Beim Tode der Margarethe von Gymnich, Witwe des Diederich Rolman von Dadenberg (1556), nahm ihre Tochter Elisabeth, Witwe des Gotthart von Lulsdorff, auch den Orsbacher Hof, im Amt Brühl des Erzstifts Köln gelegen, in Besitz. Entgegen der Auffassung der Appellatin, die vom Pächter als rechtmäßige Erbin anerkannt wurde, behauptete ihr Onkel, Heinrich Rolman von Dadenberg, der Vater des Appellanten, Margarethe von Gymnich habe nur die Leibzucht an den Gütern besessen. Er beanspruchte den Hof für sich und ließ sich immittieren. Elisabeth erreichte aber ihrerseits am 25. Nov. 1568 die Immission in den Orsbacher Hof durch das Hofgericht Köln.
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Beim Tode der Margarethe von Gymnich, Witwe des Diederich Rolman von Dadenberg (1556), nahm ihre Tochter Elisabeth, Witwe des Gotthart von Lulsdorff, auch den Orsbacher Hof, im Amt Brühl des Erzstifts Köln gelegen, in Besitz. Entgegen der Auffassung der Appellatin, die vom Pächter als rechtmäßige Erbin anerkannt wurde, behauptete ihr Onkel, Heinrich Rolman von Dadenberg, der Vater des Appellanten, Margarethe von Gymnich habe nur die Leibzucht an den Gütern besessen. Er beanspruchte den Hof für sich und ließ sich immittieren. Elisabeth erreichte aber ihrerseits am 25. Nov. 1568 die Immission in den Orsbacher Hof durch das Hofgericht Köln.
AA 0627, 1277 - D 2/11
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1569 - 1626 (1567 - 1579)
Enthaeltvermerke: Kläger: Bernhart Rolman von Dattenberg (Daddenberch, Dadenberg, bei Linz) Kleeberg, (Bekl.: Heinrich Rolman von Dadenberg, Vater des Appellanten) Beklagter: Elisabeth von Dadenberg (Daddenberch), Witwe des Gotthart von Lulsdorf, für sich und als Vormund ihrer minderjährigen Kinder, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Alexander Reefsteck (Reifstock) 1568 - Dr. Christophorus Reefsteck (Reifstock) 1568 - Dr. Ludwig Staell 1568 - Dr. Johannes Fest (anders: Vest) 1568 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Vest 1569 - Dr. Christoffel Reiffstock 1569 - Dr. Malachias Ramminger 1569 - (Lic.?) Matthias Johann Fickler 1569 - Lic. Philippus Seublin 1569 - Dr. Georgius Rotacker 1569 - Dr. Johann Stoeckle 1575 - Dr. Johann Godelmann 1575 - Dr. Paulus Havener 1575 - Dr. Johann Michael Fickler 1575 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Weidesheim (Erzstift Köln, Amt Brühl) - 2. Hauptgericht Bonn 1567 - 3. Hofgericht Köln 1568 4. RKG 1569 - 1626 (1567 - 1579) Beschreibung: 5 cm, 172 Bl., lose; Q 1 - 24, als Q 25 vorgesehene Beilage vorhanden, jedoch nicht quadranguliert, Q 26 - 35 außer 30 und 33, die bereits im Protokoll nicht enthalten sind, drei Beilagen.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:10 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)