preußische Staatsdienst-Kalender für den Regierungsbezirk Kassel erwähnt noch 1869 Amtsphysikate, 1870 jedoch nicht mehr.
1840 zählte Avenarius im Kreis Schaumburg zwölf ausübende Ärzte, sieben Wundärzte, einen Kreistierarzt, zwei ausübende Tierärzte und 44 Hebammen, die seit 1838 auf Staatskosten an der Hebammenlehranstalt ausgebildet wurden. Jedes Physikat verfügte über mindestens einen Amtswundarzt. Die Impfbezirke entsprachen in etwa den Kirchspielen der Physikate. Das Amtsphysikat Oldendorf verfügte 1840 über drei ausübende Ärzte, einen Wundarzt und eine Apotheke. Dienstanweisungen erhielten die Amtsphysikate über das Regierungskollegium bzw. die Regierungsdeputation bzw. die Regierungskommission für die Grafschaft Schaumburg bzw. für den Kreis Schaumburg, mit Sitz in Rinteln., wechselnd vom Obermedizinalkollegium oder vom Ministerium des Inneren
Kurhessens (bis 1866), später vom königlich-preußischen Obermedizinalkollegium für die Provinz Hessen (ab 1866) in
Kassel.
Bei dem Bestand H 186c handelt es sich im wesentlichen um Dienstakten des Dr. WIlhelm Kahler (geboren 05.03.1811, gestorben Segelhorst 14.09.1870). Kahler war von 1839 bis 1850 ausübender Physikus/Arzt in Oldendorf und von 1851 bis 1869 Amtsphysikus/-arzt für
Bestandsgeschichte: das Amt Oldendorf. 1870 wurde Kahler wieder als ausübender Arzt genannt.
Als Parallelbestände sind zu nennen H 186a (Physikat Rinteln) und H 186b (Physikat Rodenberg).
Der Bestand H 186c wurde im Herbst 1998 durch Herrn Jochen Rath im Rahmen eines Praktikums verzeichnet.
Bückeburg, im Herbst 1998
gez. Dr. Silke Wagener-Fimpel
Lit.: Gustav Avenarius, Statistische Darstellung des Kreises
Schaumburg, Rinteln/Leipzig 1840, hier S.
Bestandsgeschichte: 117-119.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
die von den jeweiligen Amtsphysici (Amtsärzten) verwaltet wurden, sowie ein weiteres für das Landgericht Rinteln und
das Amt Oldendorf, das von mindestens 1820 an bis 1843 Dr. Franz Wilhelm Kahler und seit 1845 der Kreisphysikus Dr. Justus Friedrich Ludwig Wilhelmi leiteten. Erst mit dem Dienstantritt von Dr. Wilhelm Kahler im Jahre 1851 wurde das Amtsphysikat wieder von Rinteln gelöst. 1870 wurden die bis dahin den vier Amtsphysikaten unterstellten ausübenden Ärzte direkt dem Kreisphysikus zu Rinteln unterstellt. Der Königlich-Preußische Staatsdienst-Kalender für den Regierungsbezirk Kassel erwähnt noch 1869 Amtsphysikate, 1870 jedoch nicht mehr.
1840 zählte Avenarius im Kreis Schaumburg zwölf ausübende Ärzte, sieben Wundärzte, einen Kreistierarzt, zwei ausübende Tierärzte und 44 Hebammen, die seit 1838 auf Staatskosten an der Hebammenlehranstalt ausgebildet wurden. Jedes Physikat verfügte über mindestens einen Amtswundarzt. Die Impfbezirke entsprachen in etwa den Kirchspielen der Physikate. Das Amtsphysikat Oldendorf verfügte 1840 über drei ausübende Ärzte, einen Wundarzt und eine Apotheke. Dienstanweisungen erhielten die Amtsphysikate über das Regierungskollegium bzw. die Regierungsdeputation bzw. die Regierungskommission für die Grafschaft Schaumburg bzw. für den Kreis Schaumburg, mit Sitz in Rinteln., wechselnd vom Obermedizinalkollegium oder vom Ministerium des Inneren
Kurhessens (bis 1866), später vom königlich-preußischen Obermedizinalkollegium für die Provinz Hessen (ab 1866) in
Kassel.
Bei dem Bestand H 186c handelt es sich im wesentlichen um Dienstakten des Dr. WIlhelm Kahler (geboren 05.03.1811, gestorben Segelhorst 14.09.1870). Kahler war von 1839 bis 1850 ausübender Physikus/Arzt in Oldendorf und von 1851 bis 1869 Amtsphysikus/-arzt für
Bestandsgeschichte: das Amt Oldendorf. 1870 wurde Kahler wieder als ausübender Arzt genannt.
Als Parallelbestände sind zu nennen H 186a (Physikat Rinteln) und H 186b (Physikat Rodenberg).
Der Bestand H 186c wurde im Herbst 1998 durch Herrn Jochen Rath im Rahmen eines Praktikums verzeichnet.
Bückeburg, im Herbst 1998
gez. Dr. Silke Wagener-Fimpel
Lit.: Gustav Avenarius, Statistische Darstellung des Kreises
Schaumburg, Rinteln/Leipzig 1840, hier S.
Bestandsgeschichte: 117-119.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 11:33 AM CEST