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Johann Derdinger, Doktor beider Rechte, bekundet, dass er sich
gegenüber Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und dem Konvent von
Fulda mit Z...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1471-1480
1480 Mai 1
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist auch an sant Philippi Jacobi und Walpurgk tag nach Cristi unnsers Hern geburt vierzehenhundert unnd in dem achtzigisten jare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Derdinger, Doktor beider Rechte, bekundet, dass er sich gegenüber Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und dem Konvent von Fulda mit Zustimmung des Grafen Johann von Wertheim zu lebenslänglichem Dienst gemäß der darüber ausgestellten und im Folgenden inserierten Urkunde verpflichtet hat. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1480 Mai 1: Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda bekundet, dass er mit Zustimmung des Dekans und Konvents von Fulda den Johann Derdinger aus Wertheim, Doktor beider Rechte, mit Zustimmung seines Onkels, des Grafen Johann von Wertheim, für 20 rheinische Gulden Jahresgehalt auf Lebenszeit zum Rat des Klosters angenommen hat. Er ist auf Anforderung jederzeit dazu verpflichtet, dem Abt mündlich und schriftlich seinen Ratschlag zu erteilen, auch vor Gericht. Johann Derdinger ist zu Treue und Gehorsam verpflichtet; er leistet einen Eid darüber. Das Jahresgehalt wird halb an Walpurgis [Mai 1], halb an Lichtmess [Februar 2] oder 14 Tage davor oder danach gezahlt. Von dem Vertrag werden auf Wunsch Johann Derdingers ausgenommen: die Herrschaften Wertheim, Henneberg-Schleusingen und Hohenlohe, Wilhelm und Johann Rüdt zu Bödigheim (Rueden zu Boedicken), Eberhard von Grumbach zu Rimpar (Rymper) [Markt, nördl. Würzburg], Ritter Sittich und Elisabeth von Wollmershausen [Stadt Crailsheim] und Konrad von Aufseß. Siegelankündigung des Abtes Johann und des Dekans und Konvents von Fulda. (Geben uff Sant Walpurgen tag nach Cristi geburt thausent vierhundert unnd inn dem achtzigisten jare). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Johann Derdinger begründet, dass Graf Johann [von Wertheim] ebenso Lehnsmann des Abtes ist wie er selbst.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Derdinger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.