Der Ulmer Bürger Ulrich Krafft bekennt: Der verstorbene Kuning Hundfuß hat dem Pfarrer und den Priestern im Ulmer Münster einen jährlichen Zins von 1 Pfund und 40 Heller Ulmer Stadtwährung verschafft. Der Zins gefällt von der Badestube und dem Badehaus in Ulm bei der Herdbrücke ("Hertpruk") zwischen den Häusern des Lobershofen und des Schusters Konrad Gienger, die "V/o/lenbad" genannt wird [abgegangenes sogenanntes Ulen- oder Krambad, Bereich Herdbruckerstrasse 6]. Diese Badestube hat Ulrich Krafft gekauft. Er verpflichtet sich, den Zins jedes Jahr fristgerecht zu entrichten, und zwar die Hälfte an Weihnachten und die andere Hälfte am 24. Juni ("ze sant Johans tag ze su/o/nwenden"). Der Zins gefällt zur Hälfte an den Pfarrer und zur Hälfte an die von ihm angestellten Gesellen und Priester im Münster. Der Pfarrer soll von seinem Halbteil noch dem Mesner jedes Jahr 1 Schilling Heller geben. Dafür soll man im Münster jedes Jahr am 29. September ("vff sant Michelz tag") einen Jahrtag für Kuning Hundfuß mit Vigil und Seelmesse feiern. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr an die Baupflege des Münsters.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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