Testament der Witwe Lanzellot Witton, geb. Gese Boerents (Berents, Berning) vom 3. Juni 1645, verkündet am 23. Juni 1646.
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B-Testa, II 1920
B-Testa Testamente
Testamente >> 1600-1699
1645 - 1646
Enthält: Ihre Söhne Bernard und Herman sind als Jesuiten gestorben. Nach einem früheren Vertrage schuldet sie ihretwegen der Gesellschaft Jesu 2000 Th. Statt dieses Geldes vermacht sie ihr das Haus auf dem Fischmarkt. Als Erben setzt sie ein ihre noch lebenden weltlichen Kinder: a. Johan Lanzellot Witton, b. Katharina Witton, Witwe Melchior Lennep, c. Maria Witton, Frau Domkapitelsyndikus Albrecht Boichorst. Ihr Sohn hat 2, ihre Tochter Maria 3 Kinder am Leben. Ihre + Tochter Gertrud war mit Hinrich Detten verheiratet, deren Kinder Johan, Klara Katharina und Genovefa Detten sind tot, es lebt nur noch deren Tochter Maria, die mit dem Lizentmeister Gerhard Velthaus in Verden verheiratet ist und 1 Töchterlein hat; sie vermacht ihr eine Verschreibung auf die fürstliche (münster.) Landschaft von 1000 Rth. Ihr Sohn soll das Haus am Roggenmarkt zum Anrechnungswert von 2200 Rth. und das Haus in der Voessestegge, in dem der Tuchscherer (Doechscherer) Campman wohnt, zum Anrechnungswert von 300 Rth. („liederlich genug gesetzet“) erhalten. Ihre Tochter Katharina soll den ganzen langen Hof, ihre Tochter Maria den kurzen Hof zu Rumphorst bekommen; letzterer ist von der kaiserlichen Soldateska fast ganz ruiniert und ausgeraubt. Die Höfe werden gegeneinander abgegrenzt, einzelne Grundstücke werden genannt. Ihre Enkel Christian und Lanzellot Lenneps (beide Franziskaner) erhalten je 100 Th., den weltlichen Kindern Lenneps geht es kläglich. Zeugen: Franz Boske und Jorgen Kamphaus. Von Rats wegen: Bernhard Rottendorff, medicus. Notar: Franz Letmate.
Archivale
Verweis: Vgl. B-Testa Nr. II, 1073
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:06 MEZ