Friedrich König in Preußen belehnt nach dem Tod seines Vaters König Friedrich Wilhelm als Landes- und Lehnsherr des Fürstentums Moers seinen Kriminalrat Johann Georg von Essen zu Behuf des Melchior Rüttger von Kerich, Bürgermeisters zu Köln, und der Maria Christina und Maria Josepha Kerich, der Schwestern desselben, deren Vollmacht vom 19. August 1740 von Johann Georg vorgelegt wurde, mit dem Anwachs am Rhein bei Ruhrort im Casselerfeld im moersischen Territorium, wie derselbe damit zuletzt am 8. Dezember 1733 belehnt worden ist. Dieses Lehen ist ein kölnisches Lehen und jeweils mit 2 1/2 Goldgulden Heergewäte zu relevieren. Der Belehnte hat vor der moersischen Landesregierung, die die Lehnkammer repräsentiert, gehuldigt und geschworen, die Pflichten eines Lehnsmanns zu erfüllen, insbesonderheit binnen 6 Wochen eine genaue Deskription des Lehens einzuliefern und über die Belehnung zu reversieren. Zeugen: Franz Friedrich Freiherr von Kinsky, Vizepräsident bei der moersischen Regierung, und die Regierungs- bzw. Kriegs- und Domänenräte Wilhelm Reinhard Wüntz, Hermann Heinrich Caspar Blechen, Reinhard Heinrich Freiherr von Pelden gen. Cloudt, Arnold Wilhelm von Jüchen und Johann Matthias Bruchhausen. Ankündigung des königlichen Lehnsiegels.