Christoph Grosbayer, Bürger und Maurer zu Haigerloch, ist in das Gefängnis der Herrschaft gekommen, weil er am 12. Februar, am Aschermittwoch, als die Obrigkeit auf dem Rathaus in Gegenwart etlicher Geistlicher und des Schulmeisters nach altem Brauch einen Abendtrunk gehalten hatte, auf dem Heimweg den Schulmeister Gallus Siber von Rottweil aus Übermut auf der freien Landstraße ohnmächtig geschlagen hat. In Gegenwart des Johann Silber, Bürgermeister (für den Schulmeister), und des Jakob Nagel, auch Bürger und des Rats, (für den Angeklagten A.), wird als Vergleich bereinbart, daß der Aussteller bei Verpfändung seines Hab und Gutes verspricht, dem Schulmeister bis 1627 35 Gulden in 4 Raten zu zahlen
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Christoph Grosbayer, Bürger und Maurer zu Haigerloch, ist in das Gefängnis der Herrschaft gekommen, weil er am 12. Februar, am Aschermittwoch, als die Obrigkeit auf dem Rathaus in Gegenwart etlicher Geistlicher und des Schulmeisters nach altem Brauch einen Abendtrunk gehalten hatte, auf dem Heimweg den Schulmeister Gallus Siber von Rottweil aus Übermut auf der freien Landstraße ohnmächtig geschlagen hat. In Gegenwart des Johann Silber, Bürgermeister (für den Schulmeister), und des Jakob Nagel, auch Bürger und des Rats, (für den Angeklagten A.), wird als Vergleich bereinbart, daß der Aussteller bei Verpfändung seines Hab und Gutes verspricht, dem Schulmeister bis 1627 35 Gulden in 4 Raten zu zahlen
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Nr. 129
Repert. X, A Nr. 12 (Kasten E, Fach 36)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden
Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden >> 1. Urkunden
1625 März 16
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: Schultheiß, Bürgermeister und Rat [der Stadt Haigerloch]
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: Stadtsiegel
Vermerke: Abschrift [17. Jh.], 2 Blatt||Dorsualvermerk: Vermerk der Haigerlocher Kanzlei von 1695 Mai 26, daß das Original den Prozeßakten beigelegt und nach Wetzlar geschickt worden ist
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: Stadtsiegel
Vermerke: Abschrift [17. Jh.], 2 Blatt||Dorsualvermerk: Vermerk der Haigerlocher Kanzlei von 1695 Mai 26, daß das Original den Prozeßakten beigelegt und nach Wetzlar geschickt worden ist
Grosbayer, Christoph; Bürger und Maurer zu Haigerloch
Nagel, Jakob; Bürger und Rat [zu Haigerloch]
Siber, Gallus; Rottweil
Silber, Johann; Bürgermeister [zu Haigerloch]
Haigerloch BL
Rottweil RW
Wetzlar LDK
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:46 MESZ
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