Hausbesitz der Luth. Gemeinde, Bd. 3: Haus "Der neue Bau" bzw. "Neues Haus", Bergerstrasse 18
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4KG 005 Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf, 4KG 005 (Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf), 263
4KG 005 Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf
Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf >> Bestand Düsseldorf I >> Akten >> V. Gebäude und Friedhof >> 63. Hausbesitz der Luth. Gemeinde
1705-1835
Enthält: 15.12.1705: die Luth. Gemeinde verpachtet an den Grafen Lescheraine ihr auf der Bergerstrasse gelegenes Wohnhaus für 2 Jahre für 170 Reichstaler. Der Pächter darf seine Kutsche nicht am Eingang unter der Pforte abstellen, der Eingang muß der Luth. Gemeinde frei bleiben. Or. 02.07.1707: Jac. Dahlmans und Franz David Grilmeyer, Vorsteher der Gemeinde bekunden, dass der genannte Graf abgereist sei, das Haus wieder zur Verfügung der Gemeinde stehe usw.- Geschrieben vom gräfl. Sekretär B. Reichardt und mit dem Petschaftssiegel des Grafen (!) besiegelt. Or. 06.07.1707: an Hofbildhauer Benedetto Antonucci und Frau Anna Sibilla (z.Zt. bewohnt von Graf Lacheraine) gelegen zwischen dem "Palmbaum" und der "Stadt Hamburg" auf 6 Jahre für 178 Reichstaler.- Im Hause wohnt noch Herr Calconi.- Mitunterschrieben von Pastor David Seyler und mehreren Ältesten. 30.01.1717: an Michel Busquet, Handelsmann, 2 Jahre, 195 Reichstaler (=40 Pistolen). 07.08.1719: an Rudigerus Hellmund, Kauf- und Handelsmann, 12 Jahre, 115 Reichstaler. (Falls der Landesherr in Düsseldorf residiert, erhöht sich die Miete auf 185 Reichstaler!) 11.05.1733: an Joh. Henr. Krebs, 6 Jahre, 65 Reichstaler. 1772: an Joh. Balth. Hartman ("an der linken Seite der Pforte des Kirchganges anschließend, der Neue Bau genannt") auf 12 Jahre für 90 Reichstaler. Weil der Steinweg zur Kirche rein (frei) gehalten werden muß, verspricht der Mieter, "die darauf aus dem Hause gehende Hintertür möglichst verschlossen zu halten, kein Wasser darauf auszugießen usw." 1799: an Christoph Vogelsand, 6 Jahre, 200 Reichstaler, 1804: an Bernh. Taapken, 6 Jahre, 236 Reichstaler, 1811: an Joh. Wilh. Reitz, 12 Jahre, 260 Reichstaler, 1823: (Nr. C 850) an J. W. Reitz, 6 Jahre, 300 Reichstaler, 1829 und 1832: desgleichen und Tochter Marianne 3 Jahre, 280 Reichstaler. 1835: Zahlungsschwierigkeit der Mieterin Marianna Reitz und Ablehnung der Anrechnung von ausgeführten Reparaturen des Hauses.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:57 MEZ
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