Verschiedene Tätigkeiten Gottlieb von Tuchers als Vormund Kaspar Hausers (1)
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E 29/II Nr. 2821
E 29/II Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
31.12.1829 - 23.09.1830
Enthält:
1829 Dezember 31: Schreiben (des Gottlieb von Tucher, Entwurf) an den Magistrat.
Vom Kreis- und Stadtgericht hat Schreiber die Vormundschaft über Kaspar Hauser übertragen bekommen, und zwar am 21. d.M. ab dem 29. d.M. Fragen der Unterstützung Hausers, Berechnung der voraussichtlichen Unterhaltskosten.
1830 Januar 8: Schreiben (Entwurf Tuchers) an den König von Bayern mit Gesuch um Unterstützung für Hauser.
1830 März 4: Schreiben (Entwurf Tuchers) an Regierungspräsident (Arnold) v. Mieg.
Bittschrift zugunsten Hausers, da auf das Schreiben an den König noch keine Resolution erfolgt ist. Gedanke an eine öffentliche Sammlung. Erwähnt 2 Polizeisoldaten: Kohl und Besold.
1830 März 10: Schreiben v. Miegs aus Ansbach an Tucher.
Rät von einer öffentlichen Sammlung ab.
1830 März 11: Mitteilung des Armenpflegschaftsrats an Tucher.
Die heute eingegangene Regierungsentschließung besagt nur, dass für die Ausbildung Hausers auf dem gesetzlichen Wege zu sorgen sei. Dafür hat die Stadt schon am 6. Januar gesorgt (s. Nr. 2820 Prod. 1) und damit für Hauser schon das Aeußerste gethan.
1830 August 12: Brief des (Jakob Friedrich) Binder aus Karlsbad an Herrn Baron (von Tucher).
Hauser ist beim Adressaten in den besten Händen. (...) Schreiber wird am 15. d.M. zu einer 14-tägigen Nachkur nach Franzensbad aufbrechen.
1830 September 23: Brief des Pf(arrers Leonhard) Hering aus Nürnberg an (Gottlieb v. Tucher) in Stuttgart.
Adressat und Gemahlin (= Maria Helena Wilhelmina geb. Haller) befinden bei den Schwieger- bzw. Eltern in Stuttgart (= Jakob Gottlieb Rudolph und Wilhemine Friederike Karolina v. Haller). Grüße von Hauser. Frau Ziehl will wegen gesundheitlicher Probleme ihres Mannes (aus dem Garten?) in die Stadt zurück. Bürgermeister Binder ist aus dem Bad zurückgekehrt. (...) Unterricht Hausers beim neuen Lehrer, Herrn Reuter. Schreiber selbst unterrichtet ihn nun in biblischer Geschichte. Gärtner (Johann Stephan oder Sixtus Wolfgang) Süß lässt fragen, wie mit dem Korn zu verfahren sei.
Dabei:
Undatiert (ca. 1900?): Auflistung von Produkten der Akten IV und V (= spätere Mappe 2).
1829 Dezember 31: Schreiben (des Gottlieb von Tucher, Entwurf) an den Magistrat.
Vom Kreis- und Stadtgericht hat Schreiber die Vormundschaft über Kaspar Hauser übertragen bekommen, und zwar am 21. d.M. ab dem 29. d.M. Fragen der Unterstützung Hausers, Berechnung der voraussichtlichen Unterhaltskosten.
1830 Januar 8: Schreiben (Entwurf Tuchers) an den König von Bayern mit Gesuch um Unterstützung für Hauser.
1830 März 4: Schreiben (Entwurf Tuchers) an Regierungspräsident (Arnold) v. Mieg.
Bittschrift zugunsten Hausers, da auf das Schreiben an den König noch keine Resolution erfolgt ist. Gedanke an eine öffentliche Sammlung. Erwähnt 2 Polizeisoldaten: Kohl und Besold.
1830 März 10: Schreiben v. Miegs aus Ansbach an Tucher.
Rät von einer öffentlichen Sammlung ab.
1830 März 11: Mitteilung des Armenpflegschaftsrats an Tucher.
Die heute eingegangene Regierungsentschließung besagt nur, dass für die Ausbildung Hausers auf dem gesetzlichen Wege zu sorgen sei. Dafür hat die Stadt schon am 6. Januar gesorgt (s. Nr. 2820 Prod. 1) und damit für Hauser schon das Aeußerste gethan.
1830 August 12: Brief des (Jakob Friedrich) Binder aus Karlsbad an Herrn Baron (von Tucher).
Hauser ist beim Adressaten in den besten Händen. (...) Schreiber wird am 15. d.M. zu einer 14-tägigen Nachkur nach Franzensbad aufbrechen.
1830 September 23: Brief des Pf(arrers Leonhard) Hering aus Nürnberg an (Gottlieb v. Tucher) in Stuttgart.
Adressat und Gemahlin (= Maria Helena Wilhelmina geb. Haller) befinden bei den Schwieger- bzw. Eltern in Stuttgart (= Jakob Gottlieb Rudolph und Wilhemine Friederike Karolina v. Haller). Grüße von Hauser. Frau Ziehl will wegen gesundheitlicher Probleme ihres Mannes (aus dem Garten?) in die Stadt zurück. Bürgermeister Binder ist aus dem Bad zurückgekehrt. (...) Unterricht Hausers beim neuen Lehrer, Herrn Reuter. Schreiber selbst unterrichtet ihn nun in biblischer Geschichte. Gärtner (Johann Stephan oder Sixtus Wolfgang) Süß lässt fragen, wie mit dem Korn zu verfahren sei.
Dabei:
Undatiert (ca. 1900?): Auflistung von Produkten der Akten IV und V (= spätere Mappe 2).
Umfang/Beschreibung: 8 Prod
Archivale
Bemerkungen: Acc.Nr. D 1/2014
Bemerkungen: Zu der Problematik der öffentlichen Geldbeschaffung siehe auch E 29/VIII Nr. 157
Bemerkungen: Prod. 7: Pfarrer Hering, St. Egidien. Garten in E 29/VIII Nr. 163, die beiden Süß in den Bemerkungen. Ehepaar Ziel = Angestellte Tuchers?
Indexbegriff Person: Besold, N
Indexbegriff Person: Binder, Jakob Friedrich
Indexbegriff Person: Haller, Jakob Gottlieb Rudolph
Indexbegriff Person: Haller, Wilhelmine Friederike Karolina
Indexbegriff Person: Hauser, Kaspar
Indexbegriff Person: Hering, Leonhard
Indexbegriff Person: Kohl, N
Indexbegriff Person: Mieg, Arnold von
Indexbegriff Person: Reuter, N
Indexbegriff Person: Süß, Johann Stephan
Indexbegriff Person: Süß, Sixtus Wolfgang
Indexbegriff Person: Tucher, Christoph Karl Gottlieb Sigmund
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb (= Christoph Karl Gottlieb Sigmund)
Indexbegriff Person: Tucher, Maria Helena Wilhelmina von - geb Haller
Indexbegriff Person: Ziehl, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Hauseriana (Quellen und Forschungen zu Kaspar Hauser)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vormundschaften
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Gottlieb von Tucher
Bemerkungen: Zu der Problematik der öffentlichen Geldbeschaffung siehe auch E 29/VIII Nr. 157
Bemerkungen: Prod. 7: Pfarrer Hering, St. Egidien. Garten in E 29/VIII Nr. 163, die beiden Süß in den Bemerkungen. Ehepaar Ziel = Angestellte Tuchers?
Indexbegriff Person: Besold, N
Indexbegriff Person: Binder, Jakob Friedrich
Indexbegriff Person: Haller, Jakob Gottlieb Rudolph
Indexbegriff Person: Haller, Wilhelmine Friederike Karolina
Indexbegriff Person: Hauser, Kaspar
Indexbegriff Person: Hering, Leonhard
Indexbegriff Person: Kohl, N
Indexbegriff Person: Mieg, Arnold von
Indexbegriff Person: Reuter, N
Indexbegriff Person: Süß, Johann Stephan
Indexbegriff Person: Süß, Sixtus Wolfgang
Indexbegriff Person: Tucher, Christoph Karl Gottlieb Sigmund
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb (= Christoph Karl Gottlieb Sigmund)
Indexbegriff Person: Tucher, Maria Helena Wilhelmina von - geb Haller
Indexbegriff Person: Ziehl, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Hauseriana (Quellen und Forschungen zu Kaspar Hauser)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vormundschaften
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Gottlieb von Tucher
Ansbach
Franzensbad
Garten, Süß'scher = Gärten bei Wöhrd 173 und 174
Karlsbad
Stuttgart
Vormund
Magistrat
Unterstützung
Unterhaltskosten
Ausbildungskosten
König von Bayern
Gesuch
Regierungspräsident
Sammlung
Armenpflegschaftsrat
Mitteilung
Regierungsentschließung
Kuraufenthalt
Nachkur
Pfarrer, St. Egidien
Unwohlsein
Umzug
Bürgermeister
Lehrer
Biblische Geschichte
Gärtner
Korn
Liste
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
- Stadtarchiv Nürnberg (Tektonik)
- Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz (Tektonik)
- E 29 - Familienarchiv von Tucher (Tektonik)
- E 29/II - Familienarchiv Tucher / Gesamtgeschlecht und jüngere Linie / Akten und Rechnungen (Tektonik)
- Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen (Bestand)