Hermann der Model von Schlier hat sich gütlich geeinigt mit Abt Ludwig [von Haltenberg] und dem Kloster Weingarten über den Hof in Schlier, auf dem jetzt der Aussteller sitzt und den früher der +Engel bewirtschaftet hatte. Ihm wird der Hof auf Lebenszeit ("hintz uff minen tod") verliehen und er darf ihn wie bisher nutzen. Er entrichtet jährlich zu Martini 2 1/2 lb d in Konstanzer Währung oder der jeweils zu Ravensburg üblichen Währung, ferner 6 Scheffel Hafer Ravensburger Maßes nach Hubgeldrecht und Landessitte. Im Säumnisfall hat er Zeit bis Lichtmeß, kann er dann nicht leisten, fällt der Hof heim. Der Abt darf ihn nicht vom Hof vertreiben, um einen höheren Zins zu erlangen oder einen ihm genehmeren Huber einzusetzen.
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Hermann der Model von Schlier hat sich gütlich geeinigt mit Abt Ludwig [von Haltenberg] und dem Kloster Weingarten über den Hof in Schlier, auf dem jetzt der Aussteller sitzt und den früher der +Engel bewirtschaftet hatte. Ihm wird der Hof auf Lebenszeit ("hintz uff minen tod") verliehen und er darf ihn wie bisher nutzen. Er entrichtet jährlich zu Martini 2 1/2 lb d in Konstanzer Währung oder der jeweils zu Ravensburg üblichen Währung, ferner 6 Scheffel Hafer Ravensburger Maßes nach Hubgeldrecht und Landessitte. Im Säumnisfall hat er Zeit bis Lichtmeß, kann er dann nicht leisten, fällt der Hof heim. Der Abt darf ihn nicht vom Hof vertreiben, um einen höheren Zins zu erlangen oder einen ihm genehmeren Huber einzusetzen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 66
fasc. 085 n. 01
B 522 I U 67
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1368 März 10 (an dem nächsten fritag vor sant Gregorien tag)
18 x 36,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Hermann der Model von Schlier
Empfänger: Abt Ludwig [von Haltenberg] und das Kloster Weingarten
Zeugen: Niklas der Husser, Konventherr in Weingarten, Bruder Werner der Zehender, Kunz Kumbre[c]ht, Hans der Widmer, Bürger zu Ravensburg, Burkart der Bok, Oswald der Basler, Kunz Seltenrich, alle Bürger zu Altdorf, der Eschehais und Heinz Hübschli von Altdorf
Siegler: Hans von "Elnbach" (Ellerbach?), Ritter, Vogt in Oberschwaben, Eberhard von Königsegg genannt von Hatzenturn, Humpis der Lang, Bürgermeister in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S., abg.
Empfänger: Abt Ludwig [von Haltenberg] und das Kloster Weingarten
Zeugen: Niklas der Husser, Konventherr in Weingarten, Bruder Werner der Zehender, Kunz Kumbre[c]ht, Hans der Widmer, Bürger zu Ravensburg, Burkart der Bok, Oswald der Basler, Kunz Seltenrich, alle Bürger zu Altdorf, der Eschehais und Heinz Hübschli von Altdorf
Siegler: Hans von "Elnbach" (Ellerbach?), Ritter, Vogt in Oberschwaben, Eberhard von Königsegg genannt von Hatzenturn, Humpis der Lang, Bürgermeister in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S., abg.
Basler, Oswald
Bok, Burkard der
Ellerbach, Hans von; Ritter
Elnbach, Hans von; Ritter
Engel, Carl Gottlieb
Eschehais
Haltenberg, Ludwig von; Abt zu Weingarten
Hatzenturn, Eberhard von
Hübschli, Heinz
Husser, Niklas, Konventherr
Königsegg, Eberhard, genannt von Hatzenturn
Kumbrecht, Kunz
Model, Hermann
Seltenrich, Kunz
Widmer, Hans
Zehender, Konrad
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Konstanz KN; Währung
Oberschwaben; Vogt
Ravensburg RV; Bürgermeister
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Schlier RV
Schlier RV; Einwohner
Schwaben, Landvogtei; Landvogt
Weingarten RV; Kloster
Weingarten RV; Kloster, Konventherr
Weingarten RV; Kloster, Zehender
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
24.04.2026, 00:42 MESZ
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