Rueprecht Tumperger bestätigt auch im Namen seiner Ehefrau, von Erzbischof Friedrich [V.] von Salzburg die Pflege und das Schloss Halmberg (1) mit dem Gericht auf Widerruf erhalten und dort seinen Wohnsitz genommen zu haben. Er verspricht, die Pflege ordnungsgemäß zu verwalten. Der Erzbischof ist berechtigt, jederzeit Truppen in der Veste einzulagern, deren Finanzierung dieser jedoch selbst übernehmen muss. Die Urbars- und Gerichtsuntertanen sind nicht mit ungewöhnlichen Neuerungen zu belasten. Gerichtsbefugnisse über die drey hänndel hinaus bestehen nicht [ich sol und wil auch auf seiner gnaden Urbarn und urbarlewten kainerlei oberkeit oder straff understeen dann was die drey hänndel berurt]. Fälle, die der Gerichtsbarkeit des Salzburger Hauptmanns unterstehen, sind an diesen zu übergeben, von den Strafen erhält der Pfleger jeweils ein Drittel. Eigenmächtige Kriegsführungen sind untersagt. Bei einer Aufkündigung des Vertrags durch den Erzbischof muss er die Pflege aufgeben. Eigenmächtige Baumaßnahmen am Schloss sind untersagt. Alle nötigen Baumaßnahmen werden vom Erzbsichof durchgeführt und finanziert. Kleinere Instandhaltungsmaßnahmen [Dächer, Öfen und Fenster] hat er selbst zu tragen. Schäden, die er in Diensten des Stifts auf Feldzügen erleidet, kann er vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen, weitergehende Schadensersatzansprüche bestehen nicht. Für Schäden, die dem Erzbischof durch einen Vertragsbruch Tumbergers entstehen, haftet dieser mit seinem gesamten Besitz. Zeugen: Steffan Puchler, Marx Klinger, Marx Hasenmulner, beide zu Saldorff (2). Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S: Hundt, Albrecht, zu Lauterbach
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Rueprecht Tumperger bestätigt auch im Namen seiner Ehefrau, von Erzbischof Friedrich [V.] von Salzburg die Pflege und das Schloss Halmberg (1) mit dem Gericht auf Widerruf erhalten und dort seinen Wohnsitz genommen zu haben. Er verspricht, die Pflege ordnungsgemäß zu verwalten. Der Erzbischof ist berechtigt, jederzeit Truppen in der Veste einzulagern, deren Finanzierung dieser jedoch selbst übernehmen muss. Die Urbars- und Gerichtsuntertanen sind nicht mit ungewöhnlichen Neuerungen zu belasten. Gerichtsbefugnisse über die drey hänndel hinaus bestehen nicht [ich sol und wil auch auf seiner gnaden Urbarn und urbarlewten kainerlei oberkeit oder straff understeen dann was die drey hänndel berurt]. Fälle, die der Gerichtsbarkeit des Salzburger Hauptmanns unterstehen, sind an diesen zu übergeben, von den Strafen erhält der Pfleger jeweils ein Drittel. Eigenmächtige Kriegsführungen sind untersagt. Bei einer Aufkündigung des Vertrags durch den Erzbischof muss er die Pflege aufgeben. Eigenmächtige Baumaßnahmen am Schloss sind untersagt. Alle nötigen Baumaßnahmen werden vom Erzbsichof durchgeführt und finanziert. Kleinere Instandhaltungsmaßnahmen [Dächer, Öfen und Fenster] hat er selbst zu tragen. Schäden, die er in Diensten des Stifts auf Feldzügen erleidet, kann er vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen, weitergehende Schadensersatzansprüche bestehen nicht. Für Schäden, die dem Erzbischof durch einen Vertragsbruch Tumbergers entstehen, haftet dieser mit seinem gesamten Besitz. Zeugen: Steffan Puchler, Marx Klinger, Marx Hasenmulner, beide zu Saldorff (2). Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S: Hundt, Albrecht, zu Lauterbach
Erzstift Salzburg Urkunden, BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 325
HU Salzburg 521; GU Tettelham 46
Erzstift Salzburg Urkunden
Erzstift Salzburg Urkunden >> 1401-1500
1491 Dezember 31
Fußnoten:
1) Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Gericht
2) Saaldorf (Gde. Saaldorf-Surheim, Lkr. Berchtesgadener Land
1) Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Gericht
2) Saaldorf (Gde. Saaldorf-Surheim, Lkr. Berchtesgadener Land
Erzstift Salzburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Sg. fehlt
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Vermerke: RV: Reversale Rudberti Tumperger pro castro Halmberg ad revocacionem iuxta literam C 8 ad 1
Originaldatierung: Salczburg an sambstag vor dem newen Jars 1492
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1491
Monat: 12
Tag: 31
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Vermerke: RV: Reversale Rudberti Tumperger pro castro Halmberg ad revocacionem iuxta literam C 8 ad 1
Originaldatierung: Salczburg an sambstag vor dem newen Jars 1492
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1491
Monat: 12
Tag: 31
Hundt: Albrecht, zu Lauterbach
Tumberger: Ruprecht, Pfleger, Halmberg
Puchler: Stephan, Saaldorf
Hasenmüller: Marx, Saaldorf
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Friedrich V.
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein), Gericht: Pflege
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein), Gericht
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Schloss\ Baumaßnahmen
Saaldorf (Gde. Saaldorf-Surheim, Lkr. Berchtesgadener Land)
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Hauptmannschaft
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöflicher Rat
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 1:30 PM CEST
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