334. Infanterie-Division (Bestand)
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BArch RH 26-334
call number: RH 26-334
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Divisionen >> Infanterie-Divisionen
1942-1944
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. IX, S. 193-194, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
334. Infanterie-Division
(WK XIII, E 21 Fürth)
* 25.11.1942 als "Kriemhilde"-Division der Wehrkreise XIII, XVII und XVIII auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr, WK XIII, und nach Afrika bestimmt:
Gren. Rgt. 754 I.-III. aus WK XIII
Gren. Rgt. 755 I.-III. aus WK XVII
Geb. Jäg. Rgt. 756 I.-III. aus WK XVIII
Art. Rgt. 334 I.-III. aus WK XIII und XVIII
Div. Einheiten 334.
Die Division wurde im Mai 1943 in Tunis vernichtet.
Die Wiederaufstellung erfolgte am 3.6.1943 in Frankreich bei der 1. Armee aus dem Stab der (mit Vfg. vom 5.5.1943 im Rahmen der Stalingrad-Aufstellungen am 25.5.1943 gebildeten) 80. Inf. Div., die am 26.5.1943 als Traditionsträgerin aller Afrikatruppen in 334. Inf. Div. (Afrika) umbenannt worden war; sie erhielt als Stamm je ein Btl. der in Frankreich (71 in Dänemark) in Wiederaufstellung befindlichen Divisionen 71, 76, 94, 305, 371 und 389:
Gren. Rgt. 754 I.-III. aus II./191 (71. ID), III./576 (305. ID), II./274 (94. ID)
Gren. Rgt. 755 I.-III. aus I./178 (76. ID), I./669 (371. ID), II./544 (389. ID)
Gren. Rgt. 756 I.-II. neu aus beiden Rgtern.(?)
Div. Füs. Btl. 334
Art. Rgt. 334 I.-IV.
Die Division gab am 12.9.1943 das III./754 zur Auffrischung der 7. Pz. Div. nach dem Osten ab, am 20./30.11.1943 das II./754 (als II./941), das III./755 (als I./941) und die III./Art. Rgt. 334 an die 353. Inf. Div. (21. Welle); II./755 und III./334 wurden ersetzt. In Italien erhielt die Division das Ost-Btl. 555 als III./755 zugeteilt. Sie geriet in den Dolomiten in amerikanische Gefangenschaft. Am 3.4.1945 sollte die Division lt. Vfg. der Org. Abt./Gen StdH noch in 334. VGD umbenannt werden; Durchführung zweifelhaft.
Unterstellung:
1943
Jan./Feb.: 5. Pz. Armee (Antrsp.); Süden; Afrika
März/Apr.: z. Vfg.; 5. Pz. Armee; Süden; Afrika
Mai: z. Vfg.; 5. Pz. Armee; HGr. Afrika; Süden; Tunis
Nach Wiederaufstellung:
Juli/Okt.: in Aufst.; 1. Armee; "D"; Westen; Bordeaux
Nov.: LXXXVII; "B"; Süden; Genua
Dez.: LXXXVII; 14. Armee; "C"; Süden; Genua
1944
Jan./Apr.: LI; 10. Armee; "C"; Süden; Adria, Pescara
Mai: Hauck; 10. Armee; "C"; Süden; Adria, Pescara
Juni: LXXVI; 10. Armee; "C"; Süden; Adria, Pescara
Juli: z. Vfg.; (Auffrischg.); "C"; Süden; Genua
Aug./Sept.: I. Fallsch.; 14. Armee; "C"; Süden; Florenz
Okt.: LI; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
Nov./Dez.: XIV; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
1945
Jan.: XIV; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
Feb./März: I. Fallsch.; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
Apr.: LI; 14. Armee; "C"; Süden; Po, Alpen
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)
1945
19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.
Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:
- Sept. 1962: 1.-6. Division
- März 1963: 7.-18. Division
- Juli 1963: 19.-23. Division
- März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division
- Juli 1964: 35.-72. und 81. Division
- März 1964: 82.-100. Division
- Sept. 1965: 101.-125. Division
- Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division
- Juli 1966: 213. Sich. Division
- Dez. 1966: 218.-295. Division
- Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg
- Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905
ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,
Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 65: Divisionen 58-96
- Guide Nr. 66: Divisionen 97-114
- Guide Nr. 67: Divisionen 116-137
- Guide Nr. 68: Divisionen 141-187
- Guide Nr. 69: Divisionen 189-218
- Guide Nr. 70: Divisionen 221-255
- Guide Nr. 71: Divisionen 256-291
- Guide Nr. 72: Divisionen 292-327
- Guide Nr. 73: Divisionen 328-369
- Guide Nr. 74: Divisionen 370-710
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.
Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,
Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.
Feldherrnhalle
Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.
Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:
- Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)
- Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)
- Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen
III (Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div.Arzt)
IVc (Div.Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB von Nov. 1942 bis Anfang Apr. 1943 sowie KTB der Kampfgruppe Weber von Jan. 1943
Ib: KTB von Ende Mai bis Dez. 1943
Kein TB der Abt. Ic und IIa
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 26-334/...
334. Infanterie-Division
(WK XIII, E 21 Fürth)
* 25.11.1942 als "Kriemhilde"-Division der Wehrkreise XIII, XVII und XVIII auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr, WK XIII, und nach Afrika bestimmt:
Gren. Rgt. 754 I.-III. aus WK XIII
Gren. Rgt. 755 I.-III. aus WK XVII
Geb. Jäg. Rgt. 756 I.-III. aus WK XVIII
Art. Rgt. 334 I.-III. aus WK XIII und XVIII
Div. Einheiten 334.
Die Division wurde im Mai 1943 in Tunis vernichtet.
Die Wiederaufstellung erfolgte am 3.6.1943 in Frankreich bei der 1. Armee aus dem Stab der (mit Vfg. vom 5.5.1943 im Rahmen der Stalingrad-Aufstellungen am 25.5.1943 gebildeten) 80. Inf. Div., die am 26.5.1943 als Traditionsträgerin aller Afrikatruppen in 334. Inf. Div. (Afrika) umbenannt worden war; sie erhielt als Stamm je ein Btl. der in Frankreich (71 in Dänemark) in Wiederaufstellung befindlichen Divisionen 71, 76, 94, 305, 371 und 389:
Gren. Rgt. 754 I.-III. aus II./191 (71. ID), III./576 (305. ID), II./274 (94. ID)
Gren. Rgt. 755 I.-III. aus I./178 (76. ID), I./669 (371. ID), II./544 (389. ID)
Gren. Rgt. 756 I.-II. neu aus beiden Rgtern.(?)
Div. Füs. Btl. 334
Art. Rgt. 334 I.-IV.
Die Division gab am 12.9.1943 das III./754 zur Auffrischung der 7. Pz. Div. nach dem Osten ab, am 20./30.11.1943 das II./754 (als II./941), das III./755 (als I./941) und die III./Art. Rgt. 334 an die 353. Inf. Div. (21. Welle); II./755 und III./334 wurden ersetzt. In Italien erhielt die Division das Ost-Btl. 555 als III./755 zugeteilt. Sie geriet in den Dolomiten in amerikanische Gefangenschaft. Am 3.4.1945 sollte die Division lt. Vfg. der Org. Abt./Gen StdH noch in 334. VGD umbenannt werden; Durchführung zweifelhaft.
Unterstellung:
1943
Jan./Feb.: 5. Pz. Armee (Antrsp.); Süden; Afrika
März/Apr.: z. Vfg.; 5. Pz. Armee; Süden; Afrika
Mai: z. Vfg.; 5. Pz. Armee; HGr. Afrika; Süden; Tunis
Nach Wiederaufstellung:
Juli/Okt.: in Aufst.; 1. Armee; "D"; Westen; Bordeaux
Nov.: LXXXVII; "B"; Süden; Genua
Dez.: LXXXVII; 14. Armee; "C"; Süden; Genua
1944
Jan./Apr.: LI; 10. Armee; "C"; Süden; Adria, Pescara
Mai: Hauck; 10. Armee; "C"; Süden; Adria, Pescara
Juni: LXXVI; 10. Armee; "C"; Süden; Adria, Pescara
Juli: z. Vfg.; (Auffrischg.); "C"; Süden; Genua
Aug./Sept.: I. Fallsch.; 14. Armee; "C"; Süden; Florenz
Okt.: LI; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
Nov./Dez.: XIV; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
1945
Jan.: XIV; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
Feb./März: I. Fallsch.; 10. Armee; "C"; Süden; Bologna
Apr.: LI; 14. Armee; "C"; Süden; Po, Alpen
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)
1945
19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.
Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:
- Sept. 1962: 1.-6. Division
- März 1963: 7.-18. Division
- Juli 1963: 19.-23. Division
- März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division
- Juli 1964: 35.-72. und 81. Division
- März 1964: 82.-100. Division
- Sept. 1965: 101.-125. Division
- Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division
- Juli 1966: 213. Sich. Division
- Dez. 1966: 218.-295. Division
- Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg
- Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905
ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,
Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)
- Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 65: Divisionen 58-96
- Guide Nr. 66: Divisionen 97-114
- Guide Nr. 67: Divisionen 116-137
- Guide Nr. 68: Divisionen 141-187
- Guide Nr. 69: Divisionen 189-218
- Guide Nr. 70: Divisionen 221-255
- Guide Nr. 71: Divisionen 256-291
- Guide Nr. 72: Divisionen 292-327
- Guide Nr. 73: Divisionen 328-369
- Guide Nr. 74: Divisionen 370-710
- Guide Nr. 64: Divisionen 22-57
- Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.
Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,
Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.
Feldherrnhalle
Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.
Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:
- Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)
- Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)
- Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen
III (Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div.Arzt)
IVc (Div.Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB von Nov. 1942 bis Anfang Apr. 1943 sowie KTB der Kampfgruppe Weber von Jan. 1943
Ib: KTB von Ende Mai bis Dez. 1943
Kein TB der Abt. Ic und IIa
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 26-334/...
334. Infanterie-Division (334. ID), 1942-1944
30 Aufbewahrungseinheiten; 0,8 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
RW 60 (Gerichte der Reichswehr und Wehrmacht)
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
Akten:
ZA1/ 1494: Krause, Fritz: Die letzten Kämpfe der 334.Infanterie-Div. in Tunis vom 26. April bis 9. Mai 1943
ZA1/ 1558: Weber, Friedrich: Die Kämpfe der 334. Infanterie-Div. und der Gruppe Weber in Nordafrika von Ende Dez. 1942 bis Mai 1943
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 73
Foessinger, J.: Die Bombardierung von Baragazza am 11.9.1944 und der Kampf um die Appeninenstellung. (Selbstverlag) Bozen 1983
Derselbe: Die Abruzzen im Kriegsjahr 1943. Die 334. ID wird dorthin verlegt. (Selbstverlag) Bozen 1985
Derselbe: Die Abruzzen im Kriegsjahr 1944. Der Einsatz der 334. ID. (Selbstverlag) Bozen 1987
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Zielke, Willi: Einsatz und Kampf der 334. Volks-Grenadier-Division in Italien. (Selbstverlag) Husum o.J.
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
RW 60 (Gerichte der Reichswehr und Wehrmacht)
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
Akten:
ZA1/ 1494: Krause, Fritz: Die letzten Kämpfe der 334.Infanterie-Div. in Tunis vom 26. April bis 9. Mai 1943
ZA1/ 1558: Weber, Friedrich: Die Kämpfe der 334. Infanterie-Div. und der Gruppe Weber in Nordafrika von Ende Dez. 1942 bis Mai 1943
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 73
Foessinger, J.: Die Bombardierung von Baragazza am 11.9.1944 und der Kampf um die Appeninenstellung. (Selbstverlag) Bozen 1983
Derselbe: Die Abruzzen im Kriegsjahr 1943. Die 334. ID wird dorthin verlegt. (Selbstverlag) Bozen 1985
Derselbe: Die Abruzzen im Kriegsjahr 1944. Der Einsatz der 334. ID. (Selbstverlag) Bozen 1987
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Zielke, Willi: Einsatz und Kampf der 334. Volks-Grenadier-Division in Italien. (Selbstverlag) Husum o.J.
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST
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