Anna Ledebur, Dekanin, Küsterin, Wochenherren und Kapitel des freiweltlichen Stiftes Schildesche, und Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Bielefeld beurkunden, dass vor ihnen Joachim Stratman, Pastor der Altstadt zu Bielefeld, Adolphus Cüster, Pastor im Detmarschen, Hermannus Cothman, Kanoniker in Schildesche, Jodocus Sorhage, Vikar zu Herford, sowie die Gebrüder Hermannus und Ludolphus Cüster das Testament des Hermann Cüster, gewesenen Pastors zu Heepen, vorgelegt haben. In diesem Testament hat der Hermann Cüster für die Armen zu Schildesche 100 Reichstaler, die bei Johan Cock aufbewahrt werden, angelegt, aus deren Zinsen die Armen jährlich mit Kleidung versorgt werden sollen. Aufsicht darüber sollen führen: der älteste residierende Wochenherr des Stiftes Schildesche, die dortigen Provisoren, nämlich zur Zeit Henrich Siveking, Henrich Siekman und Meiger Johann zu Herrenturpf, sowie der jeweilige Cüster-Besitzer des Geburtshauses des Stiftes, zur Zeit Ludeke. Ferner trifft der Stifter Vorsorge, dass diese Stiftung immer den Armen zugute kommen sollen, indem er u.a. 10 Joachimstaler bei Ludeken Cüster auf jährliche Verzinsung anlegt, deren Zinsen jeweils an die Exekutoren dieses Testamentes für ihre Arbeit fallen sollen.